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Freitag, 9. Januar 2015

Rechnung für Mama

Heute habe ich eine nette Geschichte im Internet gefunden, ohne dass ich sie gesucht habe. Es ist eine Geschichte die mich anrührt, denn man nimmt alles was die Mutter für einen macht, als Selbstverständlichkeit an. Was man selbst macht ... nein, so habe ich nie gedacht, findet man so wichtig um sich bezahlen zu lassen? Falls es solche Menschen gibt, sollte er diese Geschichte lesen und sein Herz sprechen lassen, wie dieser sehr junge Mann, aber ohne vorher eine Rechnung zu stellen ...

Rechnung für Mama

Eines Abends, als die Mutter gerade das Abendessen kocht, kommt der elfjährige Sohn in die Küche, mit einem Zettel in der Hand.
Er überreicht den Zettel mit einem seltsamen, amtlich anmutenden Gesichtsausdruck seiner Mutter, die sich daraufhin die Hände in der Schürze abwischt, den Zettel entgegennimmt, und zu lesen beginnt:

Für das Jäten des Blumenbeetes: 2 Euro
Für das Aufräumen meines Zimmers: 8 Euro
Weil ich Milch holen gegangen bin: 1 Euro
Weil ich drei Nachmittage auf meine kleine Schwester aufgepasst habe: 12 Euro
Weil ich zwei Einser bekommen habe: 8 Euro
Weil ich jeden Tag den Müll rausbringe: 3 Euro
Insgesamt: 34 Euro.

Die Mutter sieht ihren Sohn sanft an. Es kommen ihr unzählige Erinnerungen ins Gedächtnis. Dann nimmt sie einen Stift, und beginnt auf einen anderen Zettel zu schreiben:


Für neun Monate lang unter meinem Herzen tragen: 0 Euro
Für alle durchwachten Nächte, die ich an deinem Krankenbett verbrachte: 0 Euro
Für das viele Im-Arm-halten und Trösten: 0 Euro
Für das Auftrocknen deiner Tränen: 0 Euro
Für alles, was ich dir Tag für Tag beigebracht habe: 0 Euro
Für jedes Frühstück, Mittagessen, Brotzeit und alles, was ich dir zubereitete: 0 Euro
Für mein Leben, was ich dir jeden Tag gebe: 0 Euro
Insgesamt: 0 Euro

Als sie fertig ist, gibt die Mutter mit einem Lächeln den Zettel ihrem Sohn in die Hand. Das Kind liest ihn, und zwei große Tränen laufen aus seinen Augen. Dann drückt er den Zettel an sein Herz, und schreibt im Anschluss auf seine eigene Rechnung:

… BEZAHLT ...

Johanna von Koczian hat diesen Text so ähnlich gesungen und ich bin heute sentimental es zu hören. Dabei denke ich an meine "Mutsch", sie ist schon vor sehr vielen Jahren verstorben, aber meine Liebe ist geblieben.


  
           


Donnerstag, 8. Januar 2015

Liebessprüche

Heute möchte ich etwas Schönes, Liebes schreiben und ich glaube ich mache nichts Falsches, wenn ich Liebessprüche aufschreibe. Vielleicht ist etwas dabei, was ihr auch verwenden könnt. Es würde mich freuen ... und sie können von beiden Geschlechtern angewendet und geschrieben werden. 



Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.

Ich habe nur eine Schwäche. Nämlich dich.

Wäre ich ein Pirat, wärst Du mein wertvollster Schatz und ich würde Dich in meinem Herz vergraben.

Wirst du gut auf mein Herz aufpassen? Ich habe es nämlich bei dir gelassen!

Vergiss nie jemanden, den Du je geliebt hast. Aber liebe nie jemanden, der Dich vergessen hat!

Für die Welt bist du nur irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die ganze Welt.

Ich werde nicht neidisch, wenn mein Ex eine Neue hat, weil Mama mir früher immer gesagt hat, dass ich Spielzeug, welches ich nicht mehr brauche, den Armen und Hilfebedürftigen geben soll.
Autor: lillchoc

Der Beweis der Liebe ist Vertrauen.




Ich kann morgens nicht frühstücken, weil ich Dich liebe. Mittags schmeckt das Essen nicht, weil ich Dich liebe. Abends kann ich nicht essen, weil ich Dich liebe. Nachts schlafe ich nicht, weil ich so einen Hunger habe.

Ich habe gerade einen Anruf von Himmel bekommen. Die vermissen einen Engel. Keine Angst, ich hab' dich nicht verraten!

Ich wollte dir etwas Schönes, Liebes, Einfühlsames und Erotisches senden, aber leider passe ich nicht auf's Display.

Du brichst mir das Herz. Nur gut, dass es so viele gute Kleber auf dem Markt gibt!

Du strahlst heller als die Sonne - aber jetzt mach bitte das Licht aus, ich bin zu müde!




Ich wünsche euch:
Ruth-Ursula Westerop  
Ein Huhn, das gold´ne Eier legt,
´nen Baum, der alle Lasten trägt,
ein Tier, das alle Sorgen frisst
und falls du auch mal traurig bist,
dich kitzelt, bis du wieder lachst
und gleich, wie üblich Witze machst.

Ich wünsche dir ein tolles Jahr
mit Sahnehäubchen drauf sogar
aus Harmonie und Zweisamkeit.
Wünsch dir ´nen Reißwolf, der bereit,
um Wut und Ärger zu zerfleddern
und auch Gereiztheit gleich zu schreddern.


Ich wünsch dir einen Riesenstrauch
mit Glücksblättern und dazu auch
zwölf Monate in großen Tüten,
mit Liebes - und Gesundheitsblüten.
Das auf dem Tag im nächsten Jahr
du sagen wirst: “Wie wunderbar!
Das ganze Jahr war gut und rund.”
Vor allen Dingen

BLEIBT GESUND!



Mittwoch, 7. Januar 2015

Mein 1000. Beitrag

Hallo, Hallo, heute möchte ich mal etwas erzählen, ich bin ja kein Angeber-Typ, aber heute habe ich meinen 1.000 Beitrag aufgeschrieben. Darauf bin ich etwas Stolz, vor allen Dingen, dass ich seit
ca. 3 Jahren dabeigeblieben bin. In dieser Zeit habe ich viel gesehen und andere Menschen mit ihrem Blog kennengelernt. Nein, kommentiert habe ich nicht viel aber viel von diesen Blogs gelernt. Besonders die Fotoblogs haben mir viel Freude gebracht, ich habe die Welt gesehen.
Foto:Rainer_Harscher
Im Internet kann man in jedes Land der Welt reisen und deren Schönheiten sehen. Nein, nicht nur Schönheit, so manche Armut habe ich auch gesehen und es hat mich zum Nachdenken gebracht. Dieses Nachdenken zeige ich nicht gerne in der Öffentlichkeit, weil ich ein positiv denkender Mensch bin und kein Friedensaktivist. Wäre ich ein solcher Aktivist, wäre mein Blog ein politischer Blog, der sich über die Fehler in der Welt aufregen würde, ohne ein Ergebnis zu erzielen. Ich bin nicht mehr in dem Alter der Auflehnung, ich weiß jetzt, es würde mir, aber auch der Welt nichts bringen. Es würde keinen Politiker oder reichen Menschen weniger geben. Wir werden nur für deren Ziele ausgenutzt und müssen unseren Kopf hinhalten, wie man es überall sieht oder hört.


Nein, ich habe kein unendliches Leben und möchte mein kurzes Leben so gestalten, wie es mir zusagt, aber ohne einen anderen Menschen auszubeuten, oder ihm die Luft zum Atmen zu nehmen. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft sind die Grundpfeiler eines Menschen wie mich. Eigentlich bin ich ein gerechter Mensch, aber ich werde nicht in diese Länder fahren, um es diesen ungerechten Menschen zu sagen. Wie lange besteht die Welt und was hat sich in dieser Zeit für den Menschen verändert? Nichts, oder nicht viel, abgesehen von dem geldlichen Reichtum mancher Menschen, denen sie durch ihre Rücksichtslosigkeit, gegenüber anderen Menschen, erworben haben.

Also meine Bitte, lasst mich so sein wie ich bin und wenn ihr mich auch weiterhin lesen möchtet, kommt. Es würde mich freuen.




Herzlichst Margot

Dienstag, 6. Januar 2015

Winternacht

 Der Morgen fängt mit Sonne und Kälte an, die Sonne scheint über mich zu lachen, mein Gesicht sieht sehr zerknittert aus, wie ich nach einem Blick in den Spiegel, feststellen konnte. Warum, mein Schlaf war, eben, nicht zum Ausruhen gedacht, sondern zum Aufregen gewesen. Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen, die ich mir nicht einmal erlaubt habe, am Tag zu denken. Jetzt am Tag möchte ich aber lieber an den Winter denken und nicht an die verkorksten Gedanken der Nacht. Einige Gedichte über den Winter, die mir gefallen, habe ich gefunden ...


Fotos wurden von HD-Wallpapers entnommen

Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seine Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff






Winter

Der Winter hat sich angefangen, 
der Schnee bedeckt das ganze Land, 
der Sommer ist hinweggegangen, 
der Wald hat sich in Reif verwandt. 

Die Wiesen sind vom Frost versehret, 
die Felder glänzen wie Metall, 
die Blumen sind in Eis verkehret, 
die Flüsse stehn wie harter Stahl.

Wohlan, wir wollen wieder von uns jagen 
durchs Feuer das kalte Winterleid! 
Kommt, laßt uns Holz zum Herde tragen 
und Kohlen dran, jetzt ist es dran.

Johann Rist (1607 - 1666)




Schnee

Ich weiß nichts Schönres auf der Welt,
als wenn ein Schnee vom Himmel fällt -
so klein und weich und leise.
Dann steh' ich wohl auf weiter Flur,
es webt in mir ein Fühlen nur:
Ich bin ein Kind und ganz verloren
in diesem weichgeflockten Taumeltanz,
in dieser Undurchdringlichkeit und Stille ganz
bin ich ein Schnee, als Flocke nur geboren.

© Dr. Carl Peter Fröhling (*1933), deutscher 
Germanist, Philosoph










Montag, 5. Januar 2015

Das Märchen von Kleinhausen

Als ich diese Geschichte las, dachte ich nicht an alte Zeiten und an "Es war einmal ...", sondern an die heutige Zeit. An die Großunternehmen, die den kleinen Geschäftsmann kaputt machen. An unsere Politiker, die den Bürger, also uns, für die Energie der Großunternehmen zahlen lassen. An so viel Ungerechtigkeit, die nicht nur in der Welt besteht, sondern besonders an uns, an Deutschland.


Das Märchen von Kleinhausen

Es was einmal ein kleines Dorf namens Kleinhausen. Dort lebten ein Bauer, ein Bäcker, ein Schneider und ein Schuster. Es was ein schönes kleines Dorf und alle lebten glücklich, und jeder hatte was er brauchte. 
Der Bauer kaufte Brot vom Bäcker, dafür kaufte der Bäcker dem Bauern das Getreide ab. Beim Schneider wurden die Kleider gekauft und er kaufte dafür Milch vom Bauern, Brot vom Bäcker und Schuhe vom Schuster. So wurde alles in Kleinhausen gekauft und getauscht und alles funktionierte.

Da kam es aber, dass es im großen Nachbarort Großhausen eine große Bäckerfirma gab. Diese hatte schon alle Bäckereien dort aufgekauft. Alle Bauern in Großhausen konnten nur dem einen Bäcker ihr Getreide verkaufen, dieser gab ihnen aber nur den halben Preis für ihr Getreide, darum konnte dieser Bäcker auch billiges Brot erzeugen. Auch zahlte diese Firma ihren Arbeitern nur wenig Geld.

Nun geschah es, dass der Schneider von Kleinhausen zu sich sagte: Da kann ich mir doch etwas sparen wenn ich mein Brot nicht mehr beim Bäcker in meinem Ort kaufe, sondern das billige Brot aus Großhausen". So tat er es. Auch der Schuster von Kleinhausen ging nach Großhausen um dort sein Brot zu kaufen.

Der Bäcker von Kleinhausen konnte nun nur mehr einen Teil seines Brotes verkaufen, und dadurch auch dem Bauern nicht mehr so viel Getreide abkaufen.

Da waren der Bäcker und der Bauer nun unglücklich und es sagte ein jeder zu sich: Ich kann es mir nicht mehr leisten meine Schuhe und meine Kleider in teuren Kleinhausen zu kaufen. Ich muss nach Großhausen und dort meine Schuhe in der billigen Schuhfabrik und meine Kleider in der billigen Kleiderfabrik kaufen. Dies taten sie auch.

Dies hatte natürlich zur Folge dass auch der Schuster und der Schneider weniger Arbeit und weniger Verdienst hatten. Und so ging es und irgendwann kauften alle Menschen aus Kleinhausen die benötigten Dinge im anscheinend billigeren Großhausen. Aber dadurch konnten Sie kein Getreide, kein Brot, keine Schuhe und keine Kleider mehr in Kleinhausen verkaufen und versuchten daher, ihre Waren um einen minimalen Preis nach Großhausen verkaufen, wodurch Sie nochmals weniger verdienten.

Irgendwann als Kleinhausen völlig verarmt war kam der König von Kleinhausen und sagte: So kann es nicht mehr weitergehen, wir müssen uns vor den billigen Waren aus Großhausen schützen, da wir sonst keine Arbeit mehr in Kleinhausen haben. Und so führte er einen Zoll ein. Dieser Zoll machte die nach Kleinhausen gebrachten Waren wieder teurer.

Da nun das Brot aus Großhausen durch den Zoll genauso teuer war wie in Kleinhausen, kauften der Bauer, der Schneider und der Schuster wieder ihr Brot beim hiesigen Bäcker. Dieser konnte nun wieder dem Bauern das Getreide abkaufen, dem Schuster seine Schuhe und dem Schneider seine Kleider. In kurzer Zeit war in Kleinhausen wieder alles im Lot und jeder hatte alles was er brauchte.

Eines Tages geschah es: Es starb der alte König von Kleinhausen und es musste ein neuer gewählt werden. Ein Königskandidat wollte die Dinge so fortführen wie der alte König, der andere versprach ihnen bessere Straßen, schönere Häuser und mehr Lohn.

Der Bauer sagte: Aber glaubt ihm doch nicht, er wird seine Versprechen nicht halten können. Doch die anderen meinten: Wie kannst du den so etwas behaupten, er würde das doch niemals sagen, wenn er das nicht auch halten würde. Und sie nannten den Bauern Verschwörungstheoretiker. Seine Versprechen waren so verlockend dass die meisten in Kleinhausen den versprechenden König wählten.

Nach einiger Zeit kamen die großen Unternehmen aus Großhausen zum neuen König und sprachen: Aber lieber König, seid doch nicht so kleingläubig in Kleinhausen, seid doch modern und öffnet Eure Augen für die große weite Welt, die Leute wollen doch fremde Länder bereisen, und die guten und günstigen Dinge aus anderen Orten kaufen. Diesen Zoll den ihr da habt, der ist ja nicht mehr zeitgemäß, wir müssen doch global denken.

Dem König gefiel diese Idee und so wurden die Zölle wieder abgeschafft. So kam es dass die große Bäckerfirma aus Großhausen, die große Schuh- und auch die große Kleiderfabrik ihre billigen Waren in Kleinhausen anboten.

Der Bauer aber warnte abermals: Wenn ihr die Waren vom billigen Großhausen kauft, haben wir bald wieder keine Arbeit mehr, so wie damals. Aber die
Kleinhausener hatten schon vergessen, was vor einiger Zeit passiert war und kauften bei den großen Unternehmen aus Großhausen.

Und so begann es von neuem, dass jeder die billigen Dinge aus Großhausen kaufte. Da dadurch der Bauer, der Bäcker, der Schuster und der Schneider ihre Waren nicht mehr, oder nur mehr billig verkaufen konnten, hatten sie wenig Verdienst und konnten sich bald überhaupt nichts mehr kaufen.

Da nun die großen Unternehmen von Großhausen nicht mehr viel in Kleinhausen verkaufen konnten, waren Sie gezwungen nach neuen Orten für Ihre Waren zu suchen. So wurde auch bald der Zoll von Nebenhausen abgeschafft. Es dauerte aber nicht lange, war mit Nebenhausen das gleiche geschehen wie mit Kleinhausen. 
So gingen die Unternehmen in andere Orte und es wurde gleichzeitig der Zoll in Oberhausen, Unterhausen, Seitenhausen und Drübenhausen abgeschafft. Und überall passierte das selbe.

Viele Tage vergingen, oft ging die Sonne auf und unter, und viel Wasser floss den Bächen hinunter.
Doch eines Tages kam der Zeitpunkt als die Leute erkannten, dass von all den Geschäftigkeiten nur der Besitzer der großen Bäckerfirma, der Besitzer der großen Kleider- und Schuhfabrik profitierten, und alle anderen davon nur Nachteile hatten.

Und so begannen viele Menschen aus verschiedenen Orten sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden, und versuchten die Leute aus anderen Orten über die Dinge aufzuklären und zu Eigenverantwortung anzuregen, anstatt nur den eigenen Vorteil zu sehen, der nur von kurzer Dauer war.

Anfangs wurden diese Leute belächelt und für verrückt erklärt, auch wurden sie von manchen bekämpft. Aber eines Tages waren es so viele und es konnte sich dieser Tatsache keiner mehr erwehren, und das von den Leuten verbreitete Wissen wurde plötzlich als logisch und immer schon gewusst verstanden. 
Es dauerte eine Weile, aber so entstand mit der Zeit eine neue wunderbare Gesellschaft, in der sich die Menschen selbst bestimmten und sich nicht von anderen lenken ließen.

Und wenn sie nicht daraus gelernt haben, dann läuft dieses Spiel auch noch heute.

Fritz Loin


Sonntag, 4. Januar 2015

Glück kann bedeuten, dass ...

Heute habe ich Glück gehabt, ich bin erst heute zum Einkauf, weil es gestern so toll geregnet hatte. Als ich zum Einkauf ging, war das Wetter trocken, als ich zurückkam, fing es an zu regnen. Über solche Dinge kann ich mich freuen, wie ein kleines Kind, ohne kindisch zu sein. Nun regnet es noch immer ... ich habe mir einen Kaffee gebrüht, sitze am Computer und suche liebenswerte Gedichte. Bei Neujahrswünsche.net habe ich welche gefunden und finde sie gut, wähle das Gedicht Hoffnung ... auch wenn ich keinen Mann suche, wo mein Herz vor Freude klingt.


Hoffnung

Das alte Jahr ist nun zu Ende.
Wer weiß, was mir das Neue bringt…
Ach, wenn ich doch den Einen fände
bei dem mein Herz vor Freude klingt!
Ach, könnt’ ich vieles doch vergessen
und freudig in die Zukunft seh’n!
Ich möcht’ mich nicht am Schmerze messen,
nach jedem Fall erneut aufsteh’n!
Am letzten Tag des alten Jahres
zieh’ ich nun wieder die Bilanz.
Hoffnung ist etwas Wunderbares!
Vertreibt mir meine Sorgen ganz …




Nun habe ich mir Gedanken gemacht über das Wort Glück. Dieses Wort wünschen wir zum neuen Jahr vielen Menschen. Es kann so viel bedeuten ...

Glück kann bedeuten, dass

- der Unternehmer an der Börse einen hohen Kursgewinn erzielt oder
- noch nicht Insolvenz anmelden musste,
- der Arbeitslose noch ein Dach über dem Kopf hat oder
- einen neuen Job in Aussicht hat,
- der Sohn in ein wohlhabendes Unternehmen einheiraten konnte oder
- die Tochter noch unter die "Haube" kam,
- der Handwerker wieder einen Auftrag erhalten hat oder
- ein Säumiger seine überfällige Rechnung zahlt,
- der Fußballer das Siegestor schießen konnte oder
- der Tormann den gegnerischen Ausgleichstreffer gehalten hat,
- der verirrte Wanderer wieder nach Hause fand oder
- vom Rettungsdienst rechtzeitig gefunden wurde,
- der Kosmonaut zum Raumflug ausgewählt wurde oder
- wieder gesund zur Erde zurückkehren durfte,
- der Kranke nicht an den Rollstuhl gefesselt ist oder
- seinen Krebs besiegen konnte,
- der Bergsteiger endlich den Viertausender erklimmen konnte oder
- beim Abstieg kein "Schlechtwettereinbruch" kam,
- der Pilzsammler einen vollen Korb Steinpilze hatte oder
- kein Giftpilz unter seinem Fund war,
- der Hausfrau der Sonntagsbraten gelungen ist oder
- nur die Vorsuppe anbrannte,
- der Angler einen guten Fang hatte oder
- nicht in den Fluss gezogen wurde,
- der Autofahrer ohne Personenschaden den Unfall überstanden  hat oder
- mit einem Busgeld davon gekommen ist,
- der Bräutigam am Hochzeitstag nüchtern war oder
- kein Heiratsschwindler ist,
- die junge Mutti ein gesundes Kind in den Händen hält oder
- nicht schwanger wurde.

Die Beispiele lassen sich noch zahlreich fortsetzen. Glück ist eigentlich nicht definierbar. Es ist nur eine Betrachtungsweise. Bitte betrachtet euer Glück, womit es euch am Besten geht ...

Aufgeschrieben von 
Rudolf Girbert

Samstag, 3. Januar 2015

Der Spiegel 2

Wie so oft fange ich meinen Beitrag mit dem betrachten des Wetters an, es ist ja das Erste, was im am frühen Morgen sehe. Was ich sehe, ist nicht schön, kein
Winterwetter, der Schnee ist geschmolzen und es regnet. Die Temperatur liegt bei 6° Plus, der Himmel ist zugezogen, grau, so sind auch meine Gedanken. Die nachfolgende Geschichte hat auch diesen Farbton, der sich beim längeren Lesen, zu einem helleren Farbton entwickelt ... die Geschichte finde ich gut, denn falsche Kompromisse sollte man nicht eingehen. So, wie ich es manchmal in meinem früheren Leben getan habe.



Der Spiegel 2


Giovanni stellte den Wecker ab, der ihn unsanft aus seinen Träumen gerissen hatte, ging ins Bad und nahm eine heiße Dusche. Als er sich vor dem Spiegel die Haare trocknete, glaubte er, eine Halluzination zu haben. Ungläubig sah er sein Spiegelbild an – ein Mann mit grauem Gesicht, leeren Augen und verbittertem Mund. Er rieb sich die Augen und das Bild verschwand so plötzlich, wie es gekommen war. Da er wie immer spät dran war, hatte er keine Zeit, weiter über dieses seltsame Erlebnis nachzudenken. Er machte sich einen Cappuccino und aß ein paar Kekse dazu, dann eilte er aus dem Haus.

Im Büro gab es wie immer viel Arbeit, aber zum Glück war heute um 12 Uhr Feierabend, denn es war Silvester. Als er ins Auto stieg und in den Rückspiegel sah, fiel ihm die Geschichte von heute Morgen wieder ein. So fuhr er noch schnell am Baumarkt vorbei und kaufte einen neuen Spiegel.

Kaum schloss er die Tür auf, klingelte schon das Telefon. „Hallo Giovanni, wo bist du denn?“, empfing ihn die Stimme von Saskia, seiner Freundin. „Ich war noch etwas besorgen“, antwortete er leicht gereizt. „Wann kommst du?“, fragte sie. „Um sechs, bis dann.“ Eigentlich hatte er überhaupt keine Lust, mit Saskia auf diese Silvesterparty zu gehen, aber sie wollte unbedingt hin. Viel lieber wäre er über den Jahreswechsel an einen ruhigen Ort gefahren, aber sie hatte ihm diese Idee ausgeredet. Er ging ins Bad, nahm den alten Spiegel ab und hängte den neuen hin. Als er sich rasierte, fing sein Spiegelbild wieder an, sich plötzlich zu verändern. Vor Schreck schnitt er sich am Hals mit dem Rasierer. Ein Zittern durchfuhr seinen ganzen Körper und er musste sich auf den Rand der Badewanne setzen. Einige Minuten verharrte er so, bis er wieder ruhiger wurde. Er glaubte nicht an Magie, doch dieses Erlebnis verwirrte ihn sehr. Er ließ das Jahr Revue passieren. In den letzten Monaten hatte er sich beim Blick in den Spiegel öfter gefragt, wer er eigentlich sei. Er war nahe daran, Saskia anzurufen und abzusagen, aber dann würde es wieder tagelang Streit geben.

Er ging zur U-Bahn. Als er nach einem Sitzplatz Ausschau hielt, entdeckte er Martin, einen Kollegen aus Studienzeiten, der in eine Zeitung vertieft war. „Hallo Martin“, begrüßte er ihn. „Ciao Giovanni, wie lange haben wir uns nicht mehr gesehen“, antwortet dieser sichtlich erfreut. Sie unterhielten sich und es stellte sich heraus, dass auch Martin kein Maler geworden war, sondern eine Umschulung zum IT-Spezialisten gemacht hatte. Gleich nach dem Studium hatte er seine Jugendliebe geheiratet und eine Familie gegründet. Mit der Kunst konnte er jedoch seine Familie nicht ernähren und sein jetziger Beruf ermöglichte ihm ein gutes Einkommen. Auch Giovanni war diesen Weg gegangen, nachdem er Saskia kennengelernt hatte. Er war damals ein erfolgloser Maler und sie überredete ihn, einen Job als Immobilienmakler anzunehmen. Er verdiente gut, denn es zählte nur der Profit. Bald hatte er sich an den luxuriösen Lebensstil und die Oberflächlichkeiten gewöhnt und das Malen aufgegeben. Früher hatte er von einem anderen Leben geträumt, doch mit der Zeit vergaß er diesen Traum.

„Ich muss hier aussteigen“, beendete Martin das Gespräch. „Schau doch mal wieder im „Kandinsky“ vorbei, wir treffen uns immer noch jeden ersten Freitag im Monat. Komm gut ins neue Jahr“, verabschiedete er sich. „Du auch“, antwortete Giovanni.

An der nächsten Haltestelle stieg er aus und lief zu Saskias Wohnung, aber als er vor ihrer Tür stand, zögerte er, auf die Klingel zu drücken. „Da bist du ja!“, rief sie von ihrem Fenster herunter und drückte auf den Türöffner. Sie empfing ihn in einem engen Kleid und küsste ihn zur Begrüßung. Saskia war eine attraktive Frau, liebte Geld und Luxus, aber im Grunde hatten sie nichts
 
gemeinsam. Ihre Beziehung war mehr oder weniger eine Zweckbeziehung. „Was ist los mit dir?“ riss sie ihn aus seinen Überlegungen. „Ich bin nur müde“, antwortete er. „Komm, lass uns gehen. Das bringt dich auf andere Gedanken“, forderte sie ihn auf.

Sie fuhren mit der U-Bahn zu Thomas und Gabriele, in deren Haus die Party stattfand. Die meisten Gäste waren schon da, tranken, aßen und lachten, einige tanzten. Giovanni und Saskia begrüßten alle und holten sich am Büffet etwas zu essen. Saskia gefielen solche Partys, doch er wäre am liebsten wieder gegangen. Sie nahm sich noch ein Glas Sekt und unterhielt sich dann mit Gabriele. Giovanni ging hinaus auf die Terrasse. Hier auf dem Hügel war die Luft klar und frisch, in der Stadt stiegen schon einzelne Raketen empor. „Hier bist du“, hörte er plötzlich Saskias Stimme. „Komm, wir tanzen.“ Widerwillig folgte er ihr. Die anderen Gäste waren gut gelaunt, wozu auch der steigende Alkoholspiegel beitrug.

Kurz vor zwölf Uhr wurden die Sektgläser verteilt und alle stießen auf das neue Jahr an. Manche Paare küssten sich, andere gingen hinaus auf die Terrasse und sahen das Feuerwerk an, auch Giovanni. Die bunten Raketen schossen in den Himmel hinauf, doch in Sekundenschnelle war die Farbenpracht verglüht. Sie kamen ihm wie ein Sinnbild seines Lebens vor. Es gab diese kurzen Glücksmomente, aber die meiste Zeit blieb es dunkel.

Er ging in die Gästetoilette und betrachtete sich im Spiegel – wieder sah ihn dasselbe hässliche Spiegelbild an wie zu Hause. Die Maske, die er aufgesetzt hatte, funktionierte nicht mehr. Das, was er sein wollte, und das, was er lebte, widersprach sich immer mehr und zeigte sich letztendlich in der Außenwelt. Er wusste, erst, wenn er in Harmonie mit sich selbst war, würde sein Spiegelbild wieder seinem wahren Ich entsprechen. Er spannte alle Muskeln an und atmete tief aus. Dann rief er per Handy ein Taxi und suchte Saskia. „Ich gehe nach Hause“, sagte er zu ihr. Sie sah ihn sichtlich verärgert an. „Ich bleibe hier.“ Ohne Abschied trennten sie sich.

Giovanni wusste, dass es nun kein Zurück mehr gab. Gleich heute Vormittag würde er seine Großeltern in Umbrien anrufen und seinen Besuch ankündigen. In der Stille der Natur würde er wieder zu sich finden und neue Möglichkeiten, sein Leben so zu gestalten, wie er es sich früher immer ausgemalt hatte.


Freitag, 2. Januar 2015

Neujahrsgeschichte

Nun geht das Jahr wirklich los, es ist der 2. Januar und ein Alltag. Meine Einkäufe werde ich gleich erledigen und mich anschließend ausruhen. Von was ausruhen, denke ich mir, ich habe doch immer Ruhe. Ja, ja, so ist es mit Menschen, die nicht mehr zur Arbeit müssen ... na gut, über diesen Abschnitt meines Lebens möchte ich nicht viel nachdenken. Ich beobachte im Stillen andere Menschen und ihre Geschichten. So eine Geschichte, wie im Nachfolgenden, die es hoffentlich nicht gibt ... und strafe mich, weil es so etwas wirklich gibt, der Lüge. Leider ... 


Neujahrsgeschichte

Vor langer Zeit lebte in dem kleinen Gebirgsdorf St. Johann ein Ehepaar mit ihrer zehnjährigen Tochter Gretli. Die Mutter liebte ihr einziges Kind sehr, der Vater jedoch war böse und hartherzig. Oft schlug er Frau und Kind und sein Jähzorn war im ganzen Dorf bekannt und gefürchtet.
Am Neujahrstag besuchte der Vater mit Gretli seinen Bruder im Nachbardorf. Dieser gab den beiden zum Abschied noch Wein, Brot und Käse mit auf den Weg. Der Aufenthalt hatte jedoch länger als geplant gedauert. Als Gretli und ihr Vater den Heimweg antraten brach schon die Dämmerung herein.

Das arme Mädchen musste den Rucksack mit den Lebensmitteln tragen. Obwohl dem Kind die Last immer schwerer fiel, trieb sie der Vater zu immer größerer
Eile an. Der Weg über den Gebirgspfad war sehr beschwerlich und plötzlich fiel das Mädchen hin. Es keuchte und bat um eine kurze Rast, aber der Vater schrie sie an: “Wenn Du nicht gleich aufstehst dann setzt es was!”

Zitternd versuchte Gretli wieder auf die Beine zu kommen, schaffte es jedoch nicht. Da packte eine entsetzliche Wut den bösen Mann. Er prügelte seine Tochter und je mehr sie weinte, desto härter wurden seine Schläge. Es schien, als ob der Leibhaftige in den Mann gefahren war. Er schlug seine Tochter so sehr, dass das arme Kind sein Leben aushauchte.
Als der Mann erkannte was er da getan hatte, packte ihn wilde Reue. Wie wahnsinnig stürzte er davon, trat aber im Gebirge fehl und stürzte sich zu Tode. Drei Tage später fand man seine Leiche, das arme Gretli aber war spurlos verschwunden. Die Mutter wartete viele Monate vergeblich auf ihre Tochter. Niemand konnte ihr sagen was aus Gretli geworden war. Nach einem Jahr starb die junge Frau an gebrochenem Herzen.
Bald nach ihrem Tode begannen sich die Leute im Dorf merkwürdige Dinge zuzuflüstern. Einige glaubten den Geist der armen Gretli gesehen zu haben. So brannten sie das Elternhaus Gretlis, welches am Rande des Dorfes stand, nieder. Damit wollten die Leute den Spuk bannen.

Doch die “Bergjungfer”, wie die Leute die Erscheinung fortan nannten, erschien immer wieder. Jeder, der sie sah, suchte sein Heil in der Flucht.
Jahrzehnte waren ins Land gegangen. Diejenigen, welche Gretli und ihre Eltern gekannt hatten, lebten nicht mehr. Nur noch die Sage erzählte von dem unglücklichen Kind und seinem traurigen Schicksal. Auch die geisterhafte Erscheinung hatte niemand mehr gesehen.
Da wanderte an einem Neujahrstage ein Knabe von etwa zehn Jahren durch Gebirge. Konrad war ein fröhlicher Knabe, der seinen Eltern stets Freude bereitete. Zudem besaß er ein liebevolles und mitleidiges Herz. An diesem Nachmittage wollte der Knabe seinen Freund Georg besuchen. In einem Rucksack hatte er Käse, Brot und eine Flasche Wasser dabei. Auf seinem Weg kam Konrad auch in jene Gegend, in welcher sich die Tragödie mit Gretli und ihrem Vater zugetragen hatte.

Der Junge stieg gerade eine leichte Anhöhe hinauf, als er plötzlich ein leises Weinen vernahm.
Als er oben anlangte, sah er ein schönes Mädchen auf dem Boden liegen. Es war offenbar gestürzt. Ein Rucksack lag neben dem Kind. Im Gras verstreut befanden sich Brot, Käse und einige Weinflaschen.
“Bitte, hilf mir!”, flehte das Mädchen, “ich muss nach St. Johann zurück. Meine Mutter ängstigt sich sicher schon weil ich noch nicht zuhause bin!”
Konrad empfand tiefes Mitleid mit dem schönen Mädchen. Er half dem Kind beim Aufstehen und gab ihm zu essen und zu trinken.
“Ich wohne auch in St. Johann”, sprach er, “aber ich habe Dich dort noch nie gesehen. Wohnst Du erst seit kurzem dort?”
Doch das Mädchen schwieg und beantwortete seine Fragen nicht. Konrad wusste wohl, dass sein Freund Georg über sein Ausbleiben nicht gerade erfreut sein würde. Aber das Mädchen brauchte seine Hilfe dringender.
“Wie heißt Du denn?”, fragte er das schöne Kind.
“Ich werde Dir alles sagen wenn ich wieder daheim bin”, wich das Mädchen aus. Konrad musste ihr Schweigen wohl oder übel akzeptieren.

So gelangten sie nach St. Johann. Es war schon dämmrig geworden. Das Mädchen führte Konrad zu einem Haus, welches am Rande des Dorfes lag. Der Knabe rieb sich verwundert die Augen. Er hatte dieses kleine Häuschen noch nie zuvor gesehen. Trotzdem ging er zur Türe und klopfte an. Diese öffnete sich und eine schöne junge Frau trat heraus.

“Ich bringe Euch Eure Tochter”, sprach der beherzte Knabe, “sie war im Gebirge gestürzt und ich bot ihr meine Hilfe an!”
Da schloss die Frau das Mädchen in die Arme und sprach:” Mein geliebtes Kind! Niemals mehr habe ich geglaubt dass wir uns wiedersehen!”
Weinend umarmten sich die beiden. Dann blickte das Mädchen Konrad an und sprach: “Ich bin Gretli, jenes unglückliche Kind, welches am Neujahrstage vom eigenen Vater erschlagen wurde. Seither musste mein Geist umherwandeln. Ich hätte erlöst werden können, wenn mich ein gütiger Mensch ins Dorf zurück zu meiner Mutter gebracht hätte. Doch kein Wanderer hatte Mitleid mit mir. Alle gingen vorüber. Du aber hast mich erlöst! Nun ist meine Seele endlich wieder mit der meiner Mutter vereint. Lieber Konrad, ich danke Dir aus ganzem Herzen!”
Gretli küsste den Jungen auf die Stirn. In diesem Augenblick erscholl ein gewaltiger Donner. Als Konrad sich ganz benommen umsah, waren Gretli, ihre Mutter und das Haus verschwunden.

Nun rannte der Junge ganz aufgeregt zu seinen Eltern um ihnen alles zu erzählen. Die aber glaubten ihm nicht. Als der Junge später jedoch seinen Rucksack öffnete um die restlichen Lebensmittel heraus zu holen, stockte ihm der Atem. Weder Käse noch Brot befanden sich darin. Der Rucksack war angefüllt mit den herrlichsten Goldmünzen! Die Bergjungfer hatte ihm seine gute Tat tausendfach vergolten. Da erkannten auch die Eltern, dass ihr Sohn wohl die Wahrheit gesprochen hatte. Fortan führten sie ein reiches und glückliches Leben.
Aber an der Stelle, an welcher Gretlis Elternhaus gestanden hatte, pflanzte Konrad ein Bäumchen.

Und an jedem Neujahrstag zündete er im Gedenken an Gretli eine Kerze an…


Herzlichst Margot


Donnerstag, 1. Januar 2015

Neujahr 2015

Es ist der erste Tag im neuen Jahr und ich möchte heute keinen großen Beitrag bringen, sondern euch ein wunderbares neues Jahr wünschen.



Viel Glück, Gesundheit und viel Erfolg möge euch im Jahr 2015 begleiten.


Neujahr


Die Glocke schlägt! Mit feierlichen Mienen,

geheimnisvoll, so kommt das neue Jahr herauf.
Bist du zur Freude mir, zum Leid erschienen?
O sag, was birgst du wohl in deinem Lauf?

Was trägst du denn in der verschlossenen Schale?
Ach, schließ sie auf doch einen Augenblick,
damit hinein ich seh mit einemmale,
ob du mir Leiden bringst, ob Fried und Glück.

Doch schweigend deutet es auf seinen Schleier,
der dicht verhüllt sein Angesicht;
es soll hier sagen: Nur die Hoffnung, sie ist euer,
drum hoffet frisch, doch fraget nicht!


Regine Merkle