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Donnerstag, 7. Mai 2015

Die Altersstolzen ...

Heute an einem sonnigen, wenn auch etwas kühlem Tag, mache ich mit Oscar Blumenthal weiter.
Oscar Blumenthal, auch Oskar Blumenthal (* 13. März 1852 in Berlin; † 24. April 1917 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller, Kritiker und Bühnendichter, Possenschreiber. Daneben war Blumenthal ein Schachspieler und Schachkomponist, der 1902 den Begriff Miniatur für eine Schachkomposition mit höchstens sieben Steinen einführte. 
Zusammen mit Gustav Kadelburg schrieb er mehrere Lustspiele, darunter während eines Sommeraufenthaltes 1896 in der Villa Blumenthal in der Nähe von Bad Ischl das Stück Im weißen Rößl, das dem erfolgreichen gleichnamigen Singspiel von Ralph Benatzky von 1930 als Vorlage diente. (Wikipedia)


Seine Kurzgedichte gefallen mir und ich möchte einige aufschreiben, um auch euer Gefallen für diesen Mann zu finden. 

 

O heischt nicht, daß man kühl und achtsam
im Grenzbild seiner Kräfte lebt
und daß man niemals unbedachtsam
das eigene Können überstrebt.
Der Selbstvergrößerung Rausch und Wonne
erhält lebendig mich und dich -
denn jeder braucht wie Luft und Sonne,
den Aberglauben an sein Ich.

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)


Wer nie in der Jugend Gewitterdrang 
über jedes trennende Gitter sprang, 
wer nie in sünd'gem Verlangen gebebt hat 
und immer nur nach Erlaubtem gestrebt hat, 
dem schmücke das Wams mit Orden und Tressen, 
doch sag ihm, er habe zu leben vergessen.

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)




Der Mond an gewisse Sänger

Hört auf, ihr Dichter! Stellt es ein,
Dies aberwitz'ge Verse-Lallen!
Denn fahrt ihr fort mit euren Reimerei'n –
Ich schwör es euch bei meinem Schein! –
So werd' ich schließlich aus den Wolken fallen!

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)


Der satte Reichtum hat's ausgedacht,
daß Armut niemandem Schande macht.
Die Schlemmer lehren am vollen Tisch,
wie Salz und Brot hält die Wangen frisch.

Die Tauben gurren vom Dachesrand:
"Nehmt lieber den Sperling in der Hand!" …
Und die Dummen faßten den Mehrheitsbeschluß,
daß stets der Klügere nachgeben muß.

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)




Die Altersstolzen

"Ergraut sind wir – und du noch jung" –
So sprecht Ihr voller Würde
Und heischt von mir Bewunderung
Ob Eurer Altersbürde:
Doch sollt' vor jedem grauen Haar
Ich erfurchtsvoll erbangen,
So dürft' am End der Esel gar
Respekt von mir verlangen.

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)


Ich nenne symbolisch mein Gedicht - 
Denn was es bedeutet, ich weiß es nicht.
Doch findet sich immer ein kritisches Blatt,
Das mich genau verstanden hat.

Oskar Blumenthal (1852 - 1917)



Mittwoch, 6. Mai 2015

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen

Fred Endrikat
Bei meiner heutigen Suche nach einem Dichter, der nicht alles zu ernst nimmt, fand ich Fred Endrikat (* 7. Juni 1890 in Nakel an der Netze; † 12. August 1942 in München) er war ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist. 
Seine humoristischen Kabaretttexte und -lieder waren seinerzeit sehr erfolgreich. 

Einige seiner Texte möchte ich wiedergeben, sie sind auch nach meiner Fasson geschrieben und stimmen mich heiter.
Sprichwörter

Man darf dem Tag nicht vor dem Abend dankbar sein
und soll das Schicksal nicht für alles loben.
Ein Gutes kommt niemals allein,
und alles Unglück kommt von oben.

Die Peitsche liegt im Weine.
Die Wahrheit liegt beim Hund.
Morgenstund hat kurze Beine.
Lügen haben Gold im Mund.

Ein Meister nie alleine bellt.
Vom Himmel fallen keine Hunde.
Dem Glücklichen gehört die Welt.
Dem Mutigen schlägt keine Stunde.

Fred Endrikat (1890 - 1942), deutscher Kohlenpott-Dichter und Bänkelsänger

Der Humor

Humor ist sozusagen unser Senf des Lebens.
Er macht ein Stücklein trocken Brot zum Leibgericht.
Wer ihn nicht selbst besitzt, der hamstert ihn vergebens,
so hat man ihn entweder – oder hat ihn nicht.

Humor ist schwierig oder gar nicht zu ergründen.
Er ist stets taktvoll, niemals vorlaut und nicht spitz.
Humor ist zu erleben und nicht zu erfinden,
im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder Witz.

Humor ist unser Freund in allen Lebenslagen,
weil er dem Herz entspringt und nicht dem Intellekt.
Man kann zum Beispiel mit Humor die Wahrheit sagen,
so daß sie uns bekommt und halb so bitter schmeckt.

Humor blüht auch an kühlen Dauerregentagen
und stimmt uns fröhlich, wenn es noch so schaurig ist.
Ja, mit Humor läßt sich sogar ein Humorist ertragen,
und wenn er wirklich noch so traurig ist.

Fred Endrikat (1890 - 1942)


Die Bergmannskuh

Wenn ich eine Ziege seh',
muß ich an zu Hause denken.
Höre ich das traute Mäh,
kann ich mich zurückversenken
in die Zeit der bloßen Füße.
Vor mir seh' ich Hof und Feld.
Tiere bringen ihre Grüße
aus der bunten Kinderwelt.

Wenn ich eine Ziege seh',
denk ich an zerrissne Hosen,
und zum Dank für jedes Mäh
möcht ich ihr den Bart liebkosen.
Friedlich grast die Bergmannskuh
unter Silberbirkenstämmchen.
Gab uns Milch und noch dazu
um die Osterzeit ein Lämmchen.

Die Kaninchen, Täubchen, Entchen,
Stare, Spatzen, groß und klein,
bringen mir ein lustig Ständchen,
selbst der Kater stimmt mit ein.
Lieblich klingt das weiche Mäh,
Heimatklänge mich umschmeicheln.
Wenn ich eine Ziege seh',
muß ich hingehn – und sie streicheln.

Fred Endrikat (1890 - 1942)


Mindestens eine Gedichtzeile dürften wohl alle Wanne-Eickeler kennen: "Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen". Die meisten wissen allerdings nicht, dass diese so treffende Erkenntnis aus der Feder Fred Endrikats stammt. Und dass sie Bestandteil eines kleinen Vierzeilers ist:
www.wanne-eickel.de/Menschen/Endrikat/endrikat.html

Die schlimmste Krankheit ist kurierbar,
einnehmbar, injizierbar oder schmierbar.
Das größte Leiden ist zu stillen, nur:

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.




Die Wühlmaus

Die Wühlmaus nagt von einer Wurzel
das W hinfort; bis an die -urzel
sie nagt dann an der hintern Stell’
auch von der -urzel noch das l
Die Wühlmaus nagt und nagt, o weh,
auch von der -urze- noch das e.
Sie nagt die Wurzel klein und kurz,
bis aus der -urze- wird ein -urz–
Die Wühlmaus ohne Rast und Ruh
nagt von dem -urz– auch noch das u.
Der Rest ist schwer zu reimen jetzt,
es bleibt zurück nur noch ein –rz–.
Nun steht dies –rz– im Wald allein
Die Wühlmäuse sind so gemein!


 


Dienstag, 5. Mai 2015

Aus der Ferne ...

Heute, nach einer Nacht, die ich nicht als Nacht angesehen habe, weil ich alles gemacht habe, was nicht mit Schlaf zu tun hatte, bin ich müde aufgestanden. Mein Blick aus dem Fenster zeigte mir einen "gemischten Tag", mit und ohne Sonne an. So war auch mein Blick, ohne Ausdruck und ich wollte mich nicht gehen lassen, sondern ein bisschen grinsen, um mich besser zu fühlen. So habe ich auch diese Seite gestaltet ... gemischt.


Aus der Ferne

Wie schön! wenn aus vergang'nen Zeiten
Ein Jugendhauch den Geist bewegt,
Und leis' an längst verklung'ne Saiten
Des viel bewegten Herzens schlägt!

Ist es ein Traum aus frühen Tagen?
Ist es der Kindheit Sonnenblick?
Ich fühl' es tief und kann's nicht sagen,
Ich fühle erster Tage Glück.

Was mir dazwischen hingeflossen,
Vergessen ist es wie das Heut;
Was mich umgibt, wird übergossen
Vom Zauber der Vergangenheit.

Wolfgang Maximilian v. Goethe
(Enkel Johann Wolfgang v. Goethes)


Du willst sie nie und nie mehr wieder sehen...

Du willst sie nie und nie mehr wiedersehen?
Besinne dich, mein Herz, noch ist es Zeit.
Sie war so lieb. Verzeih, was auch geschehen.
Sonst nimmt dich wohl beim Wort die Ewigkeit
Und zwingt dich mit Gewalt zum Weitergehen
Ins öde Reich der Allvergessenheit.
Du rufst und rufst; vergebens sind die Worte;
Ins feste Schloss dumpfdröhnend schlägt die Pforte.

Wilhelm Busch (1832-1908)


Wandspruch für Kopflose

Ein harter Kopf geht durch die Wände,
obwohl es Schmerz und Beulen macht.
Beim klugen Kopf tun dies die Hände,
und er wird niemals ausgelacht.
Mit dem Kopfe durch die Wand
kommt man leicht um den Verstand.

Fred Endrikat (1890-1942


Zur Physiognomik

Der weise Schopenhauer spricht –
Und gern betret’ ich seine Spur:
»Ein jedes Menschen Angesicht
Ist ein Gedanke der Natur.«
Es folgt daraus das Eine nur,
Wenn man dem Worte Glauben schenkt:
Dass auch die ewige Natur
Mehr Dummes als Gescheites denkt.

Oskar Blumenthal (1852-1917)


Motto

Wie aus des Lebens Schattenseiten 
oft bricht ein Sonnenstrahl hervor, 
so wirkt beim Mensch in ernsten Zeiten 
der echte, goldige Humor.
Weil er für einige Sekunden 
den bittren Ernst vergessen macht, 
wird rasch ein jedes Herz gesunden, 
wenn es mal richtig krank sich lacht.

Fred Endrikat (1890-1942)




Montag, 4. Mai 2015

Die üble Nachrede


Heute, ein Tag ohne Sonne, lässt mich nachdenklich werden. Viele Geschichten habe ich bisher aufgeschrieben und möchte es auch heute machen. Es sind Kurzgeschichten, die zur Nachdenklichkeit anregen und, dies kann man bei trübem Wetter am besten, nachdenklich werden. 


Ein besonderes Geschenk

Eine weise Frau reiste durch die Berge. Eines Tages fand sie dort in einem Bachlauf einen sehr, sehr wertvollen Stein.

Am nächsten Tag traf sie einen anderen Wanderer. Der Mann war hungrig und die weise Frau öffnete ihre Tasche, um mit ihm ihr Brot zu teilen. Der Wanderer sah den wundervollen Stein in der Tasche.

“Gib mir den Stein” sagte er.

Die Frau reichte dem Mann ohne jedes Zögern den Stein. Der machte sich schnell davon, denn ihm war klar, dass der Stein sehr, sehr wertvoll war und dass er nun den Rest seines Lebens sorgenfrei verbringen konnte.

Einige Tage später kam der Mann jedoch zurück zu der weisen Frau und gab ihr den Stein wieder.

“Ich habe nachgedacht.” sagte er. “Ich weiß, wie wertvoll dieser Stein ist. Aber ich gebe ihn dir zurück. Das tue ich in der Hoffnung, dass du mir etwas viel Wertvolleres dafür schenken kannst. Bitte gib mir etwas von dem, was es dir möglich machte, mir diesen Stein zu schenken.”
Autor unbekannt

Die üble Nachrede

Ein Nachbar hatte über Künzelmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Künzelmann gekommen. Künzelmann stellte den Nachbarn zur Rede.

“Ich werde es bestimmt nicht wieder tun”, versprach der Nachbar. “Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe”.

Künzelmann sah den anderen ernst an. “Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen” erwiderte er. “Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne.”

“Ich bin gerne zu allem bereit.” sagte der Nachbar zerknirscht.

Künzelmann erhob sich, ging ins sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.

“Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht.” sagte er.

“Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil.”

Der Nachbar tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Künzelmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: “Und der zweite Teil meiner Buße?”

“Gehen jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein.”
Der Nachbar stammelte verwirrt: “Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?”

Künzelmann nickte ernst: “Das wollte ich hören! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?”
Aus dem Fastenkalender

Ja, so ist es, wenn man eine üble Nachrede startet und, wenn man diesen Weg gehen müsste, würde es sich so mancher Mensch überlegen, solche Nachreden in die Welt zu streuen. 




Sonntag, 3. Mai 2015

Blumenfotos & Gedichte

Ein herrlicher Tag ist gestern vorbeigegangen, die Sonne schien und läutete den Monat Mai mit Sonnenstrahlen ein. Nun hoffe ich, der heutige Tag wird auch so.
Mit einigen Gedichten die dem Monat Mai gewidmet sind, möchte ich den Tag begehen.




Mai

Nun aber hebt zu singen an
Der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
Und bunte Blumen finden!

Die Schönheit steigt millionenfach
Empor aus schwarzer Erden;
Manch eingekümmert Weh und Ach
Mag nun vergessen werden.

Denn dazu ist der Mai gemacht,
Daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch! Und fortgelacht
Des Grames Miserere!

Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)




Es ist doch im April fürwahr,
der Frühling weder halb noch gar!
Komm Rosenbringer, süßer Mai,
komm du herbei!
So weiß ich, daß es Frühling sei.

Eduard Mörike (1804 - 1875)




Die Liebe ist ein Blüthesegen,
Der heilig in der Seele ruht,
Ein Röslein nicht, das von den Wegen
Man pflückt für seinen Wanderhut.
Wenn ihr der Seelen Mai gehütet,
Beklagt ihr nicht der Träume Flucht,
Die Knospe, der ihr einst erglühtet,
Prangt als lebend'ge Lebensfrucht.

Otto Roquette (1824 - 1896)




Vom Küssen 

War ich gar so jung und dumm, 
Wollte gerne wissen: 
"Warum ist mein Mund so roth?"
Sprach der Mai: "Zum Küssen."

Als der Nebel schlich durch's Land, 
Hab ich fragen müssen: 
"Warum ist mein Mund so blaß?"
Sprach der Herbst: "Vom Küssen."

Anna Ritter (1865 - 1921)




Liebesklage

Weidenbaum, dir will ich's sagen,
Weidenbaum, dir will ich's klagen,
lieblich ist die Maienzeit,
doch ich trage Herzeleid.

Weidenbaum, du sollst es hören,
dass er nie wird wiederkehren,
schön und lustig ist der Mai,
doch mein Glück, das ist vorbei.

Weidenbaum, du sollst es wissen,
nie wird er mich wieder küssen,
wieder kehrt die Maienzeit,
doch sie bringt mir neues Leid.

Weidenbaum, wenn sie dich fragen,
Weidenbaum, dann sollst du sagen,
wen betrogen hat der Mai,
dessen Frühling ist vorbei.

Hermann Löns




Samstag, 2. Mai 2015

Zeitspanne bis zum Morgen

Gestern war der erste Mai, ich habe lange geschlafen, eigentlich war es kein Schlaf, wollte nur noch nicht aus dem Bett, die Luft war kühl und wenig Sonne zu sehen. Es hat mir am Tag auch noch die Bettwärme gefehlt, so suchte ich wenigstens dieses Gefühl der Wärme und fand sie bei E. Rasmus.  Er ist ein poetischer Leser meines Blogs und sendet mir, ab und zu, einige seiner wunderschönen Gedichte zu. Zwei, drei Gedichte möchte ich an euch weitergeben ... 




Zeitspanne bis zum Morgen

Die Nacht umfing das kleine Ich;
Stumm blieb sie, oft befragt.
Ihm war, als ob sie nicht verstrich.
Der Mond vor ihr versteckte sich,
Von Wolkendunst beklagt.

Ein Strahl drang aus dem Sternenmeer.
Das Ich lief durch die Nacht.
Es suchte. Da, der Kleine Bär
Erschien dem Ich, es mocht‘ ihn sehr;
Er hat ihm Mut gemacht.

Und Wind kam auf, die Wolken floh’n.
Vom Mondeslicht erkannt
Entdeckte auch das Ich sich schon
An seinem Schatten, nicht zum Hohn
Bis an den Sonnenrand.

 E. Rasmus




Zweierlei ist für die Katz'
 in der
Umschreibung eines Spruchs

Gurrt auf dem Dach ein Spatz?
Die Taube in des Menschen Hand
Höchst selten findet ihren Platz.
Der Spruch, nicht so bekannt,
Scheint also für die Katz‘?

Die selbige hingegen
Kriegt Appetit und schnurrt.
Der Menschenhand verwegen
Entfleucht die Taube, gurrt:
»Ich bin nicht für die Mägen.«

Der Spatz inzwischen, keck,
Flog unerreichbar fort 
Auch für die Katz. Ein Fleck
Verbleibt, erfüllt von Menschenwort:
»Verdammter Taubendreck!«

 E. Rasmus




Der Kuß

Welch Wunder, schaut, ich weiß es,
Zuerst ein Kind. Sein Blick
Trinkt allen Leben Fleißes
Und träumt das Wunder Glück.

Es hört nicht die Gewohnheit;
Sein Ohr entdeckt den Klang
Der Kränkung wie der Schonzeit.
Sie prägen lebenslang.

Doch läuft das Kind zum Flusse,
Atmet die Tiefe ein,
Gleichet sein Bild dem Kusse
Vom Wesen als ein Stein.

Wie weit und tief er falle,
Der Stein, auf welchen Grund?
Bald schon im Sog verhalle
Der Klang vom Kindermund.

Die Wunder meist versinken
Im Leben zum Verdruß.
Bewahrt vor dem Ertrinken
Dein Kind der eigne Kuß?

 E. Rasmus


So, mit diesen Gedichten, die mir die Wärme zurückgegeben haben, möchte ich euch ein wunderschönes Wochenende wünschen. Ein herzliches Dankeschön geht besonders an E. Rasmus, der mir nicht nur die Bettwärme, sondern auch menschliche Wärme mit seinen Gedichten gegeben, zurückgegeben, hat. 



Freitag, 1. Mai 2015

Fotoprogramm "Perfect-Effects"

Heute ist der 1. Mai und ich frage mich, wo ist die Zeit geblieben. In den vergangenen Jahren war ich schon viel weiter mit "Balkonien" und ich musste fast keine Pflanzen mehr kaufen. In diesem Jahr hänge ich hinterher und muss mich noch sehr viel bemühen. Am liebsten würde ich sie mir durch den Versandhandel anliefern lassen, aber nein, die schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahre schrecken mich ab. Das Wetter, im Moment regnet es, sagt auch nein. 
Doch eigentlich möchte ich euch heute ein Software-Freeware-Programm empfehlen. Wer gerne seine Fotos bearbeitet, sollte es sich anschauen. 


Die Empfehlung von "Chip" lautet folgend:

170 Filter for free: Mit der Kostenlos-Software "Perfect Effects Free" fügen Sie Ihren Fotos tolle Effekte hinzu.

Oft fehlt Digitalaufnahmen noch das gewisse Etwas, damit aus dem "schönen Bild" ein "tolles Bild" wird. Mit der Gratis-Software "Perfect Effects Free" fügen Sie Ihren Bildern ganz einfach beeindruckende Effekte hinzu.

Die Software ist einfach aufgebaut und führt Sie beim ersten Start mit einer kleinen englischen Einführung durch die Funktionen. Haben Sie ein Bild zum Verschönern ausgewählt, können Sie zwischen mehreren Grundeffekten wählen. Diese verfeinern Sie dann durch Intensität, Texturen oder Rahmen. Es lassen sich auch mehrere Effekte übereinander lagern kann. Gerade die Sepia- und Schwarz-Weiß-Filter geben den Bildern einen schönen alten Touch. 

Perfect Effects Update: Neues Design, neue Filter
Der Versionssprung auf die aktuelle Version 9.x ergänzt "Perfect Effects Free" um über 50 Filter, so dass jetzt über 170 Effekte zur Wahl stehen. Auf Wunsch lassen sich bearbeitete Fotos nun direkt aus "Perfect Effects Free" ausdrucken.

Meinen ersten Versuch mit diesem Programm zeige ich euch nachfolgend. Die Fotos habt ihr schon vor 3 Tagen gesehen, aber nun kommt noch der Versuch dazu. Was ich auch noch als schön empfinde, das Programm ist in Deutsch gehalten. 





Für diesen Versuch brauchte ich nur 2 Klicks. 



Wer gerne, wie gesagt, mit Fotoprogrammen "spielt", um seine Fotos zu verbessern, sollte sich die Zeit nehmen dieses Programm auszuprobieren. 

Unter
http://www.chip.de/downloads/Perfect-Effects-9-Vollversion_74198762.htmll
findet ihr auch eine Kaufversion mit 500 Effekten, für 60 Dollar.(Zur Zeit ohne Kosten) Habe ich mir auch noch installiert, mal sehen was nach 30 Tagen kommt.  Wer mehr über dieses Programm wissen möchte, einschließlich Foto-Galerie anschauen, sollte die Seite http://www.on1.com/ aufrufen.




Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren.