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Sonntag, 24. April 2016

Ein kalter Sonntag ...

Es ist Sonntag, der sehr kalt vergeht, unterstütz noch von einem kalten Wind. Wie soll man sich bei diesem unfreundlichen Wetter wohlfühlen. Wie soll es da meinen Pflanzen ergehen? Die Blüten halten sich zurück und ich sehe noch immer keine Blütenfarbe, sodass ich noch warten muss. Warten aufs Einpflanzen. Ich frage mich, wann kommen die warmen Tage? Nicht nur wegen der Farbe der Blumen, sondern, dass ich mich an den Blüten erfreuen kann. Nun gut, ich gehe zu Redensarten über ...



Aus den Pantinen kippen

Klaus übt heute schon das xte-Mal, ohne eine Pause einzulegen, seinen Rollentext als Papageno für die Schulaufführung am Abend der Zauberflöte. Der Lehrer sorgt sich und fragt: "Klaus, du wirst doch nicht aus den Pantinen kippen?" 


Die Redewendung bedeutet, dass es Klaus vor lauter Üben schwindelig werden könnte, und er dabei, wörtlich verstanden, mit den Füßen aus den Pantoffeln gleitet. Die Wendung drückt übertreibend aus, dass jemand vor Entkräftung oder auch Entsetzen umfällt. Der norddeutsche Ausdruck für Pantoffel ist Pantine. Die Pantoffel waren früher Holzpantoffel, die vor allem auf dem Land mit dicker Holzsohle getragen wurden.




TEXT VON 

Auf dem Schlauch stehen

Steht man auf dem Schlauch, ist man ratlos und kommt nicht weiter.


Anna sitzt schon seit über einer Stunde an den Mathe-Hausaufgaben und rauft sich ungeduldig die Haare: "So ein Mist! Schon wieder etwas falsch gemacht!" Anna kommt einfach nicht auf die richtige Lösung. Auch ihr großer Bruder Max kommt nicht hinter den Trick, der in der verzwickten Matheaufgabe steckt. 

Die Mutter kriegt schließlich mit, dass Anna und Max mit der Hausaufgabe nicht weiterkommen und sagt: "Na da steht ihr zwei aber wohl ganz schön auf dem Schlauch!"

Wenn man sprichwörtlich auf dem Schlauch steht, bedeutet das, dass man etwas nicht versteht oder einfach nicht weiterkommt. Bildlich kann man sich das so vorstellen: Jemand steht, ohne es zu merken, auf dem eigenen Gartenschlauch und wundert sich, dass kein Wasser aus der Spitze kommt. 

Auch Anna und Max kommen bei der Mathe-Hausaufgabe nicht weiter. Sie stehen also auf dem Schlauch. Ihre Mutter aber kommt schließlich auf die Lösung und erklärt sie den beiden.
TEXT VON 

Auf einer Wellenlänge

Wenn man sich richtig gut versteht, ist man auf einer Wellenlänge. 

Max Eltern warten auf ihren Sohn. Er ist mal wieder mit seinem neuen Freund Oskar unterwegs und kommt zu spät zum Abendessen. Als er endlich Zuhause auftaucht, hört er gar nicht mehr auf, von ihren Erlebnissen zu erzählen. "Ihr glaubt gar nicht, was er alles über Dinosaurier weiß. Ich hatte noch nie so einen guten Freund!" Sein Vater muss lachen: "Das liegt daran, dass ihr auf einer Wellenlänge seid!" Das versteht Max nicht und fragt: "Papa, was meinst du denn damit?"

Die Redewendung "auf einer Wellenlänge sein" stammt aus dem Funkverkehr. Da gibt es immer einen Sender und einen Empfänger. Beide müssen an ihren Funkgeräten dieselbe Wellenlänge einstellen, ansonsten können sie sich nicht verstehen. Das ist wie bei Max und Oskar. Die verstehen sich so gut, weil sie sich beide für Dinosaurier interessieren. Man könnte sagen, sie haben die "Wellenlänge Dinosaurier" eingestellt.

Max ist nach seinem aufregenden Tag todmüde. Kurz vorm Einschlafen fragt er aber noch seine Mutter, ob er morgen bei Oskar schlafen kann. Er hat nämlich eine Dokumentation über Dinosaurier, die sie zusammen gucken wollen.

Poesie der Wochentage

Montags ist der Tag des Mondes.
Dienstag ist der Tag des Dienstes.
Mittwoch ist der Woche Mitte,
soll ich fortfahr’n?- Ach ja, bitte.
Donnerstag der Tag des Donners.
Freitag haben alle frei.
Was, das stimmt nicht, meinen Sie?
Immer diese Pedanterie!
Sonnabends, da scheint die Sonne,
was sie auch noch Sonntags macht.
Solang des Dichters Freiheit währt,
ist die Welt recht schnell erklärt.

Renate Eggert-Schwarten


Herzlichst Margot.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Wünsche dir auch einen schönen Tag. Danke Pippa.
      Herzlichst Margot.

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  2. Liebe Margot,
    ich kenne alle drei Redewendungen, wobei eigentlich die letzten beiden bei uns des öfteren im Gebrauch sind. Ich mag ja, wie Du schon weißt, gerne Redewendungen, da sie die Sprache lebendig werden lassen.
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Restmontag
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      diese Redewendungen benutze ich auch sehr oft und kann dich gut verstehen. Sie gehören auch in meinem normalen Sprachgebrauch.
      Einen schönen Montag wünsche ich dir ebenso. Herzlichst Margot.

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