Seiten

Montag, 25. August 2014

Reichtum ist nicht alles

Heute früh habe ich das Internet durchgesehen und interessante Geschichten gesucht. Dabei habe ich meinen Kaffee getrunken und Zitronen-Kuchen gegessen. Ich liebe solche Tage und fühle mich wohl, denn das Wetter sah auch sonnig aus. Leider lag die Temperatur nur bei 10°, was mich ein wenig in der Stube frösteln ließ. Doch meine Strickjacke ließ mich das Frösteln auch gleich wieder vergessen.
Nun genug, ich möchte euch die gefundene Geschichte erzählen, die den Irrsinn der heutigen Zeit wiedergibt und die ich, für gut befinde. Wie schön könnte das Leben sein, wenn nicht ...



Lebensplanung - Reichtum ist nicht alles!


Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte.
Er hatte einige riesige Thunfische geladen.

Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragte wie lange er dazu gebraucht hatte.

Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."
Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen.
Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.
Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun sie denn mit dem Rest des Tages?"

Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bißchen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe in das Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."

Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie mehrere Boote kaufen, bis sie eine ganze Flotte haben.
Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York umziehen, von wo aus sie dann ihr florierendes Unternehmen leiten."

Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies dauern?"
Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden.
Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner sagte: "Millionen, und dann?"

Der Banker sagte: "Dann könnten sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bißchen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren gehen, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen."


Hoffentlich findet ihr diese Geschichte, die auch in unserem Leben passiert, witzig und fragt euch, warum soll ich diesen Irrsinn durchführen. Wie sagte schon Voltaire:  

Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich genug.



Kommentare:

  1. Liebe Margot!

    Wer immer nur strebt nach Hab und Gut,
    der verpasst was im Leben wirklich gut.

    Das weiß auch ich :-) , LG ClauDia.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Claudia, vielen Dank für deinen lieben Spruch, er passt genau.:-)

      Dir eine schöne Woche. Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  2. Die Geschichte ist wirklich klasse, Margot.
    Wenn der Mexikaner seine Millionen verdient hat ist niemand mehr da, mit dem er spielen kann. Die Kinder sind groß und kennen ihren Vater kaum, weil er ja nie da war. Die Ehefrau und die Freunde haben sich wahrscheinlich auch verabschiedet, weil er ja nie Zeit hatte. Und von all dem Stress ist er sicherlich krank geworden und kann seinen Lebensabend nicht mehr lange genießen... Und wofür? Er hatte schon alles vorher. Zeit mit seiner Familie zu verbringen, mit seinen Freunden, Zeit für sich und die schönen Dinge des Lebens sind viel mehr wert, als den Millionen hinterher zu hecheln.
    Etwas weniger als Millionen auf dem Konto tun es auch.^^
    Es ist wichtig, dass man in seinem Leben die richtige Balance für sich selbst findet.

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sonja, dein Kommentar ist wieder großartig. Es ist so, wie du es beschreibst. Dieser Fischer hat mehr von seinem Leben, als ein Mensch mit gerafften Millionen. Hat er noch Zeit um sein Geld auszugeben? Danke für deine guten Zeilen.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  3. Hallo Margot,

    es erinnert mich an das Lied von Udo Jürgens "Der gekaufte Drachen" :)
    Mir fällt es manchmal auch schwer die Balance zu finden, ich arbeite daran ;)

    Liebe Grüße
    Björn :)

    AntwortenLöschen