Seiten

Dienstag, 6. Oktober 2015

Ehen, kurz betrachtet ...

Heute beim Einkauf sah ich verschiedene Ehepaare, hörte ihre Reden, betrachtete ihre Gesten, und machte mir meine Gedanken über diese Ehen. Ob ich richtig gelegen habe, weiß ich nicht, es hat aber Spaß gemacht und ich habe sie in die unten stehenden 5 Kategorien versucht einzuordnen. 


Die Ehe - kritisch betrachtet

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der die Standesämter Hochkonjunktur haben. Es gibt immer noch junge Menschen, die den witzigen Schritt in die Ehe wagen, aus welchen Gründen auch immer.

Lassen Sie Ihre Ehe mal Revue passieren. Vielleicht passt sie in eine der folgenden Kategorien der Studie des Dr. John Cuber. Er untersuchte das Verhalten von 440 Ehepaaren mit mindestens zehnjähriger Erfahrung. Dabei kam heraus, dass die meisten Ehen aus Heucheleien, Lügen, Entfremdung, Resignation bestehen. Aus diesen Ergebnissen bildete Dr. Cuber fünf Kategorien:

Die Streitehe

Hier reiben sich die Eheleute aus dem kleinsten Anlass. Vor den Kindern, Verwandten, Freunden und Fremden spielen sie Harmonie. Die gegenseitigen Gefühle reichen aus, um zusammen zu bleiben.


Die gleichgültige Ehe

hat früh ihren Schwung verloren. Es gibt weder Kampf, noch böse Worte. Apathie beherrscht die Szene. Trotzdem bleiben die Partner zusammen.

Die passive oder kongeniale Ehe

In dieser Verbindung gibt es ebenfalls keinen Streit. Die Eheleute suchen krampfhaft nach Gemeinsamkeiten, die es nicht gibt. Sie kennen ihre Enttäuschungen genau und wahren raffiniert, überspielt durch gegenseitige Aufmerksamkeiten, den Ehefrieden.

Die vitale Ehe

Sie lebt aus einer starken Resonanz. Der Alltag kann ihr nichts anhaben. In dieser Verbindung gibt es einen nie versiegenden Kraftquell, der aus verschiedenen Strömen gespeist wird. Zum einen die Erotik, zum anderen aus der Freude, mit dem Partner gemeinsam alle Probleme zu bewältigen. Die Kinder schlingen ebenfalls ein starkes Band um ihre Eltern.

Kommen wir zu der letzten Kategorie, zu der wir alle gehören:

Die vollkommen glückliche Ehe

Sie soll die seltenste von allen sein. Das mag in Amerika zutreffen, aber nicht bei uns, oder? Ähnlich wie die vitale Ehe ist der Unterschied, dass hier viele Gemeinsamkeiten bestehen. Es ist das Gleichgewicht zwischen Kopf, Herz und Leib. Sag ich doch: genau wie bei uns.

Heinz Naß
Gefunden in der Zeitschrift "Glück"
Nach meiner heutigen Einschätzung, führen die meisten Ehepaare eine gleichgültige Ehe. Apathie ist bei ihnen das Zauberwort, was verbindet. Die glücklichsten Ehepaare waren für mich ältere Ehepaare, sie unterhielten sich sogar über die Ware und machten ein zufriedenes Gesicht.




Kommentare:

  1. Hallo Margot,

    interessante Einblicke - Danke :) Ich teile Deine Meinung - Apathie ist heute weit verbreitet, leider. Wenn ich manchesmal ältere Ehepaare sehe und wie man miteinander umgeht und wie lange (meist ein ganzes Leben) die Ehen früher gehalten haben. Drum prüfe wer sich ewig bindet...

    Oft werden heute Ehen bei den ersten Schwierigkeiten geschieden, schade eigentlich.

    Liebe Grüße
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Björn, du hast recht, früher war die Ehe heilig, wie man so sagte. Heute wird geheiratet, mit dem Vorsatz, wir können uns ja wieder scheiden lassen. Nein, es sind keine Ehen die mir gefallen.

      Wünsche dir noch einen schönen Abend. Herzliche Grüße, Margot.

      Löschen