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Donnerstag, 17. März 2016

Wie der Mond zu den Sternen kam

Mein Tag fing heute mit einem herzlichen Lachen an, denn ich war auf der Suche nach einer schönen Geschichte und landete zuerst bei Regina. http://zv-vontagzutag.blogspot.de/ Sie erzählt eine Geschichte über die ich so herzlich Lachen musste. So gut gelaunt ging es zur "Leselupe", wo ich diese unten stehende Geschichte las. Sie wurde 2003 von Lucrezia geschrieben und ich möchte nicht, dass sie verloren geht. Es sind schon 13 Jahre vergangen.


Wie der Mond zu den Sternen kam


Jeden Morgen, wenn der Tag erwachte, ging die Sonne auf. Und jeden Abend, wenn der Tag sich zur Ruhe legte, ging sie wieder unter und die Nacht brach an. Das waren die Momente, in denen sich Sonne und Mond für einige Minuten begegneten und eine Schwätzchen hielten.
Der Mond liebte diese Begegnungen mit der Sonne, denn er hörte ihren Geschichten sehr gerne zu. Sie hatte immer sehr viel zu erzählen von all den Dingen, die sie tagsüber erlebte.
Der Mond lauschte sehnsüchtig all den Geschichten von den Tieren, die sich tagsüber in bunter Vielfalt auf der Erde tummelten, und all den Menschen die die tollsten Dinge unternahmen. Am liebsten hörte der Mond aber die Geschichten all der fröhlichen Kinder, die sich ausgelassen in Gärten und auf Spielplätzen tummeln.
Der Mond wurde immer ein wenig traurig, wenn er der Sonne lauschte, denn es gab wenig, woran er sich des Nachts erfreuen konnte. Es gab niemanden, mit dem er sich nachts unterhalten konnte, denn er stand ganz alleine am nächtlichen Himmel.
Es gab kaum etwas zu beobachten, denn die meisten Tiere begaben sich in ihren Höhlen, Nestern und anderen Nachtlagern zur Ruhe. Und auch die meisten Menschen kuschelten sich des Nachts in ihre Betten
Aber nicht nur, dass es kaum etwas zu beobachten gab, es kam ja auch noch hinzu, dass es nachts einfach zu dunkel war und sein Licht nicht ausreichte die Erde zu erhellen, um überhaupt etwas sehen zu können
Der Mond langweilte sich fürchterlich, aber was noch schlimmer war, er fühlte sich von Tag zu Tag einsamer, so alleine am nächtlichen Himmel. Ab und zu kam ja mal eine Wolke vorbei, aber die hatten es immer sehr eilig, und es blieb wenig Zeit für ein Gespräch.
Er wünschte sich nichts sehnlicher als nachts ein wenig Gesellschaft zu haben.
Von Nacht zu Nacht wurde der Mond trauriger. Eines nachts war er dann so traurig, dass er anfing zu weinen. Tränen kullerten seine Wangen hinunter und tropften in den nächtlichen Himmel. Immer mehr und mehr.
Aber was war das? Was geschah mit den Hunderten von Tränen, die der Mond vor lauter Einsamkeit weinte? Plötzlich fingen sie an zu glitzern und zu strahlen, und jede Träne suchte sich einen Platz am nächtlichen Himmelszelt und verwandelte sich in einen Stern.
Ja so kam der Mond zu den Sternen, er brauchte nun nie mehr einsam zu sein. Und vor lauter Glück weinte er noch ein paar Tränen mehr...


Herzlichst Margot.

Kommentare:

  1. Liebe Margot,
    da hast du wieder eine wunderschöne Geschichte eingesetzt.
    Ich mag die Erzählungen von Regina auch sehr.
    Einen angenehmen Restabend wünscht dir
    Irmi

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    1. Guten Morgen liebe Irmi,
      vielen Dank für deine lieben Worte.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag. Herzlichst Margot.

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  2. Guten Morgen liebe Margot,
    danke schön für deine lieben Worte und fürs Verlinken! Die Geschichte, die du uns heute vorstellst, gefällt mir auch sehr gut. So war das also mit dem Mond und den Sternen, eine schöne Vorstellung!
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende dir
    Regina

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    1. Guten Morgen liebe Regina,
      ich habe dich gerne Verlinkt, denn deine Geschichte ist schön.
      Danke auch für deine lieben Worte über die Geschichte von Lucrezia.
      Wünsche dir einen schönen Tag, mit anschließendem Wochenende. Herzliche Grüße, Margot.

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  3. Liebe Margot,
    eine niedliche Geschichte hast Du heute eingestellt. Ich bin froh, dass es den Mond und die Sterne gibt. Vielleicht sind es ja inzwischen die Freudentränen des Mondes, die neue Sterne am Himmel blinken lassen, denn traurig braucht er ja nun nicht mehr zu sein. Er ist ja nicht mehr allein am Himmel.
    So, jetzt hopse ich noch schnell zu Regina rüber.
    Ich wünsche Dir einen schönen Freitag und schicke Dir
    LG
    Astrid

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  4. Ich schließe mich gerne den anderen Kommentaren an, liebe Margot. Wenn es den Menschen auch so ginge, wie die Pointe des Märchens verheißt! Ich warte meist auf die

    Zeitspanne bis zum Morgen

    Die Nacht umfing das kleine Ich;
    Stumm blieb sie, oft befragt.
    Ihm war, als ob sie nicht verstrich.
    Der Mond vor ihr versteckte sich,
    Von Wolkendunst beklagt.

    Ein Strahl drang aus dem Sternenmeer.
    Das Ich lief durch die Nacht.
    Es suchte. Da, der Kleine Bär
    Erschien dem Ich, es mocht‘ ihn sehr;
    Er hat ihm Mut gemacht.

    Und Wind kam auf, die Wolken floh’n.
    Vom Mondeslicht erkannt
    Entdeckte auch das Ich sich schon
    An seinem Schatten, nicht zum Hohn,
    Bis an den Sonnenrand.

    (10.04.015)

    Sie vielmals grüßend zum Sonnabend (oder Samstag - aber da fehlt die Sonne)

    E.Rasmus



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