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Donnerstag, 19. Februar 2015

Nachdenkliche Gedanken ...

Nun ist auch Aschermittwoch vorbei und die Tage verlaufen wie immer. Die meisten Menschen gehen zur Arbeit und verrichten ihre Tätigkeiten, auch wie immer. Menschen, die nicht mehr berufstätig sind, leben ihr Leben wie es ihnen gefällt. Viele Menschen haben Spaß an ihrem Leben und Andere sind verzagt, also nichts hat sich geändert. Die traurigen Tage mit Katastrophen und Unglück haben sich auch nicht geändert, sie geschehen immer noch. Die ständigen Wiederholungen des Ablaufs nennen wir Leben.

Warum ich heute so schreibe? Die nachfolgende Geschichte habe ich gelesen und bin im Moment sehr nachdenklich geworden. Schon kleine Dinge können das eigene Leben beeinflussen und uns Freud oder Leid bringen. Nur, da ich viele Geschichten von christlichen Web-Seiten entnehme, fällt es mir wirklich schwer, das Wort Gott zu schreiben. Ich schreibe etwas auf, an das ich nicht glaube, nicht glauben kann ... und hoffe, es gibt ihn doch. 

Gottes Umwege
(Verfasser unbekannt)

Wenn bei dir nächstes Mal schon am Morgen alles schief zu laufen scheint, die Kinder sich zu langsam anziehen, du die Autoschlüssel nicht findest und vor jeder roten Ampel stehen bleiben musst, dann werde nicht ärgerlich oder frustriert. 

Nach der schrecklichen Katastrophe am 11. September 2001 habe ich mit einem Geschäftsmann gesprochen, den ich nicht kannte, mit dem ich nie zuvor gesprochen habe und mit dem ich höchstwahrscheinlich auch nie wieder sprechen werde. Doch an diesem speziellen Tag war ihm nach Reden zumute. Er war der Chef eines Sicherheitsdienstes, der den verbliebenen Mitarbeitern eines anderen Sicherheitsdienstes, der durch den Angriff auf die Zwillingstürme stark dezimiert worden war, angeboten hatte, seine Büroräume mit zu benutzen. Mit einer Stimme voller Ehrfurcht erzählte er mir Geschichten darüber, wieso diese Mitarbeiter am Leben geblieben waren während ihre Kollegen in den Tod gerissen wurden. Letzten Endes ging es in all diesen Geschichten um die kleinen Dinge, die uns so passieren. Der Chef selbst kam an diesem Tag zu spät weil sein Sohn seinen ersten Kindergartentag hatte. Ein anderer Mann lebte noch weil er an diesem Tag an der Reihe war, die Brötchen zu holen. Was mich wirklich ergriffen hat war die Geschichte von dem Mann, der an diesem Morgen ein paar neue Schuhe angezogen hatte, sich dann auf den Weg machte, aber noch vor seiner Ankunft am Arbeitsplatz feststellte, dass er sich eine Blase gelaufen hatte. So machte er noch kurz an einer Drogerie Halt um sich Pflaster zu kaufen. Nur deshalb ist er heute noch am Leben. 
Wenn ich jetzt im Verkehr stecken bleibe, den Aufzug verpasse, noch einmal umkehren muss weil das Telefon klingelt ... all die kleinen Dinge, die mich so nerven … dann denke ich: das ist genau das, wo Gott mich gerade in diesem Moment haben will. Möge Gott fortfahren, dich mit all diesen lästigen Dingen zu segnen. 

Trost der Tränen

Wie kommt's, daß du so traurig bist, 
Da alles froh erscheint? 
Man sieht dir's an den Augen an; 
Gewiß! du hast geweint. 

"Und hab' ich einsam auch geweint, 
So ist's mein eigner Schmerz, 
Und Tränen fließen gar so süß, 
Erleichtern mir das Herz." 

Die frohen Freunde laden dich: 
O, komm an unsre Brust! 
Und was du auch verloren hast, 
Vertraure den Verlust. 

"Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht, 
Was mich, den Armen quält. 
Ach nein, verloren hab' ich's nicht, 
So sehr es mir auch fehlt." 


So raffe denn dich eilig auf, 
Du bist ein junges Blut. 
In deinen Jahren hat man Kraft
Und zum Erwerben Mut. 

"Ach, nein, erwerben kann ich's nicht, 
Es steht mir gar zu fern. 
Es weilt so hoch, es blinkt so schön, 
Wie droben jener Stern." 

Die Sterne, die begehrt man nicht, 
Man freut sich ihrer Pracht, 
Und mit Entzücken blickt man auf
In jeder heitern Nacht. 

"Und mit Entzücken blick' ich auf
So manchen lieben Tag; 
Verweinen laßt die Nächte mich, 
So lang ich weinen mag."

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik


"Träume verleihen uns die Kraft, dort weiter zu machen, wo die Hoffnung längst aufgegeben hat."


"Man braucht eine Sekunde,
einen Menschen zu bemerken,
eine Stunde, ihn lieb zu gewinnen,
aber ein ganzes Leben ihn zu vergessen!"



Kommentare:

  1. Die Geschichte des Geschäftsmannes hat mich auch sehr nachdenklich gemacht.
    Wie oft ärgert man sich wirklich über solche Verzögerungen und dann entscheiden sie über unser Schicksal... bei diesen Geschichten bekomme ich immer eine Gänsehaut.

    Auch der letzte Spruch geht mir sehr ans Herz.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja, es ist wirklich eine Geschichte zum Nachdenken. Uns passieren bestimmt auch solche Momente, nur, wir freuen oder ärgern uns darüber und vergessen sie, ohne darüber nachzudenken. Leider!

      Der letzte Spruch geht mir auch ans Herz. Vielleicht, weil wir so etwas schon erlebt haben ?
      Für heute wünsche ich dir einen wundervollen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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  2. Wie oft ärgert man sich, weil irgendetwas nicht so läuft, wie geplant. Die Geschichte von dem Geschäftsmann zeigt uns einen neuen Blickwinkel. Vielen Dank dafür!
    LG und schöne Woche
    Eva

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    1. Liebe Eva, es ist so, wie du schreibst, wir haben nur nicht aus diesem Blickwinkel des Geschäftsmannes darauf geachtet. Ich werde versuchen zukünftig darauf zu achten.
      Einen schönen Tag mit guten Momenten wünsche ich dir. Liebe Grüße, Margot.

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  3. Hallo Margot,

    diese Geschichte sollte man wirklich immer "parat" haben um sie einigen immer unzufriedenen Menschen zum Lesen zu geben, dass trifft es genau. Ich darf mir die Geschichte mitnehmen?

    LG
    Elke

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    1. Hallo Elke, du kannst dir gerne die Geschichte mitnehmen, der Autor ist unbekannt. Freut mich aber, dass dir die Geschichte gefällt.

      Wünsche dir noch einen schönen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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  4. Komischerweise habe ich auch schon solche Dinge erlebt, Kleinigkeiten eben und dann stellt man fest - glücklicherweise war es so :)

    Mich erinnert es an das Lied "Würfelspiel" von Juliane Werding, vielleicht kennst Du es.

    Wahrscheinlich gibt es keine Zufälle, nur Vorhersehung :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Hallo Björn, ja solche Dinge hat wohl schon jeder mal erlebt und die meisten Menschen haben nicht darauf geachtet. Schade ...
      Du hast recht mit dem Lied "Würfelspiel", ich kenne es, habe es aber noch einmal angehört. Das gleiche Thema ...
      Wenn man es immer wüsste, Zufall oder Vorsehung?
      Auf jeden Fall wünsche ich dir eine gute Nacht. Liebe Grüße, Margot.

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  5. Mir geht es ähnlich wie Björn. Auch ich habe mich schon manchmal geärgert, weil wir z.B.nicht frühzeitig von zu Hause weggekommen sind. Dann war auf der Autobahn plötzlich ein Unfall, in den wir vielleicht sogar hinein geraten wären,wenn wir tatsächlich früher losgefahren wären. Ich glaube eigentlich auch weniger an Zufälle, sondern dass es wahrscheinlich schon vorbestimmt ist. Aber wir wissen es nicht....
    LG
    Astrid

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    1. Ja Astrid, ich weiß auch nicht 100-prozentig, wie ich diese Dinge einordnen soll. Zufall oder ...? Vielleicht doch Vorbestimmung? Wie gerne würde ich, wie es Irmi schreibt, sagen können, unser Leben ist vorbestimmt.
      Herzliche Grüße sendet dir Margot.

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  6. Liebe Margot,
    es sind fast immer die kleinen Dinge, die unser Leben verändern.
    Wunderschöne Geschichte und Gedichte. Unser Leben ist vorbe-
    stimmt, daran glaube ich ganz fest.
    Einen schönen Restabend wünscht
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, da gebe ich dir recht, fast immer verändern kleine Dinge das Leben. Gerne würde ich ganz fest sagen können, unser Leben ist vorbestimmt. Vielen Dank für deine Zeilen.
      Liebe Grüße, Margot.

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