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Samstag, 30. Mai 2015

Ein besinnlicher Tag ...

Der Regen fällt, der Tag fängt nicht schön an, aber die Hoffnung auf einen lichten Tag bleibt. Jeden Moment kann der Himmel aufreißen und sich von der schönsten Seite zeigen. Trübe Gedanken verschwinden, die das Herz belasten, sie zeigen, das Leben geht weiter ... auch mit einem nicht vergehenden Schmerz, und meine Gedanken sind wie eine Schnecke ... die mir auf meine Frage, warum sie so langsam wäre, antwortet, dadurch hätte sie mehr Zeit die Welt zu sehen. Doch ... die Welt ist nicht immer nur schön.  


Lass mich

Lass mich taub sein
für die Schmerzen,
lass mich blind sein
für dich ...
Will nicht mehr,
es tut so weh ...
Was machst du da?
Zerbrichst mein Herz 
und trittst noch auf den Scherben herum ...
Lass mich taub sein
für deine Worte,
lass mich stumm weinen ...
Nur für dich wollt ich leben,
nur für dich wollt ich sein ... 

Nicole Volkmann


Wenn ich nachfolgende Worte fühlen würde, an Gott glauben könnte, wie es Hella Heinzmann geschrieben hat, wäre ich nicht nur zufrieden sondern wohl glücklich.


in den Händen der Liebe

Wer auf Gott vertraut,
braucht sich nicht zu fürchten
vor den Träumen der Nacht und der Einsamkeit.
Er darf mit Hoffnung in den neuen Tag gehen.

Wer auf Gott vertraut, darf sich sicher wissen
in den Händen der Liebe, die ihn halten.
Er darf mit Freude Gottes Hilfe sehen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich beschützen Tag und Nacht.

Hella Heizmann 



Warum?

Warum - oh, das ist eine Frage, 
die uns bewegt an jedem Tage: 
Warum muss ich so früh aufstehn? 
Warum so bald zu Bette gehn? 
Warum muss ich soviel nur tun,
und kann so wenig mich ausruhn? 
Warum kann man es nicht verstehn, 
dass eig'ne Wege ich will gehn? 
Warum nur immer dieser Zwang, 
vom Sonnenauf- bis Untergang? 
Oh, ihr geliebten Kinder mein, 
wie schön wär's, könnt es anders sein! 
Doch, solang uns're Welt sich dreht, 
solang die Sonn' am Himmel steht, 
der Mond in seiner ganzen Pracht 
uns jede Nacht beschützt, bewacht, 
solange müsst ihr schon verstehn, 
dass nichts kann ohne "muss" geschehn, 
wohl dem, der einsichtig fortan 
sich selber dann befehlen kann, 
und ohne großes Überwinden 
den Weg zum eigenen Ich zu finden, 
und abzuwarten still und stumm 
die Antwort auf's : Warum - warum? 

Renate Gräfin von Baudissin-Zinzendorf, 
Mai 1985 aus "Und immer wieder geht die Sonne auf" 




Kommentare:

  1. Liebe Margot!

    Da haben Sie mit Ihrer Auswahl wieder ins Schwarze getroffen. Glaube versetzt bekanntlich auch Berge. Als sogenannter Ungläubiger haben Sie und ich es da nicht so leicht und müssen halt an uns selbst glauben. Da s ist ein stets neu zu erarbeitender Prozeß - mitunter frei nach der

    Logik

    Da, plötzlich aus dem Nichts

    ..............

    ... nichts.

    oder etwas konkreter im Sinne von "Laß mich sein"
    (übrigens sehr nahegehend) -


    ... daß ich so traurig bin

    Wo Steine wachsen, möcht’ ich sein,
    Viel Jahrmillionen auch aus Stein -
    Erhaben über lange Zeit.
    Verwitterungsbeständigkeit
    In Sonne, Regen, Frost, bemoost -
    Wie Steine leben, welch ein Trost.
    Behau’n, geschliffen, in Funktion,
    Als Fels am Meer, bizarr – ein Thron,
    Ein Kaiserstuhl ... ein Gipfel gar,
    Der selten nur bezwungen war.
    Vielleicht könnt’ ich am schönen Rhein
    Als Loreley verkleidet sein.
    Nur leider müßt’ ich stumm erhör’n,
    Wie Lieder, Sagen mich betör’n.
    Und schließlich ist ein Menschenfuß
    Mir mehr ein Tritt ... als je ein Gruß.

    Mit herzlichen Grüßen Ihnen wie allen Lesern dieser Website
    zum letzten Mai-WE auf ein Besseres;
    der Juno schon soll ja viel Sonne bringen in 8 Tagen.

    Ihr
    E.Rasmus


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    1. Lieber E. Rasmus, wie immer in Ihren Antworten, haben Sie recht. "Glauben macht selig", sagt man ja auch.
      Vielen Dank für das schöne Gedicht, auch wenn ich nicht "getreten" werden möchte. :-)
      Liebe Grüße, Margot.

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  2. Liebe Margot, ich wünsche dir ein schönes Wochenende und schicke dir viele sonnige und positiven Gedanken. Das Leben ist bunt und schön, man muss er nur sehen. LGLore

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    1. Liebe Lore, eigentlich bin ich ein Optimist, aber es kommen immer mal Stunden des Nachdenkens, der Erinnerung. Sie vergehen so schnell, wie sie gekommen sind. Vielen Dank und liebe Grüße, Margot.

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  3. Schwermütige und traurige Gedanken teilst Du heute hier in Deinem Blog...
    Wenn eine Antwort auf ein Warum nicht möglich ist, ist die Frage nur quälend und belastend. Es bringt einen nicht weiter, sie immer wieder neu zu stellen, wenn sicher ist, es gibt keine Antwort.
    Gott vertrauen kann sehr befreiend sein. Diese Erfahrung durfte ich in meinem Leben machen. Eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.
    Der Spruch von der Schnecke gefällt mir. Er ist so absolut passend. Je langsamer die Fortbewegung ist, um so größer ist die Möglichkeit der Wahrnehmung der Welt um uns herum.
    Möge der morgige Tag für Dich wieder heller sein.
    LG Eva

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    1. Liebe Eva, so ist es in meinem Leben, auch traurige Momente gehören dazu, die, so hoffe ich, nicht überwiegen. Du gibst mir eine kluge Antwort auf meine Fragestellung und es wäre schön, wenn ich so handeln könnte. Es geht aber nicht, auch nicht mit dem Glauben, leider.
      Den Spruch mit der Schnecke muss ich irgendwo gelesen haben, er gefällt auch mir, er besitzt Wahrheit.
      Ich danke dir für deine klugen Worte, liebe Eva. Herzliche Grüße, Margot.

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