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Freitag, 22. Mai 2015

Der Affe als Schiedsrichter

Wie ich schon oft geschrieben habe, ich mag Fabeln, so bin ich heute wieder zu der Seite "Hekaya" gekommen. Hier habe ich die Fabel "Der Affe als Schiedsrichter" entnommen und denke an das Sprichwort "Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte". Nein, ich möchte mich nicht streiten und lieber in Ruhe gelassen werden, oder mich mit anderen Menschen freuen. Streit macht Einsam, finde ich und fügt Schaden dazu.

Der Affe als Schiedsrichter

Ein Hund und ein Fuchs erblickten gleichzeitig eine schöne große Wurst, die jemand verloren hatte, und nachdem sie eine Weile unentschieden darum gekämpft hatten, kamen sie überein, mit der Beute zum klugen Affen zu gehen. Dessen Schiedsspruch sollte gültig sein.

Der Affe hörte die beiden Streitenden aufmerksam an. Dann fällte er mit gerunzelter Stirn das Urteil:

»Die Sachlage ist klar. Jedem von euch gehört genau die halbe Wurst!« Damit zerbrach der Affe die Wurst und legte die beiden Teile auf eine Waage. Das eine Stück war schwerer. Also biss er hier einen guten Happen ab. Nun wog er die Stücke von neuem. Da senkte sich die andere Schale; happ-schnapp, kürzte er auch diesen Teil. Wiederum prüfte er sie auf Gleichgewicht, und nun musste wieder die erste Hälfte ihr Opfer bringen. So mühte der Affe sich weiterhin, jedem sein Recht zu schaffen. Die Enden wurden immer kleiner und die Augen von Hund und Fuchs immer größer. Schließlich, rutsch-futsch! war der Rest hier und dort verschlungen.

Mit eingeklemmten Ruten schlichen Hund und Fuchs in verbissener Wut davon. In gehöriger Entfernung fielen sie übereinander her und zerzausten sich.


Schlacht

Meine Gedanken sind
ein Schlachtfeld,
bedeckt mit toten
Träumen.
Deine Worte waren
die Waffen.

Mögen die Träume
auch verbluten,
meine Hoffnung tötest
du nicht,
denn Träume
haben Kinder.

© Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist



Donnerstag, 21. Mai 2015

Spaß - Seite mit Bild und Spruch ...

Heute muss ich mal wieder Lachen. Zu dieser Spaßseite muss ich nicht viele Worte machen und jeder kann selbst entscheiden, ob er Lächeln, Lachen oder auch nur Grinsen möchte. 



       

Colle und lustige Sprüche

Das ist kein dicker Bauch, das ist ein Feinkostgewölbe.

Trinkspruch: 

Manchmal trinke ich Wasser, um meine Leber zu überraschen.



Hinfallspruch:

Ich bin nicht gefallen. Ich habe den Boden attackiert.

Altsein-Spruch: 

Du weißt, dass du alt geworden bist, wenn deine Freunde anfangen, mit Absicht Babys zu machen.


Lustige Beleidigung, wenn jemand was dummes gesagt hat:

Die Intelligenz verfolgt dich gnadenlos, aber du bist schneller.






Oscar Wild Zitat: 

"Ich kann allem wiederstehen, außer der Versuchung!"
Kneipenspruch: 

Solange ich am Boden liegen kann, ohne mich festzuhalten, bin ich nicht betrunken!


Lustige Beleidigung: 

Was dir an Grips fehlt, gleichst du durch Blödheit aus.

Beleidigungsreim: 


Willst Du Dir den Tag versaun, musst Du in den Spiegel schaun.

Witziger Spruch: 


Als ich heute morgen im Bus gepupst habe und sich 4 Leute umdrehten, fühlte ich mich wie bei der Show "The Voice of Germany"

Zitat von Oscar Wild: 

"Manche bringen Freuden, wo immer sie hingehen und andere bringen Freude, wenn immer sie gehen."

Hausfrauen-Spruch: 

Der Haushalt starrt mich an. Ich starre zurück ohne den Blickkontakt zu verlieren. Ich schiebe ein Stück Schokolade in den Mund. Gewonnen.



Mittwoch, 20. Mai 2015

Blumen sind Boten ...

Nun ist später Nachmittag und ich habe die Pflanzen, die ich gestern bei der Post abgeholt habe, in Balkonkästen eingesetzt. Sie, die Pflanzen, sind noch sehr jung und sehen ramponiert aus, eine Woche in einem Karton eingesperrt, macht sich eben bemerkbar. Doch weil sie noch so jung sind, habe ich die Pflanzen nicht reklamiert, werde versuchen sie mit meiner Liebe aufzupäppeln. 


Blumen von Gestern

Pflanze oben in der Mitte, von Gestern. Atztekengold, mal sehen ob es
noch etwas wird.
Blumen ca. 3 Wochen alt




Vier Hortensien vom vergangenen Jahr. Alle haben viele Blütenansätze.

So nun habe ich alle Pflanzen, die ich für "Balkonien" brauche. Nun kann ich beruhigt die Pflege der Pflanzen übernehmen, und Urlaub machen.





Dienstag, 19. Mai 2015

Zumutung DHL ...

Meine lieben Freunde, der heutige Tag war für mich sehr anstrengend, denn ich habe meine bestellten Blumen-Pflanzen selbst abholen können oder müssen. Nein, dieses Mal war nicht der Blumen-Versand schuld, sondern die DHL- Post. Sechs Tage waren die Pflanzen unterwegs und sie, die DHL, waren anscheinend zu faul in die dritte Etage die Blumen zu bringen. Sie steckten nur eine Karte, mit Kuvert, in den Briefkasten, ich sollte heute ab 15:00 Uhr, die Pflanzen abholen. So musste ich heute, in eine ca. 1 Km entfernte Filiale laufen, habe ja kein Fahrzeug, und habe sie abgeholt. Rückwärts ging es mit dem Taxi, ich konnte die Pflanzen ja nicht, in einem Karton von ca. 1 Meter Länge, tragen. Es waren 21 Pflanzen die von der Gärtnerei sehr gut verpackt waren und noch Feuchtigkeit in sich trugen. So musste ich nur einige gelbe Blätter und Blüten entfernen und habe keine Reklamation, nur viel Arbeit gehabt, auch die Verpackung zu entfernen.


Nur die DHL-Post möchte ich am liebsten auf den Mond schießen, und ich denke
Bild: Faldrian
an die ehemalige DDR-Post und ihren Ruf, sie war 10 x besser als hier im Westen. Wenn ich noch dazu lese, die Bahn-GDL will wieder nächste Woche streiken, da kommt mir wirklich der kalte Kaffee wieder hoch. 
Ja ich weiß, ich muss mich abregen, aber ich frage mich, in was für ein Land lebe ich eigentlich. Warum werden gute Errungenschaften abgebaut, egal auf welchem Gebiet, und die Verantwortlichen dafür, bekommen noch mehr Gehalt. 
Ja, ich höre schon auf zu schimpfen, ich schade mir nur selbst ... 



Die Feder kritzelt

Die Feder kritzelt: Hölle das!
Bin ich verdammt zum Kritzeln-Müssen? —
So greif' ich kühn zum Tintenfass
Und schreib' mit dicken Tintenflüssen.
Wie läuft das hin, so voll, so breit!
Wie glückt mir Alles, wie ich's treibe!
Zwar fehlt der Schrift die Deutlichkeit —
Was tut's? Wer liest denn, was ich schreibe?

Friedrich Nietzsche



Montag, 18. Mai 2015

Es war einmal ein Bäcker ...

Zum Abschluss meiner sehr kleinen "Ess-Beilage", möchte ich noch spaßige Gedichte über das Essen aufschreiben. Es sind keine hochtrabende, poetische Werke, aber kein Dichter schämte sich, übers Essen zu schreiben und seine Folgen. :-)





Es war einmal ein Bäcker

Es war einmal ein Bäcker,
Der prunkte mit seinem Wanst,
Wie du ihn kühn und kecker
Dir schwerlich träumen kannst.
Er hat zum Weibe genommen
Ein würdiges Gegenstück;
Doch sie konnten zusammen nicht kommen
Sie waren viel zu dick.

Frank Wedekind (1864 - 1918)




Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde, 
Du Ungleichrunde, 
Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte, 
Du Vielgequälte, 
Du Gipfel meines Entzückens. 
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens 
Mit der Gabel! – Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark 
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen. 
Mußt nicht so ängstlich dampfen. 
Ich möchte dich doch noch einmal erfreu'n. 
Soll ich Schnittlauch über dich streun? 
Oder ist dir nach Hering zumut? 
Du bist so ein rührend junges Blut. –
Deshalb schmeckst du besonders gut. 
Wenn das auch egoistisch klingt, 
So tröste dich damit, du wundervolle 
Pellka, daß du eine Edelknolle 
Warst, und daß dich ein Kenner verschlingt.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)




Nähr dich, o Mensch, verständig

Fettbildner sind, das merke:
Fett, Zuckerstoff und Stärke;
Blutbildner sind im ganzen
Die Proteinsubstanzen…
Daß Knochen sich erneuern,
Bedarfst du Alk und Säuren;
D'rum mische klug und weise
Dergleichen in die Speise.
Und also iß und lebe,
Ersetzend dein Gewebe,
Und denk in allen Fällen:
Wie bild ich neue Zellen?

Johannes Trojan (1837 - 1915), deutscher Humorist



Bis auf weiters

Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muß sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: »Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?«

Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen.

Wilhelm Busch (1832 - 1908)




Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut 

Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich
die altgermanische Küche.
Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
holdselig sind deine Gerüche.
Gestovte Kastanien im grünen Kohl,
so aß ich einst bei der Mutter!
Ihr heimischen Stockfische, seid mir gegrüßt,
wie schwimmt ihr klug in der Butter. 
Jedwedem fühlenden Herz bleibt
das Vaterland ewig teuer.
Ich liebe auch recht braun geschmort
die Bücklinge und Eier.
Wie jauchzen die Würste in spritzendem Fett!
Die Krammtesvögel, die frommen
Englein mit Apfelmus,
die zwitschern mir: "Willkommen!"

Heinrich Heine (1797 - 1856)


Dieses sorbische Sprichwort, sollten viele Menschen kennen:

"Aus leerer Schüssel schmeckt es nicht, selbst wenn sie silbern wäre."

Sorbisches Sprichwort


Sonntag, 17. Mai 2015

Heiße Kaffee-Drinks ...

Zum Abschluss der "Drei Köstlichkeiten aus der Österreichischen Küche", möchte ich noch "Heiße Kaffee-Drinks" servieren. Raffinierte Varianten verfeinern den schwarzen Muntermacher: einmal  mit Mandelaroma aufgepeppt; dann mit Orange und Sahne vermischt: exotisch mit Kokos und Rum oder mit Eiern als Grog. 


Wünsche allen Leser/innen einen wundervollen Sonntag und sage
Guten Appetit!








Samstag, 16. Mai 2015

Salzburger Nockerl ...

Alle guten Dinge sind Drei ... so möchte ich meinen Abstecher in die Österreichische Küche nennen. Heute möchte ich die "Salzburger Nockerl" vorstellen, viele von euch kennen sie bestimmt schon und ich hoffe, sie haben so geschmeckt wie sie aussehen.







Darf ich gestehen, ich bekomme schon Appetit, wenn ich nur alleine das Bild anschaue. Ich hätte sie schon längst machen können, aber ich habe mich nicht getraut. Nun habe ich wieder Mut ...


Freitag, 15. Mai 2015

Eine kleine Köstlichkeit ...


Wenn ich schon, wie gestern, bei kleinen Köstlichkeiten bin, so möchte ich noch eine weitere Leckerei empfehlen, "Halbgefrorene Mandelsahne". Das schöne Wetter ist auch dazu geeignet. Das Rezept steht auf der Karte und es ist nicht schwer, es zuzubereiten ...







Ich mag Gedichte, Sprüche usw., aber Zwischendurch muss auch mal etwas anderes sein. Da kommen mir solche kleinen Köstlichkeiten sehr zu recht. Ich bin nämlich ein Leckermäulchen. :-)



Donnerstag, 14. Mai 2015

Apfelküchlein mit Eis

Heute ist nun Himmelfahrt, der gleichzeitig Vatertag ist. Für mich ist es ein
normaler Tag, wie es auch Muttertag war, denn ich habe seit 45 Jahren keinen Vater mehr. Er ist 10 Jahre vor meiner "Mutsch" in eine andere Welt gegangen. An diesem Tag, der ein Tag der traurigen Erinnerung geblieben ist, werde ich mich ablenken und versuchen, zu genießen. Hier ist ein kleines Rezept, was schmeckt und Spaß macht ... vielleicht auch für euch etwas?






Mittwoch, 13. Mai 2015

Das trügerische Spiel dieser Welt ...

So, nun habe ich meinen Vorsatz gebrochen und Pflanzen über den Versandhandel bestellt. Es ist ein Ableger von "Floraprima" und von diesem Absender wurde ich noch nie beim Versenden von Blumen enttäuscht. Werde ich Glück haben und die Pflanzen kommen ohne Komplikationen an? Es würde mich freuen und es euch berichten ... der Name der Gärtnerei sollte ein gutes Omen sein, "gartenprima".
Prima wäre es auf alle Fälle, denn es wären meine letzten Blumen-Pflanzen für dieses Jahr und mein "Balkonien" wäre fertig.  


Das trügerische Spiel dieser Welt ...

Es waren einmal zwei Freunde, die gelangweilt an einem Tümpel saßen. Da meinte der eine: "Du, - wenn du einen Frosch fängst und ihn lebendig herunterschluckst, geb' ich Dir hundert Mark!" Der andere zögerte nicht lange, fing einen Frosch, schluckte ihn hinunter und bekam auch gleich die hundert Mark. Nach einer kurzen Weile fragte dieser: "Wenn ich Dir auch hundert Mark gebe, wirst Du dann ebenfalls einen Frosch schlucken?" "Klar, mach ich!" sagte der andere, und verschluckte ebenfalls einen. Als er seinem Freund die hundert Mark gab, dämmerte es den beiden: "Jetzt haben wir beide einen Frosch hinuntergeschluckt, uns ist fast übel dabei geworden, und wir haben nicht einmal den geringsten Nutzen davon gehabt!"
So ist das trügerische Spiel dieser Welt...

Thakar Singh


Wikipedia
Anemonen

Sie sprießen licht aus Waldesnacht,
Ohne reichen Duft, ohne Farbenpracht,
Unter den großen, alten Bäumen,
Über das Moos wie flutend Träumen:
Wann der Wind vorüber streicht,
Neigen sie ihre Köpfchen leicht,
Aber wo die Sonne licht
Durch die Blätterkronen bricht,
Saugen sie all das goldige Scheinen
Sehnsuchtsvoll in den Kelch, den kleinen.
So blühen sie scheu, ohne Glanz und Pracht:
Die lichten Kinder der Waldesnacht.

Therese Dahn (1845 - 1929)