Es ist ein Tag der keine gute Geschichte erzählt, es ist ein Märchen aus der Slowakei und erzählt eine schlechte Geschichte. Eine Geschichte von einem grausamen Mädchen, was sehr blutdürstig war ... und ich wünsche es mir und euch, es möge nie mehr geschehen. Grausamkeit und noch von einem Mädchen, nein, es soll nie vorkommen ...
Die neun Vögel

Sie ließ alle Bettler durch ihre Hunde aus dem Schloss hetzen, und je mehr sie von den Hunden zerbissen wurden, desto mehr Freude hatte sie.
Als nun ihr Vater gestorben war, kam ein Ritterssohn, um ihre Hand anzuhalten. Sie nahm diesen Antrag an, und der Trauungstag wurde festgesetzt.
Als dieser gekommen war, schickte sie den Ritter in einen andern Teil des Schlosses, dass er das Brautgeschmeide hole. Um in das bezeichnete Zimmer zu gelangen, musste er über einen hölzernen Gang gehen, welcher so eingerichtet war, dass, wenn sie an einer Schnur anzog, derjenige, welcher darüber geht wollte, samt den Brettern in einen tiefen Brunnen fiel und darin noch das teuflische Lachen dieses grausamen Weibes hören musste.

Sie redete ihm jedoch mit den freundlichsten Worten zu, er möge ihr doch diesen Gefallen tun.
Allein zornig erwiderte er: "Glaubst du, ich sollte der zehnte sein, der in dem Brunnen sein Grab findet? Diesmal wird es dir nicht gelingen, denn die Zeit der Vergeltung ist gekommen."
Über diese Rede erzürnt, befahl sie ihren Knechten, ihn zu binden und in den Brunnen zu werfen. Er ließ sich auch willig binden und in den Brunnen werfen, blieb aber auf dem Wasser und lächelte der Fürstin zu, welche in ihrer Wut Hand und Reich demjenigen zusagte, der ihren Feind töten würde. Da nahmen die Knechte ihre Armbrüste, und es zischten neun Pfeile nach dem Ritter. Die Pfeile aber verwandelten sich während des Fluges in Vögel, welche zwitschernd das Haupt des Ritters umkreisten.
"Wärst du nur hier, ich wollte dich schon töten", sagte sie. Er aber erhob sich samt den Vögeln aus dem Brunnen, und ehe sich alle recht besinnen konnten, war er im nächsten Wald verschwunden.
Dort schrieb er neun Briefe, worin er den Tod der neun Jünglinge schilderte, band jedem Vogel einen solchen Brief an den Hals und ließ sie durch Land und Städte fliegen.
Überall ließen sie ihre Briefe lesen und kehrten endlich zur Königstochter selbst zurück und übergaben ihr die Briefe.

Die Vögel kamen täglich zu ihr und sangen die ganze Begebenheit, wie sie in den Briefen geschildert war, sie aber streute ihnen unter Tränen ihr Futter vor die Hütte und bereute tausendfach ihr Verbrechen. Als dieses nun gebüßt war, verwandelten sich die neun Vögel in Jünglinge, und diese verziehen der Königstochter ihr Verbrechen. Darauf verwandelten sich die neun Jünglinge in Engel und trugen die reuige Büßerin in den Himmel.
Das ist wirklich ein grausames Märchen, das sehr traurig und nachdenklich stimmt.
AntwortenLöschenAuch wenn es ein gutes Ende hat, hinterlässt es den Leser in einer Traurigkeit.
Ich bin ehrlich, ich mag diese Stimmung nicht und suche mir schnell bei Dir noch etwas Lustiges aus.
LG
Astrid
Liebe Astrid, ich möchte nicht, dass du traurig bist, deshalb kommt morgen etwas Leichtes an die Reihe. :-)
LöschenEinen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.