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Sonntag, 13. Oktober 2013

Eß-Störungen?

Heute möchte ich mal etwas übers Essen schreiben, denn ich bin etwas erkältet und habe keinen Appetit. Trotzdem, das Essen ist etwas sehr begieriges von mir. Nur bin ich keine Köchin, wie sie im Buche steht, auch wenn noch so viele Kochsendungen im Fernsehen laufen. Ich kaufe, leider, sehr oft Fertiggerichte und habe nur mit etwas Adipositas zu tun. Deshalb möchte ich hier einen Artikel aufschreiben, für schwache Menschen, der kurz Folgendes beinhaltet ...

Bulimie: Magersucht, Eß-Brechsucht und Übergewicht


Essen hat in unserer Gesellschaft eine hohe Bedeutung. Essen ist notwendig zum Überleben. In Gesellschaften, in denen Nahrungsmittelknappheit herrscht, treten Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht kaum auf. Schon Kleinkinder lernen, dass Essen mit Geborgenheit und Zärtlichkeit verbunden ist. Somit wird Essen für viele Menschen zum Inbegriff von Genuss. Weiterhin übernimmt das Essen eine soziale Funktion. Beim Essen trifft die Familie zusammen, treffen sich Freunde, werden Geschäfte abgeschlossen.

Eßstörungen sind in den westlichen Industrieländern zunehmend zu einem psychosozialen Problem geworden. Obwohl hauptsächlichen Frauen betroffen sind, scheint sich auch die Anzahl der betroffenen Männern zu vergrößern.

Eßstörungen können grob in drei Kategorien unterteilt werden: Anorexie nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Eß-Brechsucht) und Adipositas (Übergewicht).

Auffälliges Merkmal von Menschen mit einer Anorexia nervosa ist ein gravierender Gewichtsverlust, der bis zur lebensbedrohlichen Unterernährung führen kann. Die Gewichtsabnahme wird überwiegend durch eine strikte
Reduktion der Kalorienaufnahme oder durch ständige körperliche Bewegung (besonders übertriebener Sport) erreicht. Etwa 50% der Betroffenen von Anorexie entwickeln bulimische Symptome (künstlich beigeführtes Erbrechen). Die Betroffenen nehmen ihren Körper verzehrt war und bezeichnen sich selbst trotz ihres abgemagerten Zustandes als zu dick. Hungergefühle werden in der Regel nicht wahrgenommen oder geleugnet.

Betroffene mit Bulimia nervosa sind in der Regel normalgewichtig. Hauptmerkmal der Störung ist das wiederholte Auftreten von Essanfällen, bei denen oft große Nahrungsmengen in kurzer Zeit konsumiert werden. Auffallend ist die übertriebene Bedeutung von Figur und Gewicht für das Selbstwertgefühl der Betroffenen. Zur Gewichtskontrolle werden Maßnahmen wie selbst beigeführtes Erbrechen, Abführmittel und häufiges Diäthalten eingesetzt. Dadurch kann es trotz Normalgewicht zu körperlichen Mangelerscheinungen kommen. Die Übergänge zwischen Anorexie und Bulimie können fließend sein, da auch bei Magersüchtigen in vielen Fällen Heißhungeranfälle auftreten und Betroffene von Bulimie im Verlauf der Störung Phasen mit starkem Untergewicht zeigen können.

Essstörungen entwickeln sich aus einen Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher, familiärer und individueller Faktoren. In den letzten Jahren scheinen sich zwei dieser Faktoren entgegengesetzt entwickelt zu haben: Während sich das tatsächliche Körpergewicht im Vergleich der Körpergröße in der Bevölkerung nach oben bewegt hat, hat sich die Norm für Schönheit deutlich nach unten entwickelt. Wunschbild und Wirklichkeit klaffen auseinander. Bei immer größer werdendem Nahrungsangebot wird mehr Wert auf eine schlanke Figur gelegt.

Quelle: Fallbuch der klinischen Psychologie



Und wenn ich diesen Artikel lese, dann fällt mir auf, Adipositas spielt keine große Rolle für mich. Na gut, wenn man wie ich, nicht unter einer krankhaften Fettsucht leidet ... weil man einfach nicht zu viel isst, aber zu wenig Bewegung hat. Vielleicht könnte ich von dieser Seite etwas unternehmen ... muss ich wirklich mal darüber nachdenken. 
Euch wünsche ich natürlich, allen, ein ganz normales Essverhalten. 



Kommentare:

  1. Hallo Margot (ja ich melde mich auch mal wieder...sorry, dass es grad so ruhig bei mir war)
    Ein "schweres" Thema und wichtig, immer wieder angesprochen und öffentlich gemacht zu werden. Was mir noch fehlt, wie in sehr vielen Artikeln ist die Esssucht (Oh ein Wort mit drei "s"). Also nicht "nur" das Übergewicht. Es gibt nämlich genau so die Menschen mit Fressanfällen, wie bei der Bulimie, die aber nicht erbrechen und umgekehrt zu den Magersüchtigen kein Sättigungsgefühl mehr haben.
    Ich finde es fürchterlich und unverständlich, dass darauf so wenig eingegangen wird. Bei zu dünnen Menschen gucken alle ganz besorgt. Wird eine Bulimie bekannt, sterben alle vor Sorge oder machen sich Vorwürfe. Sieht man jedoch einen zu dicken Menschen, kommen ganz schnell Beleidigungen und Unverständnis. Ich finde auch das sollte sich in der Gesellschaft ändern!

    LG
    Angela

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    1. Hallo Tina, du hast wohl recht, mit der Fresssucht und es wird auch darauf eingegangen, leider nicht zu oft. Ja, bei Bulimie ist man nun mal schneller beim Tod angekommen, deshalb dieser Vorwurf. Bei Fresssüchtigen ist die Gefährlichkeit nicht so hoch und deshalb wohl nicht der Rede wert. Doch es wird immer öfters davon geredet und geschrieben, aber gibt es eine Lösung? Es wäre schön ...
      Danke dir, für diesen guten Kommentar.
      Ganz liebe Grüße, Margot.

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    2. Angela...nicht Tina, aber nicht schlimm ;)

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    3. Verzeih mir liebe Angela, ... :-))

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