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Sonntag, 30. August 2015

Kein Schlaf ... Vollmondnacht

Das Wetter hat gewechselt, die Hitze ist wiedergekommen, der Schlaf hat mich gemieden und ich schau auf dem Kalender, Vollmond am 29. August 2015 !!! Muss ich dazu noch etwas sagen? Meine Erschöpfung ist also nicht gespielt ... und ich überlege, habe ich schon mal über diesen Schlafraubenden Gesellen geschrieben? Nein ... aber jetzt.



Schlaflose Vollmondnacht


Kann nicht schlafen, ist so hell,
Suche nach des Lichtes Quell,
Die Sterne sinds nicht, schon längst verglommen,
Der Mond der ists, von dem die abendlichen Licher kommen.

Nur einen Augenblick erkannt,
Hat er sich in meinen Geist gebrannt,
Ich kann nicht wegschauen, nicht jetzt, vielleicht irgendwann,
Noch zieht mich der Mond in seinen Bann.

Nur Gestein, so sagte man mir,
Doch etwas anderes leuchtet hier,
So Lebensfreudig streichelt das Mondlicht über meine Haut,
Der Mond der ists, der meinen Schlaf heut klaut.

Ich beschuldige ihn nicht, Danke ihm für seine Pracht,
Die er mir bietet in jeder schlaflosen Vollmondnacht,
Will jetzt nicht ruhen, wüsst' nichtmal ob ich es jetzt kann,
Noch zieht mich der Mond in seinen Bann.

Am Horizont sinkt er nieder,
Ich singe tausend Klagelieder,
Wenn er sich niederlegt, das Morgengrauen erwacht,
welch wunderschöne, schlaflose Vollmondnacht.


Alon


sag mir ...


sag mir doch, du runder Mond
was du dort oben tust
ob wirklich keiner auf dir wohnt
wenn doch, nach was er sucht

sag mir doch, warum du immer
wieder neu erstehst
und wie du als heller Schimmer
in meine Träume schwebst

sag mir auch, wie alles hier
sich ständig nach dir dreht
warum oft der Menschen Gier
sich nur nach dir bewegt

sag mir, warum meine Sehnsucht
durch dich noch größer scheint

vor meinem Herzen auf der Flucht
hab ich in dieser Vollmondnacht
in deinem Arm geweint


Filou



Wir sind aus solchem Zeug ...

Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen
Und Träume schlagen so die Augen auf
Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen,

Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf
Der Vollmond anhebt durch die große Nacht.
... Nicht anders tauchen unsre Träume auf,

Sind da und leben wie ein Kind, das lacht,
Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben
Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht.

Das Innerste ist offen ihrem Weben,
Wie Geisterhände in versperrtem Raum
Sind sie in uns und haben immer Leben.

Und drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum.

Hugo von Hofmannsthal


Herzlichst Margot

Kommentare:

  1. Liebe Margot,
    der Vollmond macht mir zum Glück nichts aus, ich kann schlafen. Was mir den Schlaf raubt, das ist der Wind. Wenn es draußen sehr windig ist oder gar stürmt, dann bin ich innerlich so nervös, dass ich ganz schlecht schlafe.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid, ich mag auch keinen Wind, besser gesagt, laute Windgeräusche. Sie stören mich am Tag.
      Nur, der Vollmond raubt mir den Schlaf, auch wenn ich nicht weiß, wann Vollmond herrscht. Leider!
      Wünsche dir einen wundervollen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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