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Freitag, 17. April 2015

Macht in den falschen Händen ...


Kann man bei diesem Wetter ernste Themen anschneiden? Nein, kann ich nicht, dieser große politische Mist regt mich nur auf, weil diese Politik nicht mehr für mich der Bürgerin gemacht wird. Es geht nur noch ums Geld. Egal wo ich hinschalte oder was ich lese, nur die "da Oben" bekommen mehr Geld. Der Rentner bekommt eine Erhöhung von 2,1 % in diesem Jahr, der Parlamentarier um 830 auf 9082 Euro monatlich. Sogar das Gesundheitswesen wird verkauft. Die privaten Pflegeheime und Krankenhäuser wachsen wie Pilze aus dem Boden und der Bürger muss immer mehr zahlen. Die Energie wird immer teurer, trotzdem es angeblich billiger wird. Seid Sigmar Gabriel Wirtschaftsminister ist, hört der
Bürger/Bürgerin nichts Gutes mehr. Nur den Wirtschaftsunternehmen wird gut zugesprochen. Nein, ich will nicht mehr ... bei Spiegel-Online kann man folgendes lesen: "In einem neuen Wirtschaftsforum will die SPD den Kontakt zu Unternehmern pflegen. Zum Auftakt erinnerte Sigmar Gabriel an Fabrikanten in der Ahnenreihe - und lockte heutige Unternehmer mit mehr Mitspracherechten als bei der Union." 


Die nachfolgenden Sprüche sind von mir für eine Regierung gedacht, die in unserem Land die Macht ausüben.


Der Zugang zur Macht muß Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.
Platon


Geld ist das Brecheisen der Macht.
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, 

Wer von Macht spricht, spricht von Gewalt.
Honoré de Balzac (1799 - 1850), französischer Philosoph und Romanautor


Der Blick der Menschheit war bisher zu stumpf zu erkennen, daß die mächtigsten Menschen große Schauspieler waren.
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist

Ehre und Macht verhärten das Herz und in ihren Höhen leben in der Regel die unglücklichsten und unzufriedensten Menschen, weil das Herz nie ruheloser und ungesättigter ist, als wenn es alles hat.
Heinrich Hansjakob
(1837 - 1916), Pseudonym: Hans am See), katholischer Geistlicher

Nichts schädigt mehr den Staat als Alleinherrschaft.
Euripides (480 - 407 v. Chr.), griechischer Tragödiendichter

Der Größe Mißbrauch ist, wenn von der Macht sie das Gewissen trennt.
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker


Immer zieht die Macht auch das Geld an.
Leopold von Ranke (1795 - 1886), Berliner Historiker

Keine Macht darf über dem Recht stehen.
Marcus Tullius Cicero
(106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann


Wenn ihr von diesen Aphorismen das Negative nehmt, dann ist diese Regierung gemeint. Nein, unsere Regierung kann ich nicht schreiben, sie ist nicht meine Regierung, auch wenn ich in diesem Land wohne. Viele Menschen werden so denken und es ist gut so und richtig ...


Kommentare:

  1. Da haben Sie einen Nerv getroffen und mit Ihrem Rückgriff auch auf die Antike ausgewählt, was die Menschen zurecht bewegt und erzürnt, liebe Margot! Eigentlich wollte ich mich nicht mehr als Fremdling einmischen, aber Ihre Resolutheit, die Dinge beim Namen zu nennen, gefällt mir. Ja, der Herr Genosse Gabriel, wie die Regierung überhaupt, unternimmt alles auch, um dem Freihandel der Monsterbanken und -Konzerne zu gefallen. Unser Shakespeare hat, wie immer, recht: Die Herrschaften haben kein Gewissen.

    Hoffentlich bin ich nicht zu aufdringlich mit meinem Kommentar und dem vor vier Jahren verfaßten Vers über

    Etikette – Etiketten - Kuckuck

    »Der Staat bin ich«, so sagte mal ein König;
    Die Monarchie erstrahlte sonnengleich.
    Viel später stimmte, ach, das Volk versöhnlich
    Die Guillotine, tödlich für gewöhnlich,
    Doch demokratisch und französisch auch zugleich.

    Bloß mit der Macht im Geiste kam abhanden,
    Nebst Gleichheit gar der brüderliche Sinn.
    Das Bürgertum jedoch hat gut verstanden
    Die Welteroberung. Nur kam dabei zuschanden
    Die Freiheit und der Mensch als Mensch darin.

    Auf Märkten kann nur Ware, Ware sein.
    Und Etiketten kleben überall
    Auf Pflanzen, Tieren, Menschen, groß und klein,
    Am Wissen, Boden, Wasser, Äther, auf dem Schein
    Zum Jenseits – auf dem Mond wie auf dem Erdenball.


    Lassen wir uns jedoch trotzdem nicht die Laune für den Weg ins Wochenende vermiesen. Meine "bessere Hälfte" unser Sohn mit Anhang und ich jedenfalls, wir genießen trotz alledem unsere Perlenhochzeit. Bei aller Bescheidenheit, regiert dabei nicht das Geld.
    Herzlich
    E.R.

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    1. Guten Morgen lieber E. Rasmus, nein Sie müssen sich nicht als Fremdling fühlen. Sie sind bei mir herzlich willkommen und ich bedanke mich für Kommentar und Gedicht, was ich abgespeichert habe.
      Es ist schön zu lesen, dass sie 30 Jahre verheiratet sind und ich möchte zur Perlenhochzeit gratulieren. Meine herzlichsten Glückwünsche, verleben Sie, im Kreise Ihrer Lieben, einen schönen Tag, auch wenn das Geld nicht regiert. :-)
      Herzliche Grüße, Margot.

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  2. Ich habe mir fast abgewöhnt mich über diese Dinge aufzuregen, seit ich auf der Welt bin und darüber mir Gedanken machen kann ist es so, wie Du es hier aufzählst und gefühlsmäßig wird es immer schlimmer - Profit regiert die Welt :(

    Aber versuchen wir dennoch unsere Zeit zu genießen, nicht wahr ;)

    Liebe Grüße und ein tolles Wochenende für Dich
    Björn :)

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    1. Ja Björn, ich möchte mich ja auch nicht aufregen, manchmal kommt es aber trotzdem durch. Du hast recht, wir genießen die Zeit und lassen den anderen ihre Profitgier. :-)
      Wünsche dir auch ein wundervolles Wochenende. Herzliche Grüße, Margot.

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  3. Vielen Dank für Ihr Entgegenkommen, liebe Margot! Und ich darf auf den Beginn der 30 persönlich erlebten Jahre im Konsens mit Ihrem Vorschlag, lieber Björn, noch etwas erwidern?

    Perlenhochzeit

    Von unsichtbaren Schnüren
    Ließ nachts am Himmelszelt
    Der Kleine Bär sich führen.
    Ich hatt‘ voll Sternallüren
    Mich selbst ihm zugesellt.

    Mit Blicken, wie aus Ketten
    Von Stern- zu Sternenbild,
    Sucht ich mich weich zu betten
    Auf Mondlichtlagerstätten,
    In Silber eingehüllt.

    Da sah ich einen Regen
    Aus Perlen niedergehn
    Und sinnenreich sich legen
    Wie ein Juwelensegen
    Von mondbeseelten Feen.

    Erwacht, doch wie im Traume
    Fand eine Perle ich
    - grad‘ noch am Erdensaume.
    Die Schnur vom Weltenraume
    Des Bär’n beschenkte mich.


    Mutet der Vers für meine Frau etwas kitschig an?

    "Aber versuchen wir dennoch unsere Zeit zu genießen,"
    denn
    "das Leben ist bunt".

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    1. Hallo lieber E. Rasmus, nein, der Vers ist nicht kitschig sondern schön. Ja, wir genießen die Zeit, denn das Leben ist wirklich bunt. Vielen Dank für all Ihre Worte und ein wundervolles Wochenende wünsche ich.
      Herzliche Grüße, Margot.

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