Seiten

Mittwoch, 13. November 2013

Die drei alten Weisen

... es ist wieder ein schöner Tag und ich bin wieder auf Suche gegangen. Und, ich habe zwei schöne Geschichten gefunden. Sie möchte ich heute erzählen ... 

Die drei alten Weisen 

Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah. Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herumgekommen.

Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen, ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.

Da antwortete er eine von ihnen: “Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen. Sein Name ist Reichtum” und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm stand. Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte: “Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.”

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte: “Toll, lass uns doch Reichtum einladen”.

Seine Frau aber widersprach: “Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen.”

Die Tochter aber sagte: “Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?”

“Sie hat Recht”, sagte der Mann. “Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein”. Und auch die Frau nickte und ging zu den Männern.

Draußen sprach sie: “Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast”.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.

Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: “Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?”

Die alten Männer antworteten im Chor: “Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.”

Verfasser unbekannt


Und noch eine Geschichte, über die ich herzlich lachen musste, sie erinnert mich an meine "Mutsch" ... und, dass ich auch, ohne nachzufragen, so einiges übernommen habe.


Wie meine Mutter ...

Das junge Paar war frisch verheiratet. Eines Tages beschloss die junge Frau, eine Lammkeule zu schmoren.

Bevor sie das Ganze in den Ofen schob, schnitt sie von der Keule das untere Stück ab und legte dann die zwei Teile nebeneinander in den Schmortopf.

Ihr Mann schaute ihr über die Schulter und fragte sie: “Warum machst du das?”

“Ich weiß nicht, aber meine Mutter machte das immer genau so.” war die Antwort.

Daraufhin fragte der Mann seine Schwiegermutter, warum sie das untere Stück der Keule abschnitt.

“Ich weiß nicht, aber meine Mutter machte das immer genau so.” antwortete die Schwiegermutter.

Die Großmutter war noch am Leben und so ging der Mann zu ihr und fragte auch sie, warum sie den unteren Teil der Lammkeule vor dem Schmoren abschnitt.

Und die Großmutter antwortet: “Ach, das hat einen ganz einfachen Grund: Mein Schmortopf war damals so klein, dass der ganze Braten einfach nicht hineinpasste.”

Nancy Friday “Wie meine Mutter”

Ich hoffe auch ihr hattet Spaß an diesen zwei Geschichten. Es würde mich sehr freuen ... 


Kommentare:

  1. Hallo Margot,

    es ist schon richtig, dass wenn man Liebe im Haus der Erfolg und Reichtum sich ganz von alleine einstellen.
    Über die zweite Geschichte habe ich herzlich gelacht :-)

    Liebe Grüße
    Thomas

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke lieber Thomas, es freut mich, dass du diese Geschichten so siehst.:-))
      Wünsche dir einen schönen Tag.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  2. Liebe Margot, Deine Geschichtchen sind wieder einfach nur schön :-) , LG Claudia.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Claudia, über deine lieben Worte freue ich mich, :-) und wünsche dir einen schönen Tag.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  3. Guten Morgen, liuebe margot,
    das sind zwei herrliche Geschichten, die eine macht nachdenklich und die zweite ist lustig und erinnert mich ebenfalls an Gewohnheiten, die ich einfach übernommen habe von meiner Mutter und die von ihrer Mutter etc.
    Herzliche Grüße
    REgina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen, liebe Regina, so ist es, die Mütter haben uns so einiges
      überlassen. :-) Es freut mich, dass dir diese Geschichten gefallen.
      Dir einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  4. Hallo Margot :)

    schöne Geschichten, wie immer bei Dir ;) Hm, wobei es nicht immer so ist, wenn Liebe im Hause wohnt, sich der Reichtum automatisch einstellt, es sei denn man spricht nicht von den Materiellen Reichtümern sondern von den Reichtümern der Seele und des Herzens :) Ein anderes Wort für diesen Reichtum wäre wohl "Zufriedenheit!".

    Lieben Gruß und noch einen tollen Abend
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Björn, es sind gute Worte die du hier schreibst, vom Reichtum der Seele und des Herzens, oder Zufriedenheit. Ja, so ist es, oder so geht es bei diesen Geschichten, um Liebe und Zufriedenheit. Danke dir für deine Zeilen.
      Wünsche dir auch noch einen schönen Abend.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  5. Die erste Geschichte sehe ich genauso wie Thomas.
    Liebe ist der Grundpfeiler und mit ihr stellen sich oft Reichtum und Erfolg ein, weil man einfach positiver durchs Leben geht.

    Liebe ist so wichtig in unserem Leben. Sie vermag einfach alles zu bewältigen.
    Mit Liebe ist man immer reich, wenn auch nicht im materiellen Sinne.

    Und die zweite Geschichte war ja herzallerliebst. Ich musste wirklich lachen. Aber auch sie ist durchtränkt von Liebe finde ich. Von Liebe und Respekt vor den Taten der Mutter, die man übernimmt.

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Sonja, du siehst diese Geschichten wie sie Thomas sieht, und ich gebe dir gerne recht. Ja so sind diese beiden Geschichten, von Liebe durchtränkt. Jede Geschichte auf ihre eigene Art, und bei der zweiten Geschichte, musste auch ich herzlich lachen. Danke für deinen lieben Kommentar.
      Ganz liebe Grüße, Margot.

      Löschen