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Montag, 14. Juli 2014

Der Frosch und der Tausendfüßler

... heute ist ein Wetter, dass ich bald vom Sessel hochspringe. Nein, nicht vor
Freude, sondern weil ein Donnerschlag mich hochhüpfen lässt. So ein komisches Wetter, das ich laufend meine Gefühle wechseln muss. Regen, Sonne, Regen mit Donner, Sonne usw. alle 15 Minuten wechselt es. Für mich ist dieses Wetter nicht angenehm ... ich hoffe, ihr habt ein etwas besseres Wetter-Erlebnis. Doch ­dieses schlechte Wetter ladet mich zum Nachdenken ein und ich habe über das Nachdenken etwas Gutes gelesen, Ego mein Ich.  Das 'Ich' wird oft mit dem Denken gleichgesetzt. Es gibt eine schöne Tierparabel, die dafür ein prächtiges Bild ist.


Der Frosch und der Tausendfüßler


Ein Tausendfüßler war unterwegs auf seinen tausend Füßen. Eines Tages begegnete er einem Frosch. Der Frosch, der ein Philosoph war, beobachtete ihn eine Weile und machte sich Sorgen. Es war schon schwierig, auf vier Füßen zu gehen, doch dieser Tausendfüßler lief sogar auf tausend Füßen. Das war ein Wunder! Wie entschied der Tausendfüßler, welchen Fuß er zuerst versetzen musste und welchen dann und welchen danach? Also brachte der Frosch den Tausendfüßler zum Stehen und stellte ihm die Frage: "Du stellst mich vor ein Rätsel. Es gibt da ein Problem, das ich nicht lösen kann. Wie läufst du? Wie kriegst du das hin? Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit!"
Der Tausendfüßler antwortete etwas erstaunt: "Ah, ich laufe schon mein ganzes Leben lang, aber ich habe eigentlich noch nie darüber nachgedacht. Nun, da du mich fragst, werde ich mal darüber nachdenken und dir dann antworten."
Zum ersten Mal entstanden Gedanken im Bewusstsein des Tausendfüßlers. Und ja, der Frosch hatte Recht – welchen Fuß musste er zuerst versetzen? Der Tausendfüßler stand ein paar Minuten da, er konnte keinen Fuß mehr rühren. Er schwankte und fiel um.
Und er sagte zu dem Frosch: "Stelle diese Frage bitte nie wieder. Ich laufe
schon mein ganzes Leben lang herum und hatte nie Probleme damit, doch nun hast du mein Todesurteil unterzeichnet! Ich kann keinen einzigen Fuß mehr versetzen und wie soll das dann erst mit wohl tausend Füssen?"


Wenn sich das Denken mit dem Leben bemüht, wird oft Chaos daraus. Um Weisheit zu erlangen, ist das Nachdenken sogar völlig unbrauchbar. Wie kann das Denksystem, das für das Zustandekommen unserer Probleme verantwortlich ist, auch gleichzeitig deren Lösung bieten? Weisheit befindet sich auf einem anderen Niveau als unser Denken. Vielleicht kann man sagen: Denken ist der Kopf, Weisheit ist das Bewusstsein des Herzens.
Das 'Ich' wird oft Ego genannt und als solches angesehen. Taoisten nennen das, was übrig bleibt, wenn das 'Ich' wegfällt, einfach ES. Sie nennen es nicht 'Er', sie nennen es nicht 'Sie', sie nennen es auch nicht Gott. Sie geben ihm keinen einzigen persönlichen Namen, sie sagen einfach ES. ES ist nicht persönlich, ES ist der Name des Ganzen: TAO bedeutet ES."
aus sinnige-geschichten.de entnommen.

Was mach ich nun? Nachdenken oder den Tag begehen ... leichter wäre es für mich, wenn ich nicht nachdenken würde. Oder?



Noch ein Wort: Gratulation an unsere Fußball-Mannschaft. 
Sie sind Weltmeister !!!

Kommentare:

  1. Ich denke oft mit dem Herzen und handle aus dem Bauch heraus, das hat mich immer weiter gebracht. Doch wenn ich ganz kritisch mit dem Verstand dachte, geriet ich in Zweifel.
    Liebe Margot, ich wünsche dir einen schönen Wochenanfang, liebe Grüße Lore

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    1. Danke liebe Lore für deinen lieben Kommentar und deine lieben Wünsche.
      Mit dem Herzen denken kann nie falsch sein.:-)
      Dir auch eine schöne Woche. Herzlichst Margot.

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  2. Hallo Margot,

    ich denke auch viel zuviel nach, über alles Mögliche. Manchmal ist es wohl besser einfach den Augenblick zu genießen, wenn es möglich ist :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Ja, Björn, da gebe ich dir recht. Es wäre schön, wenn man einfach nur genießen könnte. :-)
      Liebe Grüße, Margot.

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  3. Früher hat man mir oft gesagt, ich würde zuviel denken...
    Und das stimmte auch. Ich habe ständig gedacht und in jede Situation soviel reingedacht, bis etwas vollkommen verquertes dabei rauskam und Probleme schuf, wo keine waren. Genau wie bei dem Tausendfüßler.
    Natürlich soll man nicht gedankenlos durch die Welt gehen, aber manchmal ist zuviel auch einfach zuviel. Heute höre ich mehr auf mein Bauchgefühl und fahre besser damit.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja, so ist es, wie du es beschreibst, man müsste aufhören können zu denken. Leider ...
      Ich mach vieles mit Herz und Bauch, aber es hilft nicht immer. :-)
      Danke für deinen lieben Kommentar. Herzlichst Margot.

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