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Samstag, 9. April 2016

Eine Seite für Senioren und Senniorinnen

Wenn ich am frühen Morgen durchs Internet geistere, dann lese ich auch vieles was zu mir passt. Es ist nicht immer schön, was ich so lese, aber ich muss mich daran gewöhnen. So, wie es in den nachfolgenden Zeilen beschrieben wird, fühle auch ich schon. Leider bin ich kein Teenager mehr.

Gedanken einer Seniorin



  • Es fiel mir auf, daß alles weiter entfernt ist als vor einigen Jahren.
  • Es ist sogar zweimal so weit zur Straßenecke,  und ein Hügel war früher auch nicht da. 
  • Das Rennen zum Bus habe ich ganz aufgegeben, er fährt jetzt immer zu früh
    ab.
  • Die Treppen sind auch höher als in den goldenen Jahren.
  • Auch Bücher und Zeitschriften werden mit kleineren Buchstaben gedruckt.
  • Aber es hat auch keinen Sinn, jemanden ums Vorlesen zu bitten, da jeder so leise spricht, daß man ihn kaum hören kann.
  • Zu den Kleidern wird zu wenig Stoff verwendet, besonders um die Hüfte. 
  • Auch die angegebenen Größen fallen kleiner aus als früher. 
  • Sogar die Menschen verändern sich, sie sind viel jünger als wir in ihrem Alter waren
  • Andererseits sind die Leute unseres Alters so viel älter als wir.
  • Ich traf neulich eine Klassenkameradin, die war so alt, daß sie mich nicht mehr erkannte.
  • Ich dachte an das arme Wesen, während Ich meine Haare kämmte.
  • Und als ich in den Spiegel sah.... wirklich auch Spiegel sind nicht mehr das, was sie einmal waren.

    Verfasser unbekannt

  • Gebet der Senioren

    Was man könnt in alten Tagen 
    dem lieben Gott so täglich sagen, 
    macht also auf das Herz, das Ohr 
    ich sprech jetzt mein Gebetlein vor:

    Ach lieber Gott, es zwickt der Bauch 
    und dann der Kopf, der zwackt auch. 
    Und am Fuß da zwickt die Zeh, 
    es zwackt das Knie, au, tut das weh. 
    Und dann zwackt auch das Kreuz 
    die Nase auch, wenn ich mich schnäuz'. 
    Ach, lieber Gott, was hab ich nur verbrochen, 
    daß so arg zwickt's in den Knochen.
    Und trotzdem Herr sei dir gesagt, 
    wenn auch das Zwacken heftig plagt, 
    ich bin so gern auf dieser Erden, 
    trotz der Fülle von Beschwerden. 
    Wenn das Zwacken und das Zwicken 
    wär's eines Tages ausgelitten, 
    und wenn alles höret auf, 
    wär ja vorbei der Lebenslauf. 
    Drum, oh Gott, erhöre mein Flehen, 
    laß es lang noch weiter gehen, 
    erhöre unser aller Bitten 
    und laß es noch lange so zwacken und zwicken.



    Seniorenlob

    Senioren gibt es auf der ganzen Welt 
    wie Sand am Meer, zum Teil mit viel Geld. 
    Das sind dann die, die gerne verreisen, 
    in Honkong genüßlich chinesisch speisen, 
    in der Karibik auf Wellen reiten 
    oder in Kitzbühl auf Skihängen gleiten. 
    Man nennt sie heute die "Jungen Alten", 
    sehr weltgewandt und auch gut erhalten. 
    Ob Flugzeug, ob Auto, ob Bus oder Traktor, 
    sie sind für die Wirtschaft ein wichtiger Faktor. 

    Dann gibt's noch Senioren der anderen Art, 
    die bleiben daheim, da wird fleißig gespart. 
    Die wandern zu Hause, sind Helfer der Kinder, 
    vielleicht sind sie deshalb auch noch gesünder. 
    Und sind dann gar Enkelchen zu betreuen, 
    haben sie täglich Grund, sich zu freuen 
    In Rom oder Grönland, Shanghai oder Lima:
    für alle Kinder sind Großeltern prima 
    Nur sie haben Zeit, richtig zuzuhören, 
    sie lassen die Kleinen auch meistens gewähren. 
    Und reicht auch das Taschengeld mal nicht aus, 
    die Großeltern rücken Nachschub heraus. 
    Deswegen werden sie heiß geliebt. 
    Und alle sind froh, daß es sie gibt. 
    Sie werden noch "Opa" und "Oma" genannt, 
    wie früher als Senioren noch nicht so bekannt.

    Nun sind sie weltweit in aller Munde, 
    und dies ganz bestimmt aus gutem Grunde. 
    Das Jahr 2016 ist ihnen geweiht, 
    ich finde, es war auch allmählich Zeit! 
    Senioren haben sich bestens bewährt. 
    Und deshalb werden sie jetzt mal geehrt. 

    Lieselotte Vieth



    Aufruf an die Senioren



    Ihr sollt nicht immer von Krankheiten reden, 
    denn irgend etwas plagt im Alter doch jeden: 
    Ein bißchen Rheuma , ein schlechtes Gehör, 
    verschlissene Knochen , das Gehen fällt schwer, 
    der Kreislauf ist träge, schlechter das Seh`n, 
    die Zähne sind locker, bevor sie ganz von uns geh`n; 
    das Gedächtnis hat Lücken, man sucht oft vergebens 
    nach bestimmten Dingen des vergangenen Lebens, 
    das Blut hat Zucker, die Galle macht Sprünge, 
    der Magen ist flau, der Mastdarm ist müde, 
    der Bauch kugelrund, 
    die Taille hat Ringe und der Hintern ist wund, 
    doch eins allein ist jetzt für euch richtig: 
    Nehmt alles gelassen, nehmt nichts so wichtig, 
    dann lacht über allem wieder die Sonne, 
    Ihr Lieben , das Leben ist doch eine Wonne! 
    In den Stadtpark könnt Ihr später noch geh`n, 
    jetzt sollt Ihr Euch in der Welt umseh`n, 
    fahrt ins Gebirge, fahrt an die See, 
    genießt die Wärme, seid froh im Schnee. 
    Jetzt treibt Euch niemand, jetzt habt Ihr Zeit, 
    die Welt ist doch schön und so herrlich weit. 
    Jetzt zu verreisen ist gar kein Problem, 
    Ihr weicht dem Stau aus , fahrt ganz bequem. 
    Ihr müßt jetzt leben, zusammen reisen, 
    zusammen ausgeh`n und herrlich speisen. 
    trinkt einen Fruchtsaft, ein Bier oder Wein 
    und laßt Euch nicht stören beim Fröhlichsein. 
    Seid glücklich zusammen und ganz ungezwungen, 
    denn wenn Euch das so richtig gelungen, 
    dann lacht Euch das Leben, lacht Euch die Sonne, 
    Ihr Lieben, das Leben ist doch eine Wonne!



    Kommentare:

    1. Herrlich, liebe Margot, ich habe Deinen Post sichtlich genossen.
      Dass die Bücher mit kleineren Buchstaben gedruckt werden, habe ich vor ein paar Jahren auch festgestellt. Ich hatte mich eine Zeitlang gewundert, warum mir das Lesen keine so große Freude mehr bereitet hat. Als ich dann auf die kleineren und leicht unscharfen Buchstaben kam, war das Rätsel gelöst und seit ich eine (zwar schwache) Lesebrille besitze, will ich sie nicht mehr missen. Denn siehe da, so klein sind die Buchstaben in den Büchern gar nicht ;-)
      Liebe Sonntagsgrüße
      Astrid

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      1. Ja, liebe Astrid, so änder sich das Leben, wenn man älter wird. Eine Lesebrille ist für mich auch das Wichtigste und sollte man immer dabei haben. Ansonsten geht noch alles, bis auf hin und wieder Zwicken und Zwacken. Na ja, mit den Beinen dürfte es auch besser gehen. :-))
        Danke und liebe Grüße, Margot.

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