Seiten

Dienstag, 26. Mai 2015

Motivation ist alles ...

Nun ist es schon wieder Dienstag und die Woche kann man zur Vergangenheit rechnen. Um die letzten Tage der Woche gut zu beenden, die eigentlich die ersten der Arbeitswoche sind, noch ein paar Motivationssprüche ...



Auch der schlimmste Tag hat nur 24 Stunden.

Solange man der Erste im Stau ist, ist das alles gar nicht so schlimm.

Jeder Arbeitstag weniger ist einer näher an der Rente. 

Manchmal muss man einfach nur das Licht anmachen, um etwas im Dunkeln zu finden. 

Die Vorfreude auf das Feierabendbier sollte uns schneller arbeiten lassen. 

Auch andere Mütter haben schöne Töchter, oder sehen gar selbst ganz gut aus.

Wir wollen doch nur schneller fertig werden, wie der neue Flughafen Berlin Brandenburg.

Selbst die Queen von England hat auf dem Thron im Badezimmer öfters mal einen angestrengten Gesichtsausdruck.

Während andere Menschen in den Herbst ihres Lebens gehen, hast du deinen dritten Frühling.

Wenn du deinen Sixpack vom Speckmantel befreist, siehst Du auch wieder richtig gut aus.

Selbst wenn man absolut talentfrei ist, kann man trotzdem noch beim Supertalent sein Glück versuchen.

Hat auch was Gutes, wenn man kein Facebook Konto hat. So kann einen wenigstens kein Shitstorm treffen.

Du bist stark, und auch wenn der Fall noch so tief war, schaffst Du es auch wieder auf die Beine zu kommen.

Ein Misserfolg ist gar nicht schlimm. Er zeigt nur auf, dass es noch besser geht und das wirst Du schaffen.

Selbst wenn der Schaden noch so groß ist, könnte es noch schlimmer sein.

Wenn Du alles positiv siehst, ist das Gesamtbild gar nicht mehr so schrecklich.

Du willst glücklich sein? Was hält Dich davon ab? Das Leben kann auch morgen noch unschön sein.

Du bist nicht perfekt, Du bist nicht die beste Person auf der Welt. Aber Du bist einzigartig und genau dafür wirst Du geliebt.

Lass dir nicht vorschreiben, wie du sein sollst. Lass dich nicht entmutigen. Nimm es als Kompliment, wenn man über dich redet. Denn das zeigt nur, dass dein Leben interessanter ist, als das ihres.

Jeder will das, was er nicht haben kann. Sei schlauer als die anderen, und sei mit dem zufrieden, was du hast.

Wenn du dich selbst so akzeptierst, wie du bist, dann werden dich die anderen dafür bewundern, wer du bist.

Herzlichst Margot.

Montag, 25. Mai 2015

Pfingstmontag ... ein besinnlicher Tag.

Heute habe ich lange überlegt, ob ich über Pfingsten schreibe oder über die Welt. Wenn ich über Pfingsten schreibe, schreibe ich über die Welt, waren meine Gedanken. So werde ich ein paar Gedichte von meinem lieben Leser E. Rasmus aufschreiben, dann habe ich über alles geschrieben und erfreue mich selbst am meisten ... Danke, lieber E. Rasmus.




Pfingstaussicht

Gold, wie vom Himmel strahlt,
Erwärmend uns, das Klärchen.
In Sträucher, Bäume malt
Den Lenz es wie im Märchen.
Von Blüte fliegt zu Blüte
Nicht bloß so manch Insekt.
Der Lenz in seiner Güte
Hat Lust in uns geweckt
Und Freundlichkeit – auch Frieden?
Wie schön die Erde ist.
Nur diese Tat hienieden
Braucht unsre Lebensfrist

E. Rasmus




Hier, wo wir sind

Blumenzierrat hängt vom Balkon,
Lockt unsre Sinne, neckt. 
Ein Traum, in Wolken neu entdeckt,
Flog einst wie manch Insekt davon,
Kehrt nun zurück, blüht auf.

Wie aromatisch er berauscht
In Gegenwart des Lichts; 
Die Kümmernisse selber bricht’s.
Dem Frühlingsblühen abgelauscht
Nährt der Erinn’rung Traum.

So grüßt der Tag im Blumenkleid.
Vielleicht, wenn Regen rinnt,
Wäscht er, was unsre Sorgen sind,
Hinweg im Wind der Heiterkeit;
Die Tür knarrt Gegenwart. 

E. Rasmus




Rätsel der Erinnerung

Die Stempel da im Kelche
Von seiden Blättern fein
Erfreu’n die Augen, welche
Erstrahlen. Sind sie dein?

Auch, selbst nach vielen Wochen,
Der Kelch liegt sündhaft frei,
Kommt manch Insekt gekrochen
Und stempelt ihn dabei.

Nun zwischen Seiten liegen,
In Farben, gut gepreßt,
Die Blätter. Blätter schmiegen
Sich aneinander fest.

Den Sinnen längst entgangen,
Lacht die Erinnerung,
Wenn Tulpenblätter prangen.
Wie macht der Anblick jung!

 E. Rasmus




In Berlin und anderswo

Die Tränen, die du nicht geweint hast,
Sind Wolken, die am Himmel zieh'n.
Das Salz der Tränen aber paßt
Ins Meer wie einer Stadt Berlin.

Hier kannst du schwimmend untergeh'n
Vom Rausch der Fluten heimgesucht.
Auch, wenn nur laue Winde weh'n,
Hat dich die Zeit, die Zeit verflucht.

So eilest du, doch bloß im Kreis,
Mit Hoffnungsträumen – Wogenschaum.
Die Wellen kommen und ganz leis
Ertrinkst du schon im eignen Traum.

E. Rasmus


Bei allen Menschen von euch, die ihr mein Blog lest, möchte ich mich bedanken. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, es gibt Menschen die gerne meine Zeilen lesen, trotzdem ich die meisten Worte nur ausgeborgt habe. 
Vielen Dank, wünsche noch einen schönen Pfingstmontag.


Sonntag, 24. Mai 2015

Frohen Pfingstsonntag ...

Pfingstsonntag, er lächelt mich an, er gibt mir Ruhe, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das Wetter wird. Ich sitze auf dem Balkon und lasse meine Gedanken schweifen, die Gedanken lullen mich ein und  zeigen mir ein schönes Bild der Natur. Sie zeigen mir fröhliche Menschen die einen Pfingst-Spaziergang machen und sich in Gaststätten verwöhnen lassen. Ich verwöhne mich Zuhause, habe keine Lust spazieren zu gehen ... und genieße verschiedene Sprüche.


  • Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken. – Mahatma Gandhi
  • Gott schuf zwar die Zeit, aber von der Eile hat er nie etwas gesagt. – Sprichwort aus Finnland
  • Auf die große Liebe folgt nicht selten großes Leid. – Unbekannt
  • Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. – Dalai Lama
  • Liebe ist eine Qualität, eine Eigenschaft unseres Herzens. – Buddha
  • Sei, was du scheinen willst. – Sokrates
  • Ohne Tränen hätte die Seele keinen Regenbogen. – Unbekannt
  • Abschied ist immer ein wenig Sterben. – Unbekannt
  • Denke daran, die beste Beziehung ist die, in der die Liebe für den anderen größer ist als das Verlangen nach dem anderen. – Dalai Lama
  • Ein Pessimist ist ein Optimist, der nachgedacht hat. – Unbekannt



  • Wenn du den wahren Charakter eines Menschen erkennen willst, dann gib ihm Macht – Abraham Lincoln
  • Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. – Goethe
  • Wer sich nicht mehr wundern kann, ist seelisch bereits tot. – Albert Einstein
  • Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. – Konfuzius
  • Der Tag, an dem ich unsere Freundschaft für immer vergesse… Ist der Tag, an dem ich meine Augen für immer verschließe.. Doch selbst dann wirst du immer in meinem Herzen bleiben …

  • Wenn du mich fragen würdest … wie lange ich Dich noch liebe … könnte ich nur antworten : Ich weiß es nicht … denn ich weiß nicht … wie lange ich noch lebe …
  • Irgendwann muss man akzeptieren, dass sich Zeiten geändert haben. Man muss lernen, Menschen loszulassen, die einem alles bedeuten und manchmal muss man auch akzeptieren, dass sie nie mehr zurück kommen …
  • … Leben heißt Lieben … Lieben heißt Leiden … wenn du nicht leiden willst …dann liebe nicht … aber wenn du nicht liebst … warum lebst du dann???

  • Narben auf dem Körper sind Zeichen, dass man gelebt hat … Narben auf der Seele sind Zeichen, dass man geliebt hat …

  • Das Schlimmste ist, wenn man etwas loslässt und man trotzdem die Hoffnung behält, es irgendwie zurückbekommen zu können …


von Margot.

Samstag, 23. Mai 2015

Ausreden benutzen ...

Habt ihr auch mal einen Tag, wo ihr durchhängt? Wo ihr nicht wisst, was mache ich zuerst? Mache ich überhaupt etwas? Ach nein, habe keine Lust, werde mal den Computer anmachen und sehen, ob es etwas Interessantes gibt ... so fing mein heutiger Tag an, und ich bin auf ein Sprüche-Portal gelandet. Hier musste ich, ob ich wollte oder auch nicht, meine Mundwinkel nach oben ziehen ...



Witzige, ausgefallene und lustige Sprüche – Ausrede benutzen, Ausreden per SMS


Das war kein Filmriss, ich wurde geblitzdingst!

Ich lüge nie, doch niemand kann mich zwingen,
die Wahrheit zu sagen.

Charles de Talleyrand

“Es kommt, wie es kommen muss”,
ist die Ausrede aller Faulpelze.

Wilhelm Raabe

Hab dich nicht vergessen anzurufen, habe nur zu lange von dir geträumt.

Ich sitze hier und trinke Bier,
wär doch so gern bei Dir!
Starkes Sehnen, starkes Hoffen
kann nicht kommen, bin besoffen!


Ich hab Dich echt versucht anzurufen aber Dein Telefon war ständig aus.

Wir hatten heute Nacht einen Stromausfall und mein Radiowecker hat deshalb die Weckeinstellungen verloren.

Mein Auftrag hier ist so geheim, dass keiner weiß was ich hier soll.

Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeit haben,
so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

Sorry, aber ich musste mein Stoffpferd wegen Verdauungsstörungen zum Tierarzt bringen.

Mein Handy ist beim Kochen in die Suppe gefallen und die Nudeln haben noch nicht gelernt zu wählen.

Sorry, mein Fisch ist mir davon gerannt und ich musste ihn wieder einfangen.




Einige Punkte von der To-Do-Liste
auf die Was-solls-Liste gesetzt.

Ich bin jetzt offiziell fertig,
weil ich inoffiziell keine Lust mehr habe.

Dürfen Mitarbeiter der Deutschen Bahn eigentlich mit dem Zug zur Arbeit fahren oder sollen die pünktlich da sein ?

Der Blick auf meine Gehaltsabrechnung
lässt nur einen Schluss zu :
Ich habe meinen Hobby zum Beruf gemacht …

Arbeit fasziniert mich … ich könnte stundenlang zusehen.







Nun wünsche ich euch ein wundervolles Pfingstfest
und sage ...



Freitag, 22. Mai 2015

Der Affe als Schiedsrichter

Wie ich schon oft geschrieben habe, ich mag Fabeln, so bin ich heute wieder zu der Seite "Hekaya" gekommen. Hier habe ich die Fabel "Der Affe als Schiedsrichter" entnommen und denke an das Sprichwort "Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte". Nein, ich möchte mich nicht streiten und lieber in Ruhe gelassen werden, oder mich mit anderen Menschen freuen. Streit macht Einsam, finde ich und fügt Schaden dazu.

Der Affe als Schiedsrichter

Ein Hund und ein Fuchs erblickten gleichzeitig eine schöne große Wurst, die jemand verloren hatte, und nachdem sie eine Weile unentschieden darum gekämpft hatten, kamen sie überein, mit der Beute zum klugen Affen zu gehen. Dessen Schiedsspruch sollte gültig sein.

Der Affe hörte die beiden Streitenden aufmerksam an. Dann fällte er mit gerunzelter Stirn das Urteil:

»Die Sachlage ist klar. Jedem von euch gehört genau die halbe Wurst!« Damit zerbrach der Affe die Wurst und legte die beiden Teile auf eine Waage. Das eine Stück war schwerer. Also biss er hier einen guten Happen ab. Nun wog er die Stücke von neuem. Da senkte sich die andere Schale; happ-schnapp, kürzte er auch diesen Teil. Wiederum prüfte er sie auf Gleichgewicht, und nun musste wieder die erste Hälfte ihr Opfer bringen. So mühte der Affe sich weiterhin, jedem sein Recht zu schaffen. Die Enden wurden immer kleiner und die Augen von Hund und Fuchs immer größer. Schließlich, rutsch-futsch! war der Rest hier und dort verschlungen.

Mit eingeklemmten Ruten schlichen Hund und Fuchs in verbissener Wut davon. In gehöriger Entfernung fielen sie übereinander her und zerzausten sich.


Schlacht

Meine Gedanken sind
ein Schlachtfeld,
bedeckt mit toten
Träumen.
Deine Worte waren
die Waffen.

Mögen die Träume
auch verbluten,
meine Hoffnung tötest
du nicht,
denn Träume
haben Kinder.

© Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist



Donnerstag, 21. Mai 2015

Spaß - Seite mit Bild und Spruch ...

Heute muss ich mal wieder Lachen. Zu dieser Spaßseite muss ich nicht viele Worte machen und jeder kann selbst entscheiden, ob er Lächeln, Lachen oder auch nur Grinsen möchte. 



       

Colle und lustige Sprüche

Das ist kein dicker Bauch, das ist ein Feinkostgewölbe.

Trinkspruch: 

Manchmal trinke ich Wasser, um meine Leber zu überraschen.



Hinfallspruch:

Ich bin nicht gefallen. Ich habe den Boden attackiert.

Altsein-Spruch: 

Du weißt, dass du alt geworden bist, wenn deine Freunde anfangen, mit Absicht Babys zu machen.


Lustige Beleidigung, wenn jemand was dummes gesagt hat:

Die Intelligenz verfolgt dich gnadenlos, aber du bist schneller.






Oscar Wild Zitat: 

"Ich kann allem wiederstehen, außer der Versuchung!"
Kneipenspruch: 

Solange ich am Boden liegen kann, ohne mich festzuhalten, bin ich nicht betrunken!


Lustige Beleidigung: 

Was dir an Grips fehlt, gleichst du durch Blödheit aus.

Beleidigungsreim: 


Willst Du Dir den Tag versaun, musst Du in den Spiegel schaun.

Witziger Spruch: 


Als ich heute morgen im Bus gepupst habe und sich 4 Leute umdrehten, fühlte ich mich wie bei der Show "The Voice of Germany"

Zitat von Oscar Wild: 

"Manche bringen Freuden, wo immer sie hingehen und andere bringen Freude, wenn immer sie gehen."

Hausfrauen-Spruch: 

Der Haushalt starrt mich an. Ich starre zurück ohne den Blickkontakt zu verlieren. Ich schiebe ein Stück Schokolade in den Mund. Gewonnen.



Mittwoch, 20. Mai 2015

Blumen sind Boten ...

Nun ist später Nachmittag und ich habe die Pflanzen, die ich gestern bei der Post abgeholt habe, in Balkonkästen eingesetzt. Sie, die Pflanzen, sind noch sehr jung und sehen ramponiert aus, eine Woche in einem Karton eingesperrt, macht sich eben bemerkbar. Doch weil sie noch so jung sind, habe ich die Pflanzen nicht reklamiert, werde versuchen sie mit meiner Liebe aufzupäppeln. 


Blumen von Gestern

Pflanze oben in der Mitte, von Gestern. Atztekengold, mal sehen ob es
noch etwas wird.
Blumen ca. 3 Wochen alt




Vier Hortensien vom vergangenen Jahr. Alle haben viele Blütenansätze.

So nun habe ich alle Pflanzen, die ich für "Balkonien" brauche. Nun kann ich beruhigt die Pflege der Pflanzen übernehmen, und Urlaub machen.





Dienstag, 19. Mai 2015

Zumutung DHL ...

Meine lieben Freunde, der heutige Tag war für mich sehr anstrengend, denn ich habe meine bestellten Blumen-Pflanzen selbst abholen können oder müssen. Nein, dieses Mal war nicht der Blumen-Versand schuld, sondern die DHL- Post. Sechs Tage waren die Pflanzen unterwegs und sie, die DHL, waren anscheinend zu faul in die dritte Etage die Blumen zu bringen. Sie steckten nur eine Karte, mit Kuvert, in den Briefkasten, ich sollte heute ab 15:00 Uhr, die Pflanzen abholen. So musste ich heute, in eine ca. 1 Km entfernte Filiale laufen, habe ja kein Fahrzeug, und habe sie abgeholt. Rückwärts ging es mit dem Taxi, ich konnte die Pflanzen ja nicht, in einem Karton von ca. 1 Meter Länge, tragen. Es waren 21 Pflanzen die von der Gärtnerei sehr gut verpackt waren und noch Feuchtigkeit in sich trugen. So musste ich nur einige gelbe Blätter und Blüten entfernen und habe keine Reklamation, nur viel Arbeit gehabt, auch die Verpackung zu entfernen.


Nur die DHL-Post möchte ich am liebsten auf den Mond schießen, und ich denke
Bild: Faldrian
an die ehemalige DDR-Post und ihren Ruf, sie war 10 x besser als hier im Westen. Wenn ich noch dazu lese, die Bahn-GDL will wieder nächste Woche streiken, da kommt mir wirklich der kalte Kaffee wieder hoch. 
Ja ich weiß, ich muss mich abregen, aber ich frage mich, in was für ein Land lebe ich eigentlich. Warum werden gute Errungenschaften abgebaut, egal auf welchem Gebiet, und die Verantwortlichen dafür, bekommen noch mehr Gehalt. 
Ja, ich höre schon auf zu schimpfen, ich schade mir nur selbst ... 



Die Feder kritzelt

Die Feder kritzelt: Hölle das!
Bin ich verdammt zum Kritzeln-Müssen? —
So greif' ich kühn zum Tintenfass
Und schreib' mit dicken Tintenflüssen.
Wie läuft das hin, so voll, so breit!
Wie glückt mir Alles, wie ich's treibe!
Zwar fehlt der Schrift die Deutlichkeit —
Was tut's? Wer liest denn, was ich schreibe?

Friedrich Nietzsche



Montag, 18. Mai 2015

Es war einmal ein Bäcker ...

Zum Abschluss meiner sehr kleinen "Ess-Beilage", möchte ich noch spaßige Gedichte über das Essen aufschreiben. Es sind keine hochtrabende, poetische Werke, aber kein Dichter schämte sich, übers Essen zu schreiben und seine Folgen. :-)





Es war einmal ein Bäcker

Es war einmal ein Bäcker,
Der prunkte mit seinem Wanst,
Wie du ihn kühn und kecker
Dir schwerlich träumen kannst.
Er hat zum Weibe genommen
Ein würdiges Gegenstück;
Doch sie konnten zusammen nicht kommen
Sie waren viel zu dick.

Frank Wedekind (1864 - 1918)




Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde, 
Du Ungleichrunde, 
Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, 
Du Vielgequälte, 
Du Gipfel meines Entzückens. 
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens 
Mit der Gabel! – Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark 
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen. 
Mußt nicht so ängstlich dampfen. 
Ich möchte dich doch noch einmal erfreu'n. 
Soll ich Schnittlauch über dich streun? 
Oder ist dir nach Hering zumut? 
Du bist so ein rührend junges Blut. –
Deshalb schmeckst du besonders gut. 
Wenn das auch egoistisch klingt, 
So tröste dich damit, du wundervolle 
Pellka, daß du eine Edelknolle 
Warst, und daß dich ein Kenner verschlingt.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)




Nähr dich, o Mensch, verständig

Fettbildner sind, das merke:
Fett, Zuckerstoff und Stärke;
Blutbildner sind im ganzen
Die Proteinsubstanzen…
Daß Knochen sich erneuern,
Bedarfst du Alk und Säuren;
D'rum mische klug und weise
Dergleichen in die Speise.
Und also iß und lebe,
Ersetzend dein Gewebe,
Und denk in allen Fällen:
Wie bild ich neue Zellen?

Johannes Trojan (1837 - 1915), deutscher Humorist



Bis auf weiters

Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muß sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: »Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?«

Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen.

Wilhelm Busch (1832 - 1908)




Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut 

Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich
die altgermanische Küche.
Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
holdselig sind deine Gerüche.
Gestovte Kastanien im grünen Kohl,
so aß ich einst bei der Mutter!
Ihr heimischen Stockfische, seid mir gegrüßt,
wie schwimmt ihr klug in der Butter. 
Jedwedem fühlenden Herz bleibt
das Vaterland ewig teuer.
Ich liebe auch recht braun geschmort
die Bücklinge und Eier.
Wie jauchzen die Würste in spritzendem Fett!
Die Krammtesvögel, die frommen
Englein mit Apfelmus,
die zwitschern mir: "Willkommen!"

Heinrich Heine (1797 - 1856)


Dieses sorbische Sprichwort, sollten viele Menschen kennen:

"Aus leerer Schüssel schmeckt es nicht, selbst wenn sie silbern wäre."

Sorbisches Sprichwort