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Mittwoch, 11. Juni 2014

Unübertrefflicher Sparsinn

Heute herrscht kein Sonnenschein, es hatte geregnet aber die Luft ist nicht abgekühlt. Nach zehn Minuten auf dem Balkon dampfe ich. Deshalb gehe ich nicht zum Einkauf, trotzdem ich es mir vorgenommen hatte. Für heute habe ich noch genug zu essen und muss auch nicht sparen, trotzdem ich nicht aus dem Vollen schöpfen kann. 
Doch ich habe wieder eine nette Geschichte bei Fabeln aus aller Welt gelesen, über Sparsamkeit. Nein, ich gebe es zu, so würde ich nie denken ...



Unübertrefflicher Sparsinn

In Hanoi lebte und wirkte einst ein weiser Mann, zu dem brachten viele Eltern ihre heranwachsenden Söhne, damit er sie in aller Lebenskunst, darunter auch im rechten Wirtschaften, unterweise.

Eines Tages schickte der Meister einen ihm anvertrauten jungen Mann auf den Markt; er sollte Opferkuchen für ein Ahnenopfer einkaufen, aber sich sonst nichts aufschwatzen lassen. Der kam nach einiger Zeit wieder, brachte auch einen schönen Opferkuchen mit, doch außerdem trug er unter dem Arm ein mageres, ängstlich gackerndes Hühnchen.

»Was soll das, ungehorsamer und törichter Freund?« erkundigte sich der Lehrer unwillig.

Der Schüler antwortete freundlich: »Bitte, Meister, höre an, was ich mir gedacht habe. Wenn ich den Kuchen zum Opfer zerbreche, werden dabei eine Menge Krümel auf die Erde fallen; wäre es nicht schade um sie? Das Hühnchen aber wird sie aufpicken, davon wachsen, später Eier legen. Die Eier und auch das Huhn kann man dann mit gutem Gewinn verkaufen. Dünkt dich das töricht gehandelt?«

»Genug! Bravo, junger Meister der Meister!« rief der Lehrer. »Wenn du nicht willst, dass ich in Zukunft bei dir Unterricht nehme, so kehre zu deinen Eltern zurück!«

Gut für einen Menschen wie mich, der in der Stadt wohnt, ist es nicht die richtige Art zu sparen. Doch auch für mich gibt es Möglichkeiten zu sparen, die ich auch vornehme, nur nicht so extrem. Eben im Rahmen meiner Möglichkeiten ...


Kommentare:

  1. Sparen kann man nur etwas, was man auch hat. Man könnte, wenn man wollte, will aber nicht und spart dadurch. Verzichten, weil man es sich gar nicht leisten könnte, das ist schon etwas anderes und bitter. Gut, wenn wir für unsere Alltäglichkeiten immer was im Portemonnaie haben, das wünsche ich Dir und mir für alle Zeit, LG Claudia.

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    1. Liebe Claudia, zu deinen Worten finde ich eine große Übereinstimmung. Danke an dich, für die Wünsche an uns. :-)) Ja, so soll es sein.

      Einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

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  2. Ich stimme Claudia voll zu. Sparen heißt Verzicht, obwohl man es sich leisten könnte. Man sollte dabei aber auch nicht vergessen, wofür man spart.
    Schöne Woche noch.
    Eva

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  3. Liebe Margot,
    eine sehr weise Geschichte.
    Es gibt verschiedene Arten um zu sparen. Aus Not - aus dem Wunsch heraus, später etwas zu haben oder aber auch aus Geiz!
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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