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Donnerstag, 10. März 2016

Frühlingstraum

Die Sonne lacht in mein Zimmer und zeigt, es wird bald Frühling sein. Die Tauben sitzen im Baum und schwingen sich im leichten Wind der Äste. Mein Blick erfasst dieses friedliche Bild, speichert es im Herzen und gibt Frühlingsträume frei.



Frühlingstraum
Ich träumte von bunten Blumen, 
So wie sie wohl blühen im Mai; 
Ich träumte von grünen Wiesen, 
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten, 
Da ward mein Auge wach; 
Da war es kalt und finster, 
Es schrieen die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben, 
Wer malte die Blätter da? 
Ihr lacht wohl über den Träumer, 
Der Blumen im Winter sah?

Ich träumte von Lieb' um Liebe, 
Von einer schönen Maid, 
Von Herzen und von Küssen, 
Von Wonn' und Seligkeit.

Und als die Hähne krähten, 
Da ward mein Herze wach; 
Nun sitz' ich hier alleine 
Und denke dem Traume nach.

Die Augen schließ' ich wieder, 
Noch schlägt das Herz so warm. 
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt' ich mein Liebchen im Arm?

Wilhelm Müller (1794-1827)


Der Veilchenkranz


Ich wand mir einst einen Veilchenkranz 
Bei Mondenschimmer und Sternenglanz, 
Die Drossel sang und die Nachtigall schlug, 
Laut klopfte das Herz, das im Busen ich trug. 

Ach, dacht' ich, wenn der Morgen graut, 
Wird auch mein Kränzchen überthaut; 
Dann blühen die Veilchen noch einmal so schön, 
Und werden den Tag über Kühlung mir weh'n. 

Der Morgen graute, die Lerche schwang 
Vom Saatgefilde sich auf und sang. 
Die Nachtigall schwieg, es fiel der Thau, 
Und schmückte mit Perlen die Blumenau. 

Es wogt' und wallte das Flammenmeer 
Der Morgenröthe von Osten her. 
Ich sah mein Kränzchen vom Strahl umglüht, 
Ich sah mein Kränzchen, es war verblüht. 

Da freute mich des Morgens Licht, 
Mich freute das Lied der Lerche nicht. 
Ich weint' und blickte mit trübem Sinn 
Auf meine verwelkten Blumen hin. 

Ein Lüftchen wehte mir leise zu: 
Du armer Jüngling, was weinest du? 
Was blickst du auf's Kränzchen mit trübem Sinn? 
Was einmal verwelkt, ist auf ewig dahin! 

"Auf ewig?" rief ich voll bitterm Schmerz, 
Und drückte die Blumen an's bange Herz. 
Lebt wohl dann! ihr duftet auf ewig nicht mehr. 
Das Kränzchen hieß Hoffnung; drum weint' ich so sehr. 


Siegfried August Mahlmann



Die ersten Sonnenstrahlen
Die ersten Sonnenstrahlen sind wie dein Lächeln.
Sie wärmen Herz und Seele.


- © Monika Minder -


Kommentare:

  1. Liebe Margot,
    Du hast mit Deinem heutigen Beitrag den Frühling ein Stückchen näher geholt.
    Bunte Blumen, Sonne und das aufkeimende Grün, alles das zaubert der Frühling wieder hervor und lässt unsere Herzen höher schlagen. Ich glaube, nichts erwarten wir jedes Jahr sehnlicher als den Frühling.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      ein erneuter Versuch mich für deine Worte zu bedanken.
      Der Frühling möge kommen, auch ich warte auf ihn.
      Herzliche Grüße, Margot.

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  2. Guten Morgen, liebe Margot,
    schöne Gedanken und Gedichte. Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende!
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Liebe Regina,
      hab vielen Dank für deine lieben Worte.
      Ich wünsche dir auch ein wundervolles Wochenende.
      Liebe Grüße, Margot.

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  3. Meine liebe Margot,
    wieder wunderschöne Gedichte. Und die Fotos
    passen dazu.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi,
      vielen Dank für deine lieben Worte.
      Es freut mich, wenn etwas gefällt.
      Dir ein schönes Wochenende und viel Ruhe.
      Herzliche Grüße, Margot.

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