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Mittwoch, 16. April 2014

Krieg für den Frieden ...

... in den letzten Wochen höre, sehe und lese ich nur über den Krieg in der Ukraine. Laut Medien, wie Tagesschau es täglich auch berichtet, gibt es einen Schuldigen, Russland und Putin. Und ich frage mich, stimmt diese Aussage? In der Kindheit habe ich schon von meinen Eltern gelernt, es gibt immer mindestens zwei Schuldige. Na gut, wir hatten damals noch keine EU, keine NATO, nur Größenwahnsinn, den wir immer beibehalten haben ... ich möchte dazu keine weitere Aussage machen. Nur Verse von Ruth-Ursula-Westerop aufschreiben, sie machte, ohne das Thema Ukraine, ihre Aussage ... ich finde, sie hatte in allem Recht.




KRIEG FÜR DEN FRIEDEN

Gebrochene Balken, Schutt und Asche,
auf einem Stuhl, geöffnet, eine Aktentasche.
Blicklos in Scherben alle Fenster,
Stofffetzen wehn im Luftzug wie Gespenster.

Am Straßenrand, noch heil, ein Puppenwagen,
doch dort, wo sonst die Bilderbücher lagen
und gestern noch das Kinderbettchen stand,
ist nur noch eine halb zerfetzte Wand.

Noch heil geblieben ist ein Stückchen Gartenzaun
und auch die roten Blüten dort am Rosenstock. 
Zerschmettert liegt im Schutt der Apfelbaum,
in seinen Ästen aufgespießt ein Mädchenrock.

Der Krieg hat ausgelöscht wer hier gewohnt,
zerstört, vorbei, was gestern war und jetzt
fragt man, ob denn ein Krieg für Frieden lohnt, 
wenn alles Friedliche zertrümmert und zerfetzt.




DAS GROßE FÜRCHTEN

Wenn die Erde bebt - 
dann kommt das große Grauen,
vor dem die Menschen das Fürchten lernen.
Da nützen keine Seismographen, die wir bauen
und auch keine Reise zu Mond und Sternen.
Das ist das Aufbäumen der Mutter Erde.
Sie zeigt, wie machtlos und klein wir sind.
Trotz Fortschritt nur eine verängstigte Herde.
Anmaßend und durch Überheblichkeit blind.




MAN IST NUR GAST

Das Fernseh’n zeigt in bunten Bildern,
was alles so auf dieser Welt passiert.
Mit Worten kann man manches gar nicht schildern.
Man schaut es an und ist narkotisiert.

Man sitzt davor, wie das Kaninchen vor der Schlange,
ist sprachlos über das, was so geschieht
und gar nicht selten wird es einem bange
vor dem, was auf dem Bildschirm so vorüberzieht.

Man ist nur Gast im Elendsviertel dieser Welt,
wo Krieg und Hass und Gier und Neid kampieren,
dort, wo Gesichter schwer durch Angst entstellt,
wo Gnade oder Recht nicht existieren.

Man ist nur Gast, wenn irgendwo die Städte brennen,
wenn Menschen, Haus und Hof und auch noch mehr verlieren,
wenn Wut und Blutrausch keine Grenzen kennen
und schaut nur zu, wenn Menschen irgendwo krepieren.

Von einem Logenplatz, ganz sicher und geborgen,
betrachtet man das üble Weltgeschehen -
und all die eigenen Probleme und auch Sorgen,
kann man ganz plötzlich gar nicht mehr verstehen.  




PRESSEFREIHEIT

Entführung, Erpressung, Inflation,
Aufruhr, Meineid, Korruption,
Inzest, Verschmutzung, Hungersnot,
Gifte und Strahlen, das Spiel mit dem Tod.

Kinder gefoltert und die neue Pest,
Aids genannt und als Rest
Fotos, die zum Albtraum werden.
Gedruckt und gebündelt das Elend auf Erden.

Verleumdung, Verrat und Pornografie -
kein sauberes Nest in der Demokratie,
Ärzte und Richter beschimpfen sich feste,
selbst der Klerus sucht seine reine Weste.

Heisst Freiheit der Presse, 
ich muss es mal fragen,
nur Negatives zusammenzutragen
auf zweihundert Seiten oder dreihundert?

Da ist’s doch ein Wunder, dass man sich wundert:
Warum machte der Junge so plötzlich Schluss
mit sich und der Welt 
mit dem goldenen Schuss?



Wenn ihr diese Zeilen lest, dann fällt euch die Frage ein, muss dieser ganze Mist wirklich sein? 



Kommentare:

  1. Tja, da sitze ich nun - still und betroffen.

    Ich hatte in der ersten Eile besoffen, statt betroffen geschrieben - vielleicht ein Freudscher-Fehler - vielleicht kann man es gar nicht nicht besoffen aushalten.

    Nachdenkliche Grüße - Monika

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    1. Hallo Monika, wenn man diese Gesellschaft betrachtet, dann könnte man das Leben nur besoffen aushalten. Mir gefällt das Wort "betroffen" aber besser. Danke für deinen Kommentar.
      Einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

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  2. Hallo Margot :)

    so sind wir Menschen wohl - ich glaube es wird sich auch nie wirklich ändern,
    was ich natürlich schade finde.

    Meist versuche ich schöne Dinge zu tun, sonst regt man sich nur auf und helfen tut es auch nix, leider.

    Liebe Grüße und einen tollen (Rest-)Tag wünsche ich
    Björn :)

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    1. Hallo Björn, nein, die Welt wird sich nicht ändern, egal was für eine Epoche eintritt. Ich glaube der Mensch kann nicht, ohne Krieg und Streitigkeiten, einfach nicht leben.
      Liebe Grüße, Margot.

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