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Montag, 7. März 2016

Johann Wolfgang von Goethe


Das Wetter ist trüb und regnerisch, meine Gedanken gehen zu Dichter und Denker. Bei Johann Wolfgang von Goethe bleiben meine Gedanken stehen, in meinen Augen ist er nicht nur Dichter, sondern auch Denker.


Johann Wolfgang von Goethe

Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren. Er begann sein Studium der Jura 1768 in Leipzig, das er aber wegen einer schweren Krankheit unterbrach und 1771 in Straßburg fortsetzte. Auf Einladung von Herzog Carl August zog er nach Weimar, wo er ab 1776 im Staatsdienst arbeitete. 1786-1788 erste Italienreise, 1790 zweite Italienreise. Goethe starb am 22.3.1832 in Weimar.

Johann Wolfgang von Goethe war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit.

Sein Schaffen ist sehr groß, doch ich habe nur ein paar kurze Gedichte zum Aufschreiben und Lesen. 


Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.



Genieße mäßig Füll und Segen,
Vernunft sei überall zugegen,
Wo Leben sich des Lebens freut.
Dann ist Vergangenheit beständig,
Das Künftige voraus lebendig,
Der Augenblick ist Ewigkeit.
Johann Wolfgang von Goethe


Mann mit zugeknöpften Taschen,
Dir tut niemand was zulieb:
Hand wird nur von Hand gewaschen;
Wenn du nehmen willst, so gib!
Johann Wolfgang von Goethe 




Rätsel
Ein Bruder ist’s von vielen Brüdern,
In allem ihnen völlig gleich,
Ein nötig Glied von vielen Gliedern
In eines großen Vaters Reich;
Jedoch erblickt man ihn nur selten,
Fast wie ein eingeschobnes Kind:
Die andern lassen ihn nur gelten
Da, wo sie unvermögend sind.
(Schalttag)
Johann Wolfgang von Goethe 


Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!


Ungeduld

Immer wieder in die Weite,
Über Länder an das Meer,
Phantasien, in der Breite
Schwebt am Ufer hin und her!
Neu ist immer die Erfahrung:
Immer ist dem Herzen bang,
Schmerzen sind der Jugend Nahrung,
Tränen seliger Lobgesang.


Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
Wer nie die kummervollen Nächte
Auf seinem Bette weinend saß,
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.

Ihr führt ins Leben uns hinein,
Ihr laßt den Armen schuldig werden,
Dann überlaßt ihr ihn der Pein,
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.







Kommentare:

  1. Wahre Botschaften durch die Blume gesprochen, liebe Margot!
    Und wo Sie treffend dieses Universalgenie als Naturforscher kennzeichnen, fiel mir sofort die 1784 von Goethe gemachte Entdeckung des Zwischenkieferknochens ein, welchen Säugetiere und Menschen gemeinsam haben. Damit erbrachte der Dichter, Maler, Minister und nicht zuletzt auch Naturforscher den Beweis von der Entwicklung des Menschen aus dem Tierreich - vor Darwins detaillierter Abstammungslehre.
    Aktuell fällt mir gar noch ein Goethewort ein, das sich die Politiker insbesondere hinter die Ohren schreiben müßten - so sie dessen überhaupt fähig wären:

    "Wir lernen die Menschen nicht kennen,
    wenn sie zu uns kommen;
    wir müssen zu ihnen gehen,
    um zu erfahren, wie es mit ihnen steht."

    Gefunden in den "Maximen und Reflexionen" - ein Büchlein, welches mir einst eine Jugendfreundin (in der Tat) aus meiner FDJ-Zeit geschenkt hatte. Da denke ich dran, weil der 7. März das Gründungsdatum vor 70 Jahren war.
    Und da wir inzwischen den 8. März bereits schreiben, komme ich nicht umhin, Goethes Freund Friedrich Schiller, den ich ebenso verehre, mit den folgenden Zeilen zu zitieren:

    Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
    Himmlische Rosen ins irdische Leben,
    Flechten der Liebe beglückendes Band,
    Und in der Grazie züchtigem Schleier
    Nähren sie wachsam das ewige Feuer
    Schöner Gefühle mit heiliger Hand.


    Ihnen, liebe Margot, noch eine blumige Woche mit Frühlingserwachen im Sinne von unserem Johann Wolfgang

    "Ich ging im Walde so für mich hin,
    und nichts zu suchen das war mein Sinn
    ..."

    E.Rasmus

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    1. Hallo und guten Morgen, lieber E.Rasmus, vielen Dank für die wunderschönen Worte. J. Wolfgang von Goethe finde ich noch heute als Ausnahmetalent. Friedrich Schiller ist großartig gewesen, aber für mich leider zu ernst, oder kommt es mir nur so vor?
      Ich bedanke mich jedenfalls für all Ihre Worte, sie sind sehr schön und mit Inhalt gespickt. Wünsche Ihnen einen schönen Tag. Herzliche Grüße, Margot.

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  2. Guten Morgen liebe Margot,
    mit Goethe den Tag zu beginnen, das ist eine gute Sache. Er hat Großes geschaffen, etwas, das niemals an Aktualität verlieren wird. Ich bewundere sein Werk sehr!
    Herzliche Grüße und einen schönen Tag dir
    Regina

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    1. Guten Morgen liebe Regina, mit J. Wolfgang von Goethe den Tag anzufangen, da macht man nie etwas Falsch. Seine Gedichte sind, in meinen Augen, romantisch. Seine Werke wie "Faust", einfach großartig, auch seine Zitate.
      Wünsche dir einen schönen Tag, herzliche Grüße, Margot.

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  3. Worte, die damals wie heute ihre Geltung haben, ja, das macht wohl wahre Dicht- und Denkkunst aus :)
    LG Eva

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  4. Liebe Margot,
    mit dem großen Dichterfürst den Tag beenden ,ist auch
    wunderschön. Du hast wieder tolle Dinge zusammengestellt.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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