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Montag, 12. Mai 2014

(K)ein Muttertag ..

Johanna Ambrosius 
... es ist Muttertag und das Wetter schlägt Kapriolen, Regen, Wind und Hagel. Ich denke mir im Stillen, was solls, ich habe keine Mutter mehr und der Wind pfeift ein Lied dazu. Will das Wetter mich daran erinnern? Es muss nicht sein, ich vergesse meine Mutter nicht einen Tag, auch wenn ich nicht Trübsal blase. Das Leben geht weiter, es ist gut so ... trotzdem gehen meine Gedanken noch weiter in die Vergangenheit zurück, ich denke an Johanna Ambrosius einer Natur- und Heimatdichterin, die von 1854 bis 1939 in Ostpreußen lebte. Sie schrieb das 1. Ostpreußenlied. "Land der dunklen Wälder". Wer mehr über diese Dichterin wissen möchte, findet eine Antwort, hier.


Hier nachfolgend noch einige Gedichte ...





Erste Liebe

Zarte, maiengrüne Liebe,
Denk' ich dein, wird mir das Auge feucht;
Bist wie eine weiße Taube,
Die man durch die Wälder scheucht.
Bist wie Heimatglocken süßer Morgensang,
Rein wie Paradieses erster Labetrank.

Duft von jener blauen Blume,
Welche Gott an seinem Busen trägt,
Altarbild, vor dem der Sünder
Seinen Blick zu Boden schlägt.
Bringst versteinte Herzen aus der kalten Ruh',
Bist nicht fortzulächeln, erste Liebe, du!

Keiner kann dich ganz vergessen,
Sternumsäumtes, zartes Morgenrot,
Ob uns auch das reiche Leben
Tausend goldene Sonnen bot.
Immer wirst du bleiben unser schönster Traum,
Holde, erste Blüte an des Lebens Baum!




Gefunden

Wie lange ich gesucht dich hab',
Nun endlich doch gefunden!
Seit dein Wort meine Seele traf,
Genas ich meiner Wunden.
Des ersten Glückes feurig Rot
Durchflammt mein ganzes Wesen,
Hin ist das Leid, hin ist die Not,
Nun bin ich voll genesen.

Die Seele irrt nicht mehr umher,
Sie liegt an deinem Herzen,
Zieht stolz jetzt durch dein Liebesmeer
Und kennt nur Lachen und Scherzen.
Sie schläft in deinen Armen ein,
Küßt dich zu tausendmalen,
Und spiegelt in den Augen dein
Sich wie in Sonnenstrahlen.

Das heiße Dürsten ist gestillt,
Mein Schifflein ruht im Hafen,
Vom Liebesmantel eingehüllt,
Geh' ich nun freudig schlafen.
Du mein, ich dein für alle Zeit,
Was gäb' es, das mich quäle?
Du meines Glückes Seligkeit,
Mein Leben, meine Seele! 



?

Was ist das nur in meiner Brust
Für Quellen, Strömen, Rauschen?
Es klingt wie Weh und halb wie Lust,
Wie süßes Palmenrauschen.

Das ist ein heller Lerchensang
In blauen Frühlingslüften -
Und wiederum ein Orgelklang
In heil'gen Weihrauchdüften.

Das ist ein jubelnder Akkord
Voll schönster Harmonien, -
Es sind – nun finde ich das Wort:
Der Liebe Melodien.



Bei diesen schönen Versen muss ich daran denken, die Welt kann sich verändern nur die Liebe bleibt, immer und ewig.






Nun möchte ich noch Klaudia und Ole auf meinem Blog begrüßen. Fühlt euch hier wohl, ich hoffe, es ist auch für euch etwas dabei. Ich habe kein festes Schema über das was ich schreibe, sondern schreibe über das, was mir gerade einfällt.
Herzlich willkommen!

Kommentare:

  1. Hallo Margot,

    danke fürs willkommen heißen....dein Post, Sprüche und Gedichte gefallen mir.
    Hab eine schöne Woche...

    Herzlichst Klaudia

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    1. Hallo Klaudia, ich danke dir für deine lieben Worte.
      Wünsche dir auch eine schöne Woche, liebe Grüße, Margot.

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  2. Liebe Margot,
    das sind Gedanken zum Muttertag, die mir gefallen. Ich verlor meine Mutter mit 3 Jahren. Ein Bild ist mir in Erinnerung und daran denke ich nun schon mein Leben
    lang. Ich werde es nie vergessen!
    Wieder schöne Gedichte.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht Dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, es tut mir sehr Leid, dass du deine Mutter so früh verloren hast. Trotzdem denkst du noch an deine Mutter. Ich finde auch, eine Mutter kann man nicht vergessen.
      Dir auch eine schöne Woche. Liebe Grüße, Margot.

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  3. Sehr schöne Gedichte und schöne Worte, Margot.
    Egal was kommt, egal wie schnell sich alles ändert, die Liebe bleibt. Tief im Herzen auch wenn die Menschen die wir lieben nicht mehr sind. Ich bin dankbar, dass ich meine Mutter noch habe, aber die Zeit läuft gegen uns und mein Herz krampft sich jetzt schon zusammen, wenn ich daran denke, dass der Tag irgendwann kommt.
    Aber ich lasse den Gedanken schnell wieder fallen, sonst muss ich jetzt schon weinen und das soll nicht sein. Es gilt die Gegenwart genießen. Die Zukunft kommt leider schon früh genug...

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Bitte, liebe Sonja, weine nicht, hab deine Mutter lieb, solange du kannst und darfst. Denke nicht an den Tag, der kommen wird ... behalte die Liebe im Herzen. Genieße die Gegenwart, wie du es schon geschrieben hast.
      Liebe Grüße, Margot.

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  4. Schöne Gedichte zum Muttertag. Menschen, die wir lieben, bleiben immer in unserem Herzen.
    Dir eine schöne Woche
    Liebe Grüße
    Eva

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  5. Danke für deine lieben Worte, Eva. Meine Mutter bleibt immer in meinem Herzen, so wie mein Vater auch. Da wird sich nie etwas ändern. Ich stimme dir zu.
    Liebe Grüße, Margot.

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  6. Johanna Ambrosius ist einfach toll!
    Ihre Gedicht muss immer wieder lesen.
    Mit herzlichen Grüßen,
    Michael Hermann

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    1. Lieber Michael,
      deine Worte erfreuen mich, vielen Dank.

      Herzlichst Margot

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