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Sonntag, 17. Mai 2015

Heiße Kaffee-Drinks ...

Zum Abschluss der "Drei Köstlichkeiten aus der Österreichischen Küche", möchte ich noch "Heiße Kaffee-Drinks" servieren. Raffinierte Varianten verfeinern den schwarzen Muntermacher: einmal  mit Mandelaroma aufgepeppt; dann mit Orange und Sahne vermischt: exotisch mit Kokos und Rum oder mit Eiern als Grog. 


Wünsche allen Leser/innen einen wundervollen Sonntag und sage
Guten Appetit!








Samstag, 16. Mai 2015

Salzburger Nockerl ...

Alle guten Dinge sind Drei ... so möchte ich meinen Abstecher in die Österreichische Küche nennen. Heute möchte ich die "Salzburger Nockerl" vorstellen, viele von euch kennen sie bestimmt schon und ich hoffe, sie haben so geschmeckt wie sie aussehen.







Darf ich gestehen, ich bekomme schon Appetit, wenn ich nur alleine das Bild anschaue. Ich hätte sie schon längst machen können, aber ich habe mich nicht getraut. Nun habe ich wieder Mut ...


Freitag, 15. Mai 2015

Eine kleine Köstlichkeit ...


Wenn ich schon, wie gestern, bei kleinen Köstlichkeiten bin, so möchte ich noch eine weitere Leckerei empfehlen, "Halbgefrorene Mandelsahne". Das schöne Wetter ist auch dazu geeignet. Das Rezept steht auf der Karte und es ist nicht schwer, es zuzubereiten ...







Ich mag Gedichte, Sprüche usw., aber Zwischendurch muss auch mal etwas anderes sein. Da kommen mir solche kleinen Köstlichkeiten sehr zu recht. Ich bin nämlich ein Leckermäulchen. :-)



Donnerstag, 14. Mai 2015

Apfelküchlein mit Eis

Heute ist nun Himmelfahrt, der gleichzeitig Vatertag ist. Für mich ist es ein
normaler Tag, wie es auch Muttertag war, denn ich habe seit 45 Jahren keinen Vater mehr. Er ist 10 Jahre vor meiner "Mutsch" in eine andere Welt gegangen. An diesem Tag, der ein Tag der traurigen Erinnerung geblieben ist, werde ich mich ablenken und versuchen, zu genießen. Hier ist ein kleines Rezept, was schmeckt und Spaß macht ... vielleicht auch für euch etwas?






Mittwoch, 13. Mai 2015

Das trügerische Spiel dieser Welt ...

So, nun habe ich meinen Vorsatz gebrochen und Pflanzen über den Versandhandel bestellt. Es ist ein Ableger von "Floraprima" und von diesem Absender wurde ich noch nie beim Versenden von Blumen enttäuscht. Werde ich Glück haben und die Pflanzen kommen ohne Komplikationen an? Es würde mich freuen und es euch berichten ... der Name der Gärtnerei sollte ein gutes Omen sein, "gartenprima".
Prima wäre es auf alle Fälle, denn es wären meine letzten Blumen-Pflanzen für dieses Jahr und mein "Balkonien" wäre fertig.  


Das trügerische Spiel dieser Welt ...

Es waren einmal zwei Freunde, die gelangweilt an einem Tümpel saßen. Da meinte der eine: "Du, - wenn du einen Frosch fängst und ihn lebendig herunterschluckst, geb' ich Dir hundert Mark!" Der andere zögerte nicht lange, fing einen Frosch, schluckte ihn hinunter und bekam auch gleich die hundert Mark. Nach einer kurzen Weile fragte dieser: "Wenn ich Dir auch hundert Mark gebe, wirst Du dann ebenfalls einen Frosch schlucken?" "Klar, mach ich!" sagte der andere, und verschluckte ebenfalls einen. Als er seinem Freund die hundert Mark gab, dämmerte es den beiden: "Jetzt haben wir beide einen Frosch hinuntergeschluckt, uns ist fast übel dabei geworden, und wir haben nicht einmal den geringsten Nutzen davon gehabt!"
So ist das trügerische Spiel dieser Welt...

Thakar Singh


Wikipedia
Anemonen

Sie sprießen licht aus Waldesnacht,
Ohne reichen Duft, ohne Farbenpracht,
Unter den großen, alten Bäumen,
Über das Moos wie flutend Träumen:
Wann der Wind vorüber streicht,
Neigen sie ihre Köpfchen leicht,
Aber wo die Sonne licht
Durch die Blätterkronen bricht,
Saugen sie all das goldige Scheinen
Sehnsuchtsvoll in den Kelch, den kleinen.
So blühen sie scheu, ohne Glanz und Pracht:
Die lichten Kinder der Waldesnacht.

Therese Dahn (1845 - 1929)


Dienstag, 12. Mai 2015

Begnüge dich, Liebste!

Es wird heute ein sehr schwüler Tag werden, jetzt um die Mittagszeit sind es schon 22° und der Himmel ist zugezogen. Die Hirn-Leistung lässt bei dieser Temperatur nach, und auch ich habe keine große Lust etwas zu tun. So mache ich etwas, was ich am liebsten mache, ich suche Gedichte, die ich an euch weitergebe. In meinem Blog bleiben sie gespeichert und ich kann sie immer Nachlesen, was ich als schön empfinde.

Es liegt der heiße Sommer

Es liegt der heiße Sommer
Auf deinen Wängelein;
Es liegt der Winter, der kalte,
In deinem Herzchen klein.

Das wird sich bei dir ändern,
Du Vielgeliebte mein!
Der Winter wird auf den Wangen,
Der Sommer im Herzen sein.

Heinrich Heine

Begnüge dich, Liebste!

Motto:

Wohl kann ich dich zum Schokoladenladen laden,
Doch nicht mit dir in Baden-Baden baden.

Ich kann dir nicht, was andre schenken, schenken.
Und nicht die Welt aus den Gelenken lenken.
Du darfst dich nicht auf Schmuck und Spitzen spitzen.
Wirst nicht mit mir auf goldnen Sitzen sitzen,
Jedoch, der ich des Dichters Habe habe,
Vermag es, dass dich and're Labe labe:
Schon fühl' ich es von Liederkeimen keimen,
Ich will sie dir in goldnen Reimen reimen,
Dass dir gar lieblich ihr Getöne töne,
Und dich der Verse Schmuck verschöne, Schöne.

Heinrich Seidel

Die Rose hat Dornen nur für jene, die sie berühren wollen.

Aus China


Eintagsfliege


An einem warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um die Krone eines alten Baumes getanzt, gelebt, geschwebt und sich glücklich gefühlt und als das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf den großen, frischen Blättern ausruhte, so sagte der Baum: Arme Kleine! Nur ein Tag währt dein ganzes Leben! Wie kurz das ist! Wie traurig!” Traurig?” erwiderte dann stets die Eintagsfliege, was meinst du damit? Alles ist so herrlich licht, so warm und schön, und ich selbst bin glücklich!” -Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!” Vorbei?” sagte die Eintagsfliege, Was ist vorbei? Bist du auch vorbei?”  Nein, ich lebe vielleicht Tausende von deinen Tagen, und meine Tage sind ganze Jahreszeiten! Das ist etwas so Langes, dass du es gar nicht ausrechnen kannst!” Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du bist Tausende von meinen Tagen, aber ich habe Tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich sein kann! Hört denn alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du einmal stirbst? "Nein”, sagte der Baum, “die währt gewiss länger, unendlich viel länger, als ich denken kann! ”Aber dann haben wir ja gleich viel, nur dass wir verschieden rechnen!”



Montag, 11. Mai 2015

Für mich kein Muttertag ...


Heute wollte ich eigentlich von meiner Mutter, meiner "Mutsch" schreiben, doch ich möchte nicht traurig sein, also lasse ich es sein. Sie ist seit 35 Jahren in einer Welt, die kein Zurückkommen kennt. Leider ... also schreibe ich, als ob es kein Muttertag gibt. Für mich ist es ein normaler Sonntag ...



Der Zauberer

Das Leibgericht des Mullahs war "Fesenjan" - ein Gericht, das mit Nüssen zubereitet wird. Seine Frau hatte ihm das Gericht versprochen und nun wollte der Mullah die Nüsse dafür aus dem Nusskrug holen.
Er fasste tief in den Krug und ergriff so viele Nüsse, wie er fassen konnte. Als er seinen Arm herausziehen wollte, gelang ihm das aber nicht. So sehr er auch zog und zerrte, der Krug wollte seinen Arm nicht mehr freigeben. Er jammerte und fluchte so, wie es ein Mullah eigentlich nicht tun sollte, aber nichts half. Sogar seine Frau zog aus Leibeskräften am Krug, aber auch sie konnte nichts erreichen.
So wurden die Nachbarn zu Hilfe gerufen, die beobachteten aber nur schaulustig das Geschehen. Jedoch einer von ihnen trat hervor und schaute sich die Sache genau an. Er fragte den Mullah, wie es dazu gekommen war und der erzählte ihm weinerlich die Begebenheit.
Da sprach der Nachbar: "Ich kann Dir helfen. Dafür musst Du aber genau das tun, was ich Dir sage." Der Mullah antwortete: "Ich tu' alles, wenn mir nur geholfen wird."
Der Nachbar forderte den Mullah als erstes auf, seinen Arm wieder zurück in den Krug zu schieben. Der Mullah fand das sehr seltsam, denn schließlich wollte er ja die Hand aus dem Krug und nicht noch weiter hinein bekommen. Aber er tat, wie ihm geheißen.
Dann sagte der Nachbar, der Mullah solle nun die Nüsse loslassen. Der Mullah war ärgerlich, denn er wollte doch schließlich die Nüsse für sein Leibgericht. Widerwillig tat er, was der Nachbar forderte.
"Und nun mach Deine Hand ganz schmal und zieh sie heraus." Der Mullah tat's und war frei. Aber zufrieden war er nicht. "Ich bin jetzt zwar vom Krug befreit, aber ich habe keine Nüsse!"
Da ergriff der Nachbar den Krug, kippte ihn um und ließ so viele Nüsse herausrollen, wie der Mullah brauchte.
Der Mullah stand mit weit aufgerissenen Augen da und sagte: "Sag, bist Du ein Zauberer?"

gefunden in: Der Kaufmann und der Papagei von Nossrat Peseschkian

Nein, für mich ist er kein Zauberer, nur ein Mensch mit Verstand. Was mir wiederum gefällt.

Was ist Wahrheit?

...ein Schüler fragte seinen Meister: was ist die Wahrheit? Der Meister antwortete ihm: die Wahrheit ist wie die Sonne - wenn Du ihr zu nahe kommst verbrennst Du dich. 

Autor: unbekannt aus China



Mit freundlicher Genehmigung von Antjeka.

Herzlichst Margot.


Sonntag, 10. Mai 2015

Das Regenmännchen

Bild: Makiko Kimura
Kurzgeschichten sind immer schön, besonders für Menschen wie mich. Ich mag keine zu dicke Bücher und ihre Geschichten, denn ich überlese viele Worte die mich nicht interessieren. Sagen könnte ich dann zwar, was für ein interessantes Buch ich gelesen habe, aber davon halte ich nicht viel. Dagegen sind Kurzgeschichten effektiv gestaltet, der Sinn der Geschichten sind zu erkennen, oder ich muss gleich überlegen ihn zu erkennen. Was mir sehr gefällt ... nein, so traurig und gelangweilt möchte ich nicht meine Tage verbringen, wie Makiko Kimura das Hundchen gemalt hat, aber es bringt Erinnerungen. Erinnerungen die sehr schön waren ... die ich aber nicht erzählen möchte, sondern über ...

Das Regenmännchen

Draußen heulte ein Sommergewitter durch die Straßen und trieb aus dunklen Wolken dicke Regentropfen an Toms Fenster. Tom saß mit trüber Miene auf der Fensterbank und schauderte. Was für ein Ferienwetter! Alle seine Freunde, mit denen er sich sonst verabredete, waren in den Urlaub gefahren oder hatten keine Zeit, und so musste er den Nachmittag alleine herumkriegen. Und dann auch noch so ein Wetter, brrr!
Tom gähnte. Er hauchte auf die kühle Scheibe und malte gelangweilt einen Smiley, Dabei fiel sein Blick auf einen besonders dicken Tropfen außen auf dem Glas. Zuerst dachte er, es sei eine Täuschung und er blinzelte zweimal. Doch als er wieder hinsah, war es immer noch da: im Tropfen eingeschlossen ein winziges, aber deutlich erkennbares kleines Lebewesen mit Armen und Beinen wie ein Mensch. Es hatte eine Art lila Kapuze auf dem Kopf, einen weißen Umhang darunter und es winkte!
Tom sah sich um. Außer ihm selbst war niemand im Zimmer, es musste also ihn meinen! Vorsichtig näherte er sein Gesicht der Scheibe. Das winzige Wesen schlug in seinem Regentropfen lachend einen Purzelbaum. Tom musste einfach mitlachen, das sah zu lustig aus, wie das kleine Männchen in seinem Tropfen herumkugelte.
Dann machte es noch einen freischwebenden Wasserhandstand und Tom applaudierte begeistert. Mitten im Ansatz zu einem Salto kam plötzlich ein neuer Tropfen von oberhalb der Scheibe heruntergerollt. Das Tropfenmännchen sah ihn kommen, hob noch einmal lachend die Hand zum Abschied und, schwupp, abwärts ging es mit ihm samt Tropfen!

Abwärts ging es auch mit Tom, der von der Fensterbank auf den dicken Teppich vor der Heizung geplumpst war. Verwirrt rieb er sich den Ellbogen. Gab es das Tropfenmännchen nun wirklich? Oder war er etwa eingenickt und dabei von der Fensterbank gefallen?
Tom kletterte wieder auf seinen Aussichtsplatz und betrachtete jetzt fasziniert jeden einzelnen neuen Regentropfen an der Scheibe. Mit der Langeweile war es jetzt jedenfalls erst mal vorbei.

Susanne Püschel

Für mich ist diese Kurzgeschichte, eine Geschichte zum Träumen und ein Mittel gegen Langeweile, die bei mir sowieso nicht aufkommen kann und soll. Meine Phantasie lässt mich solche Geschichten erzählen, wenn auch nur leise und für mich alleine.



Samstag, 9. Mai 2015

Die Flaschen sind leer, das Frühstück war gut

Bei so einem wundervollen Wetter, was herrscht, mit Sonne und warmer Luft, kann ich nur an schöne Dinge denken. Die Blumen auf meinem Balkon unterstützen mich dabei. Sie lassen mich, bei ihrem Anblick, lächeln. So möchte ich auch dieses Lächeln beim Lesen von Gedichten beibehalten und suche dementsprechende Verse. Meine Auswahl zeige ich nun und hoffe, ich habe nicht daneben gegriffen ...


 

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug für einen Tag.

Christian Morgenstern
Frühling

Die blauen Frühlingsaugen 
Schaun aus dem Gras hervor; 
Das sind die lieben Veilchen, 
Die ich zum Strauß erkor. 
Ich pflücke sie und denke, 
Und die Gedanken all, 
Die mir im Herzen seufzen, 
Singt laut die Nachtigall. 
Ja, was ich denke, singt sie 
Lautschmetternd, daß es schallt; 
Mein zärtliches Geheimnis 
Weiß schon der ganze Wald.

Heinrich Heine
Die Flaschen sind leer, das Frühstück war gut

Die Flaschen sind leer, das Frühstück war gut,
Die Dämchen sind rosig erhitzet;
Sie lüften das Mieder mit Übermut,
Ich glaube sie sind bespitzet.

Die Schulter wie weiß, die Brüstchen wie nett!
Mein Herz erbebet vor Schrecken.
Nun werfen sie lachend sich aufs Bett,
Und hüllen sich ein mit den Decken.

Sie ziehen nun gar die Gardinen vor,
Und schnarchen am End um die Wette,
Da steh ich im Zimmer, ein einsamer Tor,
Betrachte verlegen das Bette.

Heinrich Heine


Einer verehrten Frau

Man sagt, an solchen Tagen sei es Pflicht,
sich selber einen Spiegel vorzuhalten:
Ich bring ihn Dir, verschmäh' dies Blümchen nicht!
Es soll Dir Deinen eignen Wert entfalten.

Sieh der becheidenen Reseda Blüte,
ein Bild der Menschenfreundlichkeit,
die ohne Prunk, voll innerer Herzensgüte,
den Wohlgeruch der tät'gen Liebe streut.

Eduard Mörike


Auf ein Ei geschrieben

Ostern ist zwar schon vorbei,
Also dies kein Osterei;
Doch wer sagt, es sei kein Segen,
Wenn im Mai die Hasen legen?
Aus der Pfanne, aus dem Schmalz
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,
Und kurzum, mich tät's gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren,
Und zugleich tät es mich kitzeln,
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.

Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst erschaffen,
Wohl die Henne? wohl das Ei?

Wäre das so schwer zu lösen?
Erstlich ward ein Ei erdacht:
Doch weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat's der Has gebracht.

Eduard Mörike



Freitag, 8. Mai 2015

Ein kluger Entschluß reift unverhofft ...

Es war gestern wieder ein sonniger Tag, wenn auch ein starker Wind wehte. Ich hatte mir vorgenommen einige Pflanzen zu kaufen und ich tat es auch. Langsam muss ich doch mit Balkonien fertig werden, waren meine Gedanken und so kaufte ich 14 Pflanzen unterschiedlichster Sorte. Eingepflanzt habe ich sie noch nicht, aber an Ort und Stelle gestellt. So verging meine Zeit und meine Kraft war auch nicht mehr wie ein junges Mädchen, habe ich mir so gedacht, als ich fertig war. Doch einige Pflanzen möchte ich euch noch zeigen ... 


Ein kluger Entschluß reift unverhofft ,
Blitzschnell und ohne Erwägung ...
Doch Dummheiten machen wir allzuoft
Nach reiflichster Überlegung.

Oscar Blumenthal



Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben - 
Das ist ein hohles, ein halbes Leben. 
Doch glücklich ist der begnadete Mann, 
Der seine Sorgen sich wählen kann. 

Oscar Blumenthal



Zur Wiege - nicht zum Grabe,
wo alles schon erreicht -
gehört des Wunsches Gabe:
"Die Erde sei dir leicht!"

Oskar Blumenthal



Kein Tagdieb wird überflüssig,
sich abzuhasten für ein Nichts:
Sie gehn ein ganzes Leben müßig
im Schweiße ihres Angesichts.

Oscar Blumenthal