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Samstag, 7. Februar 2015

Der Heimkehrer

Es ist heute ein sehr kalter aber sonniger Tag. Ich lese im Internet Kurzgeschichten und muss bei einigen lachen, bei anderen weinen und bei dieser Nachfolgenden ist mir das Weinen mit Nachdenklichkeit gepaart sehr nah. Warum? Je älter ich werde umso weicher wird mein Herz, trotzdem ich nie versucht habe, Menschen mit Behinderung aus dem Weg zu gehen. 


Der Heimkehrer

Ein Soldat kam endlich nach Hause, nachdem er im Vietnamkrieg gekämpft hatte. Von San Francisco aus rief er seine Eltern an: 

“Mutter, Vater, ich komme nach Hause, doch ich muss euch um einen Gefallen bitten. Ich habe einen Freund bei mir, den ich gerne mitbringen würde.“ 

„Natürlich“, erwiderten seine Eltern, „Wir freuen uns, ihn kennen zu lernen.“

"Da gibt es aber noch etwas, das ihr wissen solltet”, fuhr der Sohn fort, “er ist im Kampf wirklich entsetzlich verletzt worden. Er ist auf eine Landmine getreten und hat einen Arm und ein Bein verloren. Er weiß nicht, wohin er gehen sollte und hat sonst niemanden, und ich möchte, dass er bei uns lebt.“

"Das tut uns aber leid, mein Junge. Vielleicht können wir ihm helfen, anderswo einen Ort zu finden, wo er leben kann.”

"Nein, Mutter und Vater. Ich möchte, dass er bei uns lebt."

"Mein Junge", sagte der Vater, “du weißt nicht, um was du uns da bittest. Jemand mit einer derartigen Behinderung wäre eine schreckliche Last für uns. Wir haben unser eigenes Leben zu leben und können nicht zulassen, dass sich etwas Derartiges da einmischt. Ich denke, du solltest einfach nach Hause kommen und diesen Kerl vergessen. Er wird schon irgendwie zurechtkommen.“ 

An diesem Punkt legte der Sohn den Hörer auf und die Eltern hörten nichts mehr von ihm.

Ein paar Tage später erhielten sie einen Anruf von der Polizei aus San Francisco. Ihr Sohn war gestorben nachdem er von einem Hochhaus gefallen war, wurde ihnen gesagt. Die Polizei glaubte, es sei Selbstmord gewesen. Die gramgebeugten Eltern flogen nach San Francisco und wurden auf den städtischen Friedhof gefahren, um in der Leichenhalle ihren Sohn zu identifizieren. Sie erkannten ihn, doch zu ihrem Entsetzen entdeckten sie auch etwas, das sie nicht gewusst hatten: ihr Sohn hatte nur einen Arm und nur ein Bein.

Die Eltern in dieser Geschichte sind wie viele von uns. Wir finden es leicht, die Gutaussehenden zu lieben oder diejenigen, bei denen es Freude macht, sie um sich zu haben. Doch wir mögen keine Leute, die uns Umstände machen oder dafür sorgen, dass wir uns unbehaglich fühlen. Wir halten uns lieber fern von Menschen, die nicht so gesund, schön oder klug sind wie wir.

Glücklicherweise gibt es jemanden, der uns nicht auf diese Weise behandelt. Jemanden, der uns mit so einer bedingungslosen Liebe liebt, dass er uns für immer in seiner Familie willkommen heißt, egal wie verkorkst wir sind.

Bevor du dich heute zum Einschlafen in deine Bettdecke hüllst, solltest du ein kleines Gebet sprechen, dass Gott dir die notwendige Stärke schenken möge, die Menschen so anzunehmen wie sie sind und dass er uns allen helfen möge, mehr Verständnis für diejenigen zu haben, die anders sind als wir!

- Verfasser unbekannt -

Kommentare:

  1. Das ist wirklich eine Geschichte zum Nachdenken, aber auch eine Geschichte, die mich wirklich sehr berührt. Auch muss ich an meinen bereits verstorbenen Schwiegervater denken, der im Rentenalter beide Beine amputiert bekam, der aber seinen Optimismus nie verloren hat und den wir alle geliebt haben.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid es ist so, die Geschichte berührt. Mein Schwager hatte auch nur noch ein Bein, er hatte das zweite Bein im Krieg verloren und lebte trotzdem fröhlich bis an seinem Lebensende. Es hätte schlimmer sein können, sagte er ... doch unabhängig davon, die Geschichte macht wirklich nachdenklich.
      Dir wünsche ich einen schönen Abend. Liebe Grüße, Margot.

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  2. Eine unglaublich berührende Geschichte, Margot, die sehr ans Herz geht und zum Nachdenken anregt.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Danke liebe Sonja, es ist eine Geschichte die mich wirklich berührt und ich werde noch mehr auf Menschen mit Behinderung achten, ohne ihnen Mitleid zu zeigen.

      Liebe Grüße, Margot.

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