Seiten

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Einst fragte ein Junge ...

Der Herbst ist eine Zeit der Besinnlichkeit und ich bin auf der Suche dieser Besinnlichkeit in Geschichten. Es müssen keine großen Geschichten sein, es können so kleine Geschichten sein wie die Nachfolgende. Was für mich wertvoll ist, ist deren Inhalt. In jungen Jahren war ich schon auf dieser Suche, aber nicht so intensiv, ich habe gelebt. Doch wenn ich mein vergangenes Leben betrachte, habe ich, durch die Liebe meiner Eltern, anständig gelebt und vermieden, andere Menschen zu beleidigen oder ihnen Schmerzen zuzufügen. So soll es auch jetzt in meinem fortgeschrittenen Alter sein und bleiben ... ohne dass man mich Weichei nennt. Für Herzenswärme muss man sich nicht schämen.


Einst fragte ein Junge ...

Einst fragte ein Junge seinen Großvater, wie denn die Perlen entstehen, die so wunderschön in der Sonne glänzen.
Der Großvater antwortete, dass die Muscheln am Meeresboden liegen und sich ab und zu öffnen, um Nahrung aufzunehmen und die Schönheit des Lebens zu sehen. Wenn dabei ein kleines Sandkorn in das Muschelgehäuse gelangt, umhüllt die Muschel es Schicht für Schicht, da ihr Körper so weich und verletzlich ist, bis schließlich eine wunderschöne Perle entstanden ist.
So ergeht es auch uns Menschen, erzählt der Großvater weiter. Wenn wir uns aus Angst vor Schmerzen nicht für den Reichtum und die Schönheit des Lebens öffnen, bleibt unser Leben arm und leer. Doch jeder, der selbst Schmerzen erlitten hat, wird zu seinen Mitmenschen barmherziger und liebevoller sein. Darum, mein Junge, öffne dein Haus weit und vertraue dich dem Leben an, und wenn der Schmerz in dich dringt, nimm ihn an und verwandle ihn in eine Perle, die unvergänglich ist.

Es ist nicht wichtig, was dein Schicksal ist, sondern wie du es meisterst.


© Jochen Mariss, (*1955) ein Autor und Fotograf, sprach dieses schöne Zitat:


"Jeder schöne Augenblick ist eine Perle, die wir auf die Kette unseres Lebens fädeln. Und jeder glitzernde Glücksmoment, den wir genießen, macht unsere Kette ein kleines bisschen kostbarer."



Herzlichst Margot.

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Margot,
    die Geschichte ist wundebar und das Zitat gefällt mir ganz besonders gut!
    Hab einen schönen Tag, liebe Grüße
    Regina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen liebe Regina
      und vielen Dank für deine schönen Zeilen.
      Wünsche dir einen schönen und sonnigen Tag.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  2. Das ist ein wirklich wundervolles Gleichnis.
    Es ist wahr und macht Mut.

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke liebe Sonja, für deine anerkennenden Worte.
      Es ist schön sie zu lesen.

      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  3. Hallo Margot,

    "Für Herzenswärme muss man sich nicht schämen..." man sollte Deine Worte golden Rahmen und über jede Tür hängen, leider haben es manche Menschen bis heute noch nicht kapiert, aber man soll ja die Hoffnung niemals aufgeben.

    Liebe Grüße und noch einen netten Abend
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Björn, vielen Dank für deine sehr lieben Worte. Mehr möchte ich nicht dazu sagen ... sonst zerstöre ich deine lieben Worte. :-)

      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  4. Eine schöne Vorstellung: Die Verletzungen der Seele werden zu Perlen der Großmut und des Verständnisses.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Antje vielen Dank für deine Worte, sie sind sehr schön und gefallen mir, zu dieser Geschichte, besonders gut.
      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen