Seiten

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Mascha und der Bär

Ein Auf und Ab geht es mit dem Wetter, gestern +12°, heute 0° mit Nebel. Manchmal frage ich mich, warum musst du, Margot, ich rede mich immer mit Vornamen an ;-), immer das Wetter beobachten. Meine Erklärung, es ist das Interessanteste auf der Welt. Meistens ist es unbeständig, sehr schnell in der Abwechslung und auch selten genau zu erraten. Es ist also mein tägliches Ratespiel ... 



Mascha und der Bär 
Russisches Volksmärchen 

Es waren einmal ein Großvater und eine Großmutter, mit denen lebte ihre kleine Enkeltochter Mascha. Eines Tages wollte Mascha in den Wald gehen, um Pilze zu sammeln. „Geh, kleine Enkeltochter, aber geh nicht verloren!“ meinten ihre Großeltern. Doch Mascha ging in den Wald und lief und lief und wusste bald nicht mehr, wo sie war. Plötzlich sah sie ein keines Häuselein, das ganz aus Holz gemacht war. Das Mädchen ging zum Holzhaus, aber niemand war darin. „Wer wohnt hier ? Wem gehört das Häuselein ?“ fragte sie sich. Aber das Haus gehörte einem großen Bären. 

Am Abend kam er nach Hause und sah Mascha, die noch immer in der Hütte war und war sehr glücklich. Er sprach: 

„Du wirst mit mir leben Wirst meinen Ofen heizen Wirst meinen Brei kochen Wirst mich füttern Und ich lass dich nie mehr fort!“ 

So begann Mascha, im Holzhaus des Bären zu leben. Morgens ging er in den Wald, um sich Futter zu suchen und sprach zum Mädchen: „Du gehst nirgendwo hin ! Und wenn du davon rennst, fang ich dich ein und fresse dich auf !“ 

Mascha dachte darüber nach, wie sie vom Bär fortkommen und wieder nach Hause gelangen konnte. Überall um die Hütte herum war Wald und sie kannte den Weg zurück zu ihren Großeltern nicht. Und so dachte sie und dachte lange Zeit. 

Sie backte ein paar Kuchen und legte sie in einen großen Korb. Danach sprach sie zum Bären: „Lieber Bär. Bitte lass mich einen Tag weg, so dass ich ins Dorf gehen kann. Ich möchte diese Kuchen zu Großmutter und Großvater bringen.“ „Nein, ich werde die Kuchen selbst zu deinen Großeltern bringen“ sprach darauf der Bär. „Öffne auf dem Weg nicht den Korb! Iss nicht die Kuchen, sie sind für Großmutter und Großvater ! Ich werde auf einem hohen Baum im Wald wachen und alles sehen, was du tust!“ 

Der Bär erklärte sich einverstanden und Mascha legte die Kuchen in den Korb. „Geh´ hinaus und schau nach, ob es regnet“ sagte Mascha zum Bär. Der Bär ging hinaus und Mascha stieg selbst in den Korb, nahm eine große Platte auf den Kopf und legte die Kuchen darauf. Der Bär kam wieder herein, nahm den Korb und ging zum Dorf. 

Der Bär lief und lief durch den Wald und schon bald wurde er müde. „Ich werde mich auf den Baumstumpf setzen und die Kuchen essen“ sagte er. Da hörte er Maschas Stimme: 

„Ich sehe dich, ich sehe dich ! Setz dich nicht, setz dich nicht ! Ess nicht die Kuchen, bring sie der Großmutter !“ 

Der Bär schaute zu den Bäumen. „Mascha sitzt oben in einem Baum und sieht alles“, dachte er. So ging er weiter zum Dorf. Angekommen im Haus der Großeltern sprach er: „Öffnet schnell den Korb. Ich habe euch Kuchen von Mascha gebracht. Da sah der Hund der Großeltern den Bären, rannte zu ihm hin, bellte und fletschte die Zähne. Der Bär bekam Angst, ließ den Korb fallen und rannte zurück in den Wald. Großmutter und Großvater kamen heraus, öffneten den Korb und fanden Mascha darin sitzen. Da freuten sie sich sehr, denn sie hatten sich bereits große Sorgen um sie gemacht. Sie nahmen Mascha in den Arm und küssten das schlaue Mädchen und lebten mit ihr von nun an glücklich und zufrieden. 

Text: Russisches Volksgut (gemeinfrei) 


Herzlichst Margot

Kommentare:

  1. Jetzt musste ich aber schmunzeln, als ich gelesen habe, dass Du Dich immer mit dem Vornamen ansprichst. Ist ja auch irgendwie persönlicher ;-)
    Ganz liebe Morgengrüße
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Astrid, so ist es wenn man alleine lebt. Meinen Vornamen benutze ich bei angenehmen Sachen, den Nachnamen bei Ärger auf mich. :-)
      Wünsche dir einen schönen Tag. Herzliche Grüße, Margot.

      Löschen
  2. Liebe Margot,
    ich mache das auch, rede mich mit dem Vornamen an, wenn ich mit mir rede! Hihi!
    Die Geschichte von der klugen Mascha hat mir sehr gefallen.
    Herzliche Grüße
    Regina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Regina, es ist doch schön, wenn man sich mit Vornamen anredet, es zeigt, wir haben uns etwas zu sagen und wir mögen uns. :-) Was für mich von Wichtigkeit ist.
      Einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

      Löschen