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Donnerstag, 5. Juni 2014

Lisas Blumen ...

... mein Blick durch die Balkontür zeigt mir wieder an, das Wetter ist durchwachsen. Kein strahlender Sonnenschein, sondern eher dem Regen zugeneigt. Doch am Himmel wird es wieder heller, also durchwachsen ... 
Meine Blumen beobachte ich mit scharfen Augen, ob sie wieder gewachsen sind. Ja, sie sind, jedenfalls habe ich das Empfinden. 
Nun denn, so möchte ich heute über Blumen erzählen, Blumen erfreuen Groß und Klein. Meine eigene Phantasie ist nicht so ausgeprägt wie ich es möchte, also gehe ich auf Suche durchs Internet ... hier auf der Seite von  www.kinder-alles-fuer-kids.com gefällt mir eine Geschichte von © Monika Minder, vielleicht gefällt sie auch euch. Es würde mich freuen ...



Lisa's Blumen

Es war einmal ein Mädchen, das hiess Lisa. Lisa war ein fröhliches Mädchen mit langen blonden Haaren und schönen blauen Augen.
Lisa war gerne draussen in der Natur. Dort konnte sie durch Wiesen spazieren und Blümchen pflücken und schöne Tiere beobachten.

Endlich war es Frühling geworden und alles war grün und gelb. Es duftete nach Blumen und frischem Gras. Lisa freute sich immer besonders auf diese Jahreszeit. Da konnte sie viele Blumen pflücken und der Mutter bringen und ihr eine Freude machen.

So machte sie sich an einem schönen Frühlingstag wieder auf den Weg zu ihrer Lieblingswiese am Waldrand, dort wo die vielen gelben Schlüsselblumen waren. Dafür musste sie zuerst über das Brücklein hinter dem Haus, weil da ein kleines Bächlein durchplätscherte.

Sie hüpfte fröhlich und sagte: "Guten Tag Bächlein, wie geht es dir heute?" Das Bächlein schien zu lächeln und Lisa hüpfte weiter. Auf der anderen Seite ging es jetzt über die Wiese noch ein Stück am Bächlein entlang. Dort gab es viel zu sehen. Gelbe Dotterblumen nickten Lisa zu, Steine glänzten, kleine Bäumchen und Sträucher mit leuchtend grünen jungen Blättern tanzten im Wind und sagten leise: "Hallo kleines Fräulein!"

Da, eine lange Raupe auf einem Blatt. Sie räkelte sich hin und her. Lisa ging ganz nahe ran um sie zu beobachten. Jetzt schaute die Raupe plötzlich zu Lisa hoch, wie wenn sie freundlich grüssen wollte. Dabei verdrehte sie den Kopf und schwupps purzelte sie auf den Boden und blieb auf dem Rücken liegen. Sie strampelte verzweifelt, kam aber nicht mehr auf die Beine.

"Oh je!", sagte Lisa, "was bist du für ein dummer Tolpatsch. Warte, ich helfe dir!" Lisa holte ein kleines Ästchen und hielt es der Raupe an die strampelnden Füsschen, die alle nach oben zeigten. Jetzt konnte sich die Raupe am Ästchen festhalten. Lisa drehte den Ast um und legte ihn an ein grosses grünes Blatt, so dass die Raupe nur noch vom Ästchen auf das Blatt spazieren musste.

Lisa lächelte und als sie weiter spazierte sagte sie noch: "Besser aufpassen das nächste Mal, gell!" Dabei winkte sie ihm noch ein letztes Mal zu.

Bald war sie bei ihrer Lieblingswiese angekommen. Viele gelbe und weisse Blümchen warteten auf sie. "Oh, seid ihr alle schön!" sagte sie zu ihnen und begann gleich fröhlich zu pflücken. Nur die grössten und schönsten Blumen wählte sie aus. Für ihre Mutter sollte es den schönsten Blumenstrauss geben. Heute wollte sie ihr eine besondere Freude machen damit, denn Mutter war ein bisschen krank und hatte Sorgen.

Als Lisa so viele Blümchen gepflückt hatte, wie sie in ihren kleinen Händen halten konnte, machte sie sich auf den Rückweg: "Bis zum nächsten Jahr ihr schönen Blümchen", winkte sie ihnen zu und schon hüpfte sie wieder. 

Jetzt ging es nach Hause. Nicht aber ohne vorher bei der Raupe vorbei zu sehen. Ja, sie war noch dort und es ging ihr gut. Lisa war froh, denn sie wusste, dass aus der grünen Raupe einmal ein ganz schöner Schmetterling entstehen würde. Das ist wichtig für die Natur. Alle Tiere sind wichtig für die Natur, deshalb wollte Lisa immer lieb zu ihnen sein.

Auch zu ihrer Katze Sami, die jetzt zu Hause auf dem Sofa schlief. Lisa war sicher, dass sie von ihr begrüsst wird, wenn sie nach Hause kommt. Sami ist auch wichtig, sie wusste es. 

Lisa stieg gerade die steile Holztreppe zur Wohnung hoch als die Türe aufging und Sami ihr entgegen kam. Lisa bückte sich und streichelte sie zur Begrüssung. Sami schnurrte und strich ihr um die Beine: "Ja, so ein Lieber bist du", sagte sie schelmisch zu ihm.

Die Mutter stand in der Türe und fragte: "Wo warst du so lange, ich habe mir Sorgen gemacht?"

Jetzt überreichte Lisa der Mutter voller Stolz die Blümchen: "Die sind für dich. Die habe ich extra für dich gepflückt, dort bei der Wiese hinten am Waldrand. Damit es dir bald wieder besser geht."

Erwartungsvoll blickte Lisa zur Mutter hoch. Dieser huschte ein Lächeln über's Gesicht. Sie nahm Lisa auf den Arm, drückte sie ganz fest an sich und gab ihr ein paar Küsschen: "Das sind aber ganz ganz schöne Blümchen Lisa. Ich freue mich darüber sehr. So schöne Blümchen hast du für mich gepflückt. Vielen Dank!" 

"Komm, wir stellen sie gemeinsam in eine Vase mit Wasser, damit sie noch lange schön bleiben!"


Vielleicht habe ich diese Geschichte ausgesucht, weil ich in meiner Kindheit es auch so gemacht habe. In bin in den Wald gefahren, den kurzen Weg mit der Straßenbahn, und habe für Mutti Blumen gepflückt. 
Ach ja, die Erinnerungen :-))




Kommentare:

  1. Das ist eine richtig süße Geschichte, Margot.
    Ich bekomme von meinem Schatz auch immer Gänseblümchen gepflückt.^^

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Danke Sonja, ich mag Geschichten, die ich selbst gelebt habe. :-))

      Wünsche dir einen schönen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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  2. :) Bei mir im Garten gibt es eine kleine wilde Fläche, wo sich die Natur selbst ausbreitet. In diesem Jahr waren es ganz viele Vergissmeinich und Butterblumen. Deine Geschichte erinnert mich daran, dieses Fleckchen stehen zu lassen.
    LG Eva

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    1. Liebe Eva, wo die Natur sich mit solchen Blumen ausbreitet, ist ein bisschen heile Welt. :-) Bitte, lass sie stehen ...
      Dir noch einen schönen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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  3. Hallo Margot,

    hier ist heute sonniges Wetter und Deine Geschichte passt sehr gut dazu :)
    Ich habe auch als Kind meiner Mutter ab und an Blumen von unterwegs mitgebracht - meist im Frühjahr die Schneeglöckchen, welche vor einem Haus am Schulweg wuchsen (und es auch heute noch immer tun) :)

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Björn :)

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    1. Lieber Björn, an solchen Geschichten sind immer die Erinnerungen am schönsten. Jedenfalls geht es mir so. :-))
      Dir einen schönen Tag und liebe Grüße, Margot.

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  4. Liebe Margot,
    wieder eine wunderschöne, zu Herzen gehende Geschichte.
    Ich freue mich jeden Tag darauf.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, deine Worte sind Worte, die ich gerne lese. Danke.
      Wünsche dir ein schönes langes Wochenende, einschließlich Freitag.
      Liebe Grüße, Margot.

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