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Donnerstag, 26. Juni 2014

Der Hausherr mit seinen Hunden

Der Tag fing heute mit Regen und sehr kühlem Wind an. Auf dem Balkon, wo ich sehen wollte, ob es den Blumen gut geht, habe ich das Gefühl gehabt ich stehe alleine auf einer einsamen irländischen Insel. Dieses raue Klima liebe ich nicht, so war ich schnell wieder vom Balkon verschwunden. Hier im Zimmer war es mir angenehmer und ich suchte zwei Fabeln im Internet. Die ich bei Fabeln aus aller Welt auch fand. Hier sind sie ...


Der Hausherr mit seinen Hunden

Ein begüterter Mann befand sich auf seinem Landgut und wurde durch den harten Winter so von der ganzen Gegend abgeschnitten, dass er, um sein Leben zu fristen, von seinen Schafen eines nach dem anderen abschlachten musste. Der Winter wollte noch immer nicht enden, er sah sich gezwungen, auch die Ochsen zu schlachten.

»Wenn die Not schon so groß ist«, sprachen die Hunde, »dass die Ochsen nicht einmal verschont werden, die für das ganze Haus arbeiten und das Brot verdienen müssen, was haben wir dann zu erwarten, wenn wir auch das Haus bewachen, lasst uns daher dieser Gefahr durch die Flucht entziehen.«

Die Not zwingt uns oft, das Nützlichste und Liebste aufzuopfern.

Europa


Die Ameise und die Grille

Ameisen trockneten einst feucht gewordene Früchte. Eine Grille bat sich ein wenig davon aus, um ihren Hunger stillen zu können. »Du hättest«, sagten sie zu ihr, »auch im Sommer sammeln sollen, dann dürftest du jetzt nicht bei uns betteln.«

»O«, antwortete sie, »dazu hatte ich keine Zeit!«

»Was tatest du denn?« fragten die Ameisen. »Ich sang«, erwiderte sie, »und ihr wisst, dass mein Gesang den Menschen zum Einschlafen nötig ist.«

»Wenn dem so ist«, höhnten sie sie, »so lass dich von denen jetzt füttern, die du in den Schlaf gesungen.«

Wer in der Jugend nicht sammelt, muss im Alter darben.

Hans Sachs Europa


Darf ich ehrlich sein, diese zweite Fabel erinnert mich an gewisse Politiker und unser Rentensystem. Hier höre ich auch immer, spart in der Jugend, damit ihr im Alter etwas habt. Was ist aber mit der Jugend, wenn sie in ihrem alter nicht sparen können? Ich finde keine Antwort ...


Kommentare:

  1. Wirklich richtig Not braucht in unserem Land zum Glück kaum jemand erdulden. Wir wissen oft gar nicht genug zu schätzen, wie gut es uns im Vergleich zu Menschen in anderen Ländern geht.
    LG Eva

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    1. Ja Eva, deine Worte sind auch meine Hoffnung. Doch ich wünsche es auch den anderen Ländern, dass es ihnen gut ginge.
      Liebe Grüße, Margot.

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