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Sonntag, 24. August 2014

Ein Leben ohne Träume ...


Sieh doch den Wettersturm am Himmel,
Sieh doch die Wolken um die Höhn!

Ich aber sag: das geht vorüber,
Und auf den Abend wird es schön.
Cäsar Otto Hugo Flaischlen



Mit diesem netten Spruch möchte ich meinen heutigen Tag beginnen. Denn ich hoffe am Abend ist es wirklich schön. Im Moment sieht es nach Wettersturm aus, den ich nicht möchte. Ich möchte lieber mit schönen Sachen zu tun haben, egal in welcher Form. Nun, mir gefallen heute wieder zwei Gedichte ...


Ein Leben ohne Träume ist wie ein Garten ohne Blumen.
(Sprichwort)




Wer hat die schönsten Schäfchen?

Wer hat die schönsten Schäfchen?
Die hat der gold'ne Mond,
Der hinter jenen Bäumen 
Am Himmel droben wohnt.
     
Er kommt am späten Abend,
Wenn alles schlafen will,
Hervor aus seinem Hause 
Zum Himmel leis' und still.
     
Dann weidet er die Schäfchen
Auf seiner blauen Flur,
Denn all' die weißen Sterne  
Sind seine Schäfchen nur.
     
Sie tun uns nichts zu Leide
Hat eins das and're gern, 
Und Schwestern sind und Brüder
Da droben Stern an Stern.
     
Und soll ich dir ein's bringen,
So darfst du niemals schrei'n,   
Musst freundlich wie die Schäfchen
Und wie ihr Schäfer sein.

Hoffmann von Fallersleben


Äpfellese

Das ist ein reicher Segen
In Gärten und an Wegen!
Die Bäume brechen fast.
Wie voll doch Alles hanget!
Wie lieblich schwebt und pranget
Der Äpfel goldne Last!

Jetzt auf den Baum gestiegen!
Lasst uns die Zweige biegen,
Dass jedes pflücken kann!
Wie hoch die Äpfel hangen,
Wir holen sie mit Stangen
Und Haken all' heran.

Und ist das Werk vollendet,
So wird auch uns gespendet
Ein Lohn für unsern Fleiß.
Dann zieh'n wir fort und bringen
Die Äpfel heim und singen
Dem Herbste Lob und Preis.

Hoffmann von Fallersleben



So nach diesen Gedichten beende ich meinen heutigen Beitrag. Ich möchte niemanden ermüden, auch nicht, durch zu viel Geschriebenes. 



Samstag, 23. August 2014

Warum immer Krieg ...

Guten Morgen ihr Lieben, die Sonne scheint, trotzdem der Himmel wieder mit Wolken verhangen ist. Die Luft ist wieder sehr kühl und es fröstelt mich. Schnell die Strickjacke angezogen, ich möchte ja noch keine Heizung anstellen, die kalten Monate kommen erst noch und die kosten richtig Geld. Meinen Strom könnte ich ohne Bedenken bezahlen, doch ich muss ja den Strom der energiereichen Betriebe bezahlen. Der Wirtschaftsminister Gabriel hat nichts Vernünftigeres zu tun, als eine detaillierte Rechnung von den Energieversorgern zu fordern. Er hat auch keine Zeit sich um die Kosten zu kümmern, er muss sich um Waffen für die Kurden im Irak sorgen. Wisst ihr was ich beschissen finde, verzeiht mir dieses Wort, dass das Töten in Deutschland Vorrang hat, als auf Arbeitskräfte in der Kriegsindustrie zu verzichten. In was für eine Welt leben wir? An unsere verlogene Politik darf ich dabei nicht denken. 
Welche und wie viele Waffen Deutschland in den Irak liefert,
 steht noch nicht fest. Foto: Bundeswehr
Vor ein paar Minuten lese ich sogar, in der Süddeutschen - Zeitung, dass der CDU-Politiker Sensburg fordert, dass die Bundeswehr in den Irak einmarschiert. 

Er sprach sich für einen klar definierten Bundeswehreinsatz im Irak aus. «Es ist nicht damit getan, einfach Waffen zu liefern», sagte er dem «Berliner Kurier».

Zuletzt hatte auch der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour dafür plädiert, die Bundeswehr in den Irak zu schicken. Nach seiner Einschätzung könnten deutsche Soldaten die US-Angriffe gegen die Terroristen unterstützen. 

Wenn ich solche Worte lese, auch von Politiker der Grünen, dann möchte ich sagen, alle die solche Forderungen stellen, sollen ihren Ranzen schnüren und selbst in den Irak marschieren. Nicht nur Forderungen stellen, weil sie  glauben auf der sicheren Seite zu sitzen. Sie sollen nicht vergessen, Krieg ist kein Spiel und kostet Menschenleben. Und auch die Journalisten, die in ihren Zeitungen, für Kriegsmaterial und Bundeswehreinsatz schreiben, dürfen sich mit in den Irak begeben.  www.tagesschau.de/inland/irak-469.html

Von Deutschland sollte nie wieder ein Krieg ausgehen, aber sich in andere Kriege mit einmischen, sicherlich auch nicht. Es wird so schnell vergessen ...


Entschuldigt bitte, ich wollte heute eigentlich nicht über Politik schreiben, aber es hat mich einfach so, beim Schreiben, überkommen ... ich mag keine kriegstreibende Politiker, ich mag keine Kriege. Und ich mag keine EU, die sich mit anderen Ländern vereinigen möchte und andere Länder dazu bringt, sich aus ihrem eigenen Länderverbund zu lösen und Krieg zu beginnen. Siehe Ukraine. 
Ich habe diese Zeilen aus meiner ganz privaten persönlichen Sicht geschrieben, es mag vieles Falsch sein, aber es ist meine Meinung.



Freitag, 22. August 2014

Wolken und Worte ...

... ein neuer Tag, ein neues Glück, so sagt man. Es ist ein kühler Sommertag, aber schön. Die Wolken am Himmel gefallen mir und so habe ich einige fotografiert. Dazu möchte ich einige Sprüche dazu schreiben, sie wurden von Menschen wie du und ich geschrieben ...




Nimm dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten. Wir sind Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum und nur für kurze Zeit geduldet werden …
von Hexlein




Manchmal sind es nur ein paar Zeilen, die uns den Tag verschönern. Warme Worte für den ganzen Tag. Ein kleiner Gruß von ganzem Herzen. Und zwischen den Zeilen ist ein Zauber verborgen … der macht aus Wolken Zuckerwatte und aus Sorgen Pusteblumen …
von Easy




... und wenn ein Sturm dich in die Knie zwingt, halt dein Gesicht einfach gegen den Wind … Egal, wie dunkel die Wolken über dir sind, sie werden irgendwann vorüberziehen …                             von Diary




Besondere Menschen in deinem Leben sind diejenigen, die dir in den Momenten, in denen du nur Wolken siehst, wieder die Sonne zeigen. Die an dich so sehr glauben, dass du auch anfängst zu glauben. Die dir Hoffnung und Mut schenken. Und die, die dich von ganzem Herzen lieben, weil du einfach so bist wie du bist!
von Hummel




Der kleine Vogel im Sturm -
nichts vermag ihn zu erschrecken,
weder Wind noch Regen.
Er weiß, dass hinter den Wolken
seine Sonne immer noch scheint.
Theresia von Lisieux



Herzlichst Margot



Donnerstag, 21. August 2014

Worte, die wärmen ...

... heute scheint, nach so vielen Regentagen, die Sonne. Bei meinem Gang  auf den Balkon erschrak ich aber, die Luft war eisig. Und ich sah einen Vogelschwarm nach Süden fliegen. Kommt nun der Herbst in Windeseile? So fragte ich mich. Ist das Jahr der warmen Tage schon gelaufen? Kein Wunder, dass man Sehnsucht nach etwas Schönem hat. Und ich habe schöne Zitate gefunden ...





Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber mit Menschen kann man nicht ohne Liebe umgehen.
Leo Tolstoj (1828 – 1910)


Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.
Voltaire (1694 – 1778)


Ich halte es nicht für das größte Glück, einen Menschen ganz enträtselt zu haben. Ein größeres Glück ist es noch, bei dem, den wir lieben immer neue Tiefen zu entdecken.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 – 1881)




Lieben heißt einen anderen Menschen so sehen zu können, wie Gott ihn gemeint hat.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 – 1881)


Liebe hat kein Alter, sie wird ständig neu geboren.
Blaise Pascal (1623 – 1662)


Wo man lieber aussät, da wächst Freude empor.
William Shakespeare (1564 – 1616)




Nicht durch Worte, aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe.
Heinrich von Kleist (1777 – 1811)


Liebe ist kein Solo. Liebe ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied.
Adelbert von Chamisso (1781 – 1838)


Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
Clemens von Brentano (1778 – 1842)




Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.
Theodor Fontane (1819 – 1898)


Das wahre Glück baut sich jeder nur dadurch, dass er sich durch seine Gefühle unabhängig vom Schicksale macht.
Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835)


Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding. Er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein.
Blaise Pascal (1623 – 1662)




Ich wünsche allen meinen Leser/innen einen wunderschönen Tag.




Mittwoch, 20. August 2014

Die Schöpfungsgeschichte

... heute bin ich sehr früh zum Einkauf gegangen, hatte kein Essen mehr im Haus. Das Wetter war schöner als ich es auf dem Balkon empfunden hatte, so war es ein angenehmer Spaziergang. Nun muss ich diese Woche nicht mehr aus dem Haus und kann mich am Computer austoben. :-))
Vielleicht kennt ihr schon diese nachfolgende Schöpfungsgeschichte aber ich möchte sie noch einmal aufschreiben, ich finde sie witzig.


Die Schöpfungsgeschichte - Wer wird wie alt?


Gott erschuf den Esel und sagte zu ihm:
"Du bist ein Esel. Du wirst unentwegt von morgens bis abends arbeiten und
schwere Sachen auf deinem Rücken tragen. Du wirst Gras fressen und wenig intelligent sein. Und Du wirst fünfzig Jahre leben."

Darauf entgegnete der Esel:
"Fünfzig Jahre so zu leben ist viel zu viel, gib' mir bitte nicht mehr als dreißig Jahre!"

Und es war so.

Dann erschuf Gott den Hund und sprach zu ihm:
"Du bist ein Hund. Du wirst über die Güter der Menschheit wachen, deren ergebenster Freund du sein wirst. Du wirst das essen, was der Mensch übrig lässt und 25 Jahre leben."
Der Hund antwortete:
"Gott, 25 Jahre so zu leben, ist zu viel. Bitte nicht mehr als zehn Jahre!"

Und es war so.

Dann erschuf Gott den Affen und sprach:
"Du bist ein Affe. Du sollst von Baum zu Baum schwingen und Dich verhalten wie ein Idiot. Du wirst lustig sein und so sollst Du für zwanzig Jahre leben."

Der Affe sprach:
"Gott, zwanzig Jahre als Clown der Welt zu leben, ist zu viel. Bitte gib' mir nicht mehr als zehn Jahre."

Und es war so.

Schließlich erschuf Gott den Mann und sprach zu ihm:
"Du bist ein Mann, das einzige rationale Lebewesen, das die Erde bewohnen wird. Du wirst Deine Intelligenz nutzen, um dir die anderen Geschöpfe untertan zu machen. Du wirst die Erde beherrschen und für zwanzig Jahre leben!"

Darauf sprach der Mann:
"Gott, Mann zu sein für nur zwanzig Jahre ist nicht genug. Bitte gib mir die zwanzig Jahre, die der Esel ausschlug, die fünfzehn des Hundes und die zehn des Affen."

Und so sorgte Gott dafür, dass der Mann zwanzig Jahre als Mann lebt, dann heiratet und dreißig Jahre als Esel von morgens bis abends arbeitet und schwere Lasten trägt. Dann wird er Kinder haben und fünfzehn Jahre wie ein Hund leben, das Haus bewachen und das essen, was die Familie übrig lässt. Dann, im hohen Alter, lebt er zehn Jahre als Affe, verhält sich wie ein Idiot und amüsiert seine Enkelkinder.

Und so ist es bis heute...


Diese Geschichte habe ich nicht aufgeschrieben um die Männer zu ärgern, sondern als Anerkennung für ihre Lebensleistung ... :-)



Dienstag, 19. August 2014

Regen und Fotos

Regen, Regen, Regen ... muss ich dazu noch etwas sagen? Nein, ich werde auch nichts mehr dazu schreiben, es macht den Menschen ärgerlich oder auch depressiv. Manchmal bringt uns dieses Wetter auch zum Lachen, so wie mich in der Erinnerung. Wo meine Schwägerin und ich, bei leichtem Regenwetter mit dem Motorroller nach Gräfenroda gefahren sind und mitten im Wald einen Bekannten getroffen haben. Es war lustig und ist es auch heute noch ...

Doch ich möchte jetzt nicht in Erinnerungen schwelgen, sondern einige meiner Blumenfotos bearbeiten und zeigen ... eine kleine Blumen-Träumerei.











Noch einen kleinen Hinweis, falls ihr den Browser Google Chrom verwendet, solltet ihr die Erweiterung "HoverZoom" installieren. Dadurch braucht ihr nur mit dem Cursor (Zeiger) übers Foto fahren und ihr seht die volle Fotogröße. Ich finde diese Erweiterung einfach prima.




Montag, 18. August 2014

Das Schilfrohr und der Ölbaum ...

... es wird schon so viel vom Herbst gesprochen, ich wehre mich dagegen, aber wenn ich aus dem Fenster schaue gebe, ich, wenn auch ungewollt, meine Zustimmung. Graue Wolken, Wind, und eine insgesamt graue Stimmung, lassen mich frösteln und auch an den Herbst denken. Hoffentlich kommen noch ein paar schöne Sommertage ... doch jetzt denke ich erst einmal an Fabeln aus aller Welt. Was daran schön ist? Die Fabeln haben Inhalt ... über den man gut nachdenken und seinem Leben einordnen kann.


Herkules

Als Herkules in den Himmel aufgenommen ward, machte er seinen Gruß unter allen Göttern der Juno zuerst. Der ganze Himmel und Juno erstaunte darüber. »Deiner Feindin,« rief man ihm zu, »begegnest du so vorzüglich?« »Ja, ihr selbst,« erwiderte Herkules. »Nur ihre Verfolgungen sind es, die mir zu den Taten Gelegenheit gegeben, womit ich den Himmel verdienet habe.«

Der Olymp billigte die Antwort des neuen Gottes, und Juno ward versöhnt.

Gotthold Ephraim Lessing - Deutschland



Ein Fuchs und eine Bildsäule

Ein Fuchs betrachtete in der Werkstätte eines Bildhauers mit Entzücken verschiedene schöne Bildsäulen. Besonders gefiel ihm eine derselben wegen ihrer vorzüglichen Arbeit und Schönheit. Er untersuchte sie endlich näher und bemerkte nicht das geringste Zeichen von Leben oder Verstand.

»Oh!« rief er aus, »wie schade ist, dass ein so schöner Kopf kein Gehirn hat!«

Die Bildung des Geistes gibt erst der Schönheit des Körpers einen Wert.

Aesop Europa - Griechenland




Das Schilfrohr und der Ölbaum

Über Stärke, Festigkeit und Ruhe stritten sich ein Schilfrohr und ein Ölbaum. Das Rohr, welches von dem Ölbaum darob getadelt ward, dass es aller Stärke entbehre und leicht von allen Winden hin und her bewegt werde, schwieg und sagte kein Wort. Nach einer kleinen Weile erhob sich ein heftiger Sturm; das hin und her geschüttelte Rohr hatte den Windstößen nachgegeben und blieb unbeschädigt, der Ölbaum dagegen, welcher sich den Winden entgegengestemmt hatte, wurde durch deren Gewalt gebrochen.

Aesop - Griechenland


Nun, das Wetter hat sich nicht gebessert, es erinnert noch immer an den Herbst, somit wende ich mich dem Sport / Leichtathletik zu. Dadurch kommen schöne Erinnerungen an meine Jugend zurück.



Sonntag, 17. August 2014

Merops

... es ist früher Morgen und ich will es nicht glauben, es kommen ein paar Sonnenstrahlen hervor, auch wenn die Regenwolken schon warten. Doch die Temperatur ist unschön, sie ist kalt, jedenfalls für den Sommer. Uui ich friere, einen Moment ... bin wieder da, habe die Strickjacke angezogen. So, es geht mir besser und ich erzähle noch ein paar Geschichten, die mir Freude bringen ...



Merops

»Ich muss dich doch etwas fragen«, sprach ein junger Adler zu einem tiefsinnigen grundgelehrten Uhu. »Man sagt, es gäbe einen Vogel mit Namen Merops, der, wenn er in die Luft steige, mit dem Schwanz voraus, den Kopf gegen die Erde gekehrt, fliege. Ist das wahr?«

»Ei nicht doch!« antwortete der Uhu; »das ist eine alberne Erdichtung des Menschen. Er mag selbst ein solcher Merops sein, weil er nur gar zu gern gen Himmel erfliegen möchte, ohne die Erde auch nur einen Augenblick aus dem Gesichte zu verlieren.«


Gotthold Ephraim Lessing - Deutschland


Minka, die Katze

Minka war den ganzen Tag allein. Ihr Frauchen ging am Morgen in ein Büro und kam erst spät am Abend wieder zurück. Das war der Katze so recht, Hauptsache, sie durfte in ihrer Wohnung mit den weichen Teppichen und Polstermöbeln bleiben, denn Katzen hängen an ihrem Zuhause.

Eines Tages aber geschah etwas, dass sich ihre Katzenhaare sträubten. Ihr Frauchen steckte Minka in eine große Tasche und trug sie mit sich hinunter ins Auto. Minka miaute, Minka zeigte die Krallen, es half nichts. Minka schrie während der ganzen Fahrt, und die dauerte gehörig lange. Als sie ausstiegen, waren sie am Meer, und alles roch anders als daheim: Es roch nach Fisch und nach Tran und besonders nach fremden Katzen. Minka war so beleidigt, wie eine Katze nur beleidigt sein kann und kümmerte sich noch weniger um ihr Frauchen, obwohl dieses hier öfter bei ihr war als sonst.

Eines Tages lag sie in der Sonne auf dem Balkon, als Beppo vorbeikam. Beppo war der struppigste Kater, den Minka je gesehen hatte, aber er hatte einen großen Vorteil, er kannte sich hier aus. Er wusste vom Fischmarkt, wo sich immer Leckerbissen für eine Katze fanden. Er wusste, auf welcher Mauer die Sonne am besten wärmte, und zuletzt war Minka sehr traurig, als sie mit ihrem Frauchen wieder nach Hause musste. Sie musste oft an Beppo denken und tröstete sich erst, als sie zwei Katzenkinder bekam, die ihr Frauchen Beppo und Beppa nannte und die bei der Mutter bleiben durften. Denen erzählte sie nun von dem Fischmarkt und von der Sonne auf der Mauer und auch vom Meer, an dem man so schön träumen konnte, wenn seine Wellen gegen das Ufer schlugen.

»Aber so weiche Polster und Teppiche wie hier gibt es dort nicht«, sagte sie jedes Mal, wenn sie zum Ende ihrer Erzählung kam. Sie sagte es als Trost, weil ihre kleinen Katzenkinder gar so sehnsüchtige Augen bekamen. »Und Polster sind ja auch recht angenehm. Man kann schließlich nicht alles haben.«


Europa

Diese Geschichte finde ich sehr schön, sie erinnert mich an den Menschen und an sein Leben mit Erinnerungen. Es muss ja nicht immer "Beppo und Beppa" daraus entstehen ... :-)


Samstag, 16. August 2014

Die Überraschung

... es gibt anscheinend nur noch Regentage, denn es ist schon wieder so ein Sch...tag. Na gut, ich weiß, so etwas sagt man nicht und ich werde mich am nächsten Regentag daran halten. Doch heute ist es mir wieder zu kalt, ich sehe den Regen, es wird wie aus vollen Eimern gekippt. Ich schaue nur in den Himmel, als ob ich dadurch etwas ändern könnte ... nein, ich muss mich mit etwas beschäftigen, was mich erfreut. Nun, ich hab etwas gefunden ...


Die Überraschung

Als Herr Q. am Morgen erwachte, war es ein Tag wie jeder andere. Halt nein, Stopp! Er hatte an diesem Tag etwas ganz Besonderes vor! Freudig sprang er aus dem Bett und begab sich unter die Dusche. Er dachte daran, wie seine Frau wohl reagieren würde, wenn sie von seinem Vorhaben wüsste... verwischte den Gedanken jedoch rasch wieder. Schließlich erwartete er sie erst am späten Abend zurück - das war gut so - und bis dahin würde er genügend Zeit haben.

Nach dem Frühstück machte er sich zurecht und sah sich noch einmal in der Wohnung um. Es war alles bereit für seinen Plan - nur noch der Wein fehlte. Bevor er das Haus verließ, betrachtete er im Flur sein Spiegelbild. "Du hast heute viel vor, also steh' deinen Mann!" Mit diesen Worten machte er sich auf den Weg und begab sich zunächst direkt zu einer Weinhandlung, um drei Flaschen teuren trockenen Rotwein zu besorgen.

Anschließend fuhr er in freudiger Erwartung zu der vereinbarten Adresse, wo SIE ihn schon sehnsüchtig erwartete - noch nie hatte er sie vorher gesehen und war begeistert... sie war wunderschön und genau in dem Alter, das er sich erhofft hatte - ca. 20 Jahre jünger als er! Er nahm sie mit nach Hause, wo er ungestört mit ihr sein durfte. Es war das erste Mal, dass er so etwas vor hatte und in ihm erwachte ein Gefühl großer Erregung. Heute konnte er sich einmal so richtig gehen lassen und seinen animalischen Trieben freien Lauf lassen. Stürmisch entblößte er sie. Da lag sie nun bäuchlings vor ihm auf dem Tisch - breitbeinig und nackt! Endlich war es soweit! Er streichelte ihre zarte Haut, griff spontan nach einer gewaschenen Karotte, die in seiner Reichweite lag, und drang damit erst zaghaft und schließlich genussvoll in sie ein, während sie ein leises zufriedenes Grunzen von sich gab...!

Oh welche Freude ihm das bereitete... er hätte nie gedacht, dass es so schön und aufregend werden würde, etwas Neues auszuprobieren. Nun fesselte er ihre Beine, ließ sie jedoch für einen Moment schmoren, weil er durstig war und widmete sich der ersten Flasche Wein. Die Kleine war ja sowieso keineswegs mehr in der Lage, ihm zu entkommen. Rasch entkorkte der die Flasche und füllte zwei Gläser. "Mmmmhh...", der Wein war genau richtig temperiert und schmeckte vorzüglich. Während er an seinem Glas unaufhörlich nippte, nahm er das andere Glas und goss dessen Inhalt lukullisch über ihren nackten Körper. Der Wein beflügelte zusehends seine Phantasie und seine unbändige Lust, so dass er sich nun nicht mehr zurückhalten konnte, die Kleine nach Herzenslust so richtig heißzumachen bis sie nur noch wohlige, gurgelnde Geräusche von sich gab. Anschließend deckte er sie - hilflos und nackt wie sie war - fürsorglich zu und begab sich mit der angebrochenen Flasche Wein ins Wohnzimmer.

Während er noch ganz versonnen und völlig mit sich zufrieden auf dem Sofa saß, hörte er, wie die Wohnungstür geöffnet wurde. Oh nein!! Seine Frau kam viel früher nach Hause, als er erwartet hatte! Er eilte zu ihr in den Flur, um sie abzufangen... doch es war zu spät. Sie hatte sofort bemerkt, dass etwas nicht stimmte und längst den Braten gerochen! Ihr Blick schweifte durch das Esszimmer. Erst dann sah sie ihn mit großen Augen an und war fassungslos: "Ich hätte nie damit gerechnet, dass du es wagst... womit habe ich das verdient? Wo ist diese Gans?"

Er grinste sie an und gab zur Antwort: "Ich habe nicht so früh mit dir gerechnet. Sie muss noch eine Viertelstunde im Ofen bleiben! Ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen, dich mit einem neuen Rezept zu verwöhnen, alles gute zum Hochzeitstag." Sie konnte ihre Freude nicht verbergen und küsste ihn für diese wunderschöne und gelungene Überraschung.

Copyright by Doris Rodig


Nach dem Lesen dieser netten Geschichte ist es mir wohlig warm geworden, trotzdem es noch immer regnet ...


Freitag, 15. August 2014

Jupiter und die Bienen

... schon wieder regnet es und ich kann mich darüber nicht mehr freuen, denn es ist kalt geworden. Meine Strickjacke muss ich anziehen, um nicht zu zittern. Meine Gedanken sind bei diesem komischen Sommer und ich muss mir warme Gedanken machen. Gedanken über die ich mich freuen kann, wie mit diesen kurz gehaltenen Fabeln.  


Jupiter und die Bienen

Die Bienen, unwillig darüber, dass sie nur für die undankbaren Menschen arbeiten sollten, brachten dem Jupiter die feinsten Waben zur Gabe und erbaten sich von ihm die Gnade, er möchte ihren Stacheln die Eigenschaft verleihen, recht empfindliche Schmerzen zu verursachen. »Es sei«, sprach Jupiter, ergrimmt über die Rachgierde dieser so kleinen Tierchen, »aber so, dass auch ihr zugleich mit dem Stachel euer Leben lasset!«

Lass dich vom Hasse nicht betören, denn seine Folgen können oft für dich selbst gefährlich werden.

Aesop-Griechenland


Eine Spinne will gern Honig machen

Es kommt einmal eine Spinne zu einer honigtragenden Biene und spricht: »Wenn du mich wolltest mit dir in deinen Stock nehmen, so wollte ich ebenso wie du, ja wohl noch besser, Honig machen.« Die Biene will es mit der Spinne versuchen und führt sie mit sich in den Bienenkorb; da aber die Spinne nichts dergleichen machen kann, verdrießt es die Biene; sie setzt ihren Stachel auf die Spinne und sticht sie, dass sie davon stirbt. Als die Spinne sah, was sie mit ihrer Verwegenheit angerichtet hatte, sagte sie zu sich selbst: »Ich habe dieses Unglück und diese Strafe wohl verdient, denn da ich doch nicht einmal Wachs zu machen verstehe, warum unterstand ich mich dann, Honig machen zu wollen?« 

- Hiermit wird zu verstehen gegeben, dass es viele Leute gibt, die sich in anderer Geschäfte mischen und meinen, sie verstanden es gar wohl; wenn es aber auf die Probe ankommt, so ist nichts hinter ihnen, und es ist billig, dass sie dafür ihren verdienten Lohn empfangen.

Europa

In meinem Leben sind mir auch so einige Leute begegnet, die glaubten, sie könnten alles besser machen. Sie haben nichts geschafft ... wir sagten dann immer, Hochmut kommt vor den Fall. Es ist wirklich so ...