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Sonntag, 1. März 2015

Es gibt keinen Weg zurück

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, kein Wind weht, die Luft ist kühl. Es ist ein schöner kühler Tag, doch in der Stube merke ich keine Kälte und die Sonne reizt mich zum Rückblick auf mein Leben. Die nachfolgende Geschichte erinnert mich an meine fortgeschrittenen Jahre und stellt mir die Frage, was ich wohl in meinem Leben versäumt habe. 
Darf ich ehrlich sein, ich fühle mich gut und fühle nicht, dass ich etwas versäumt habe. Einen Tag nach dem Anderen habe ich gelebt und ihn so angenommen, wie er war, mal gut, mal schlecht. War er schlecht, habe ich auch geschimpft, mit mir und der Welt. Bei Kummer wurde geheult und ich fühlte mich wie ein "Schlosshund", der ja auch mächtig heulen soll. Also, ich habe ein Leben gehabt wie jeder andere Mensch, nur habe ich keinen Wunsch nach Gemeinheiten gehabt, bis zum heutigen Tag nicht. Wenn ich mein Leben betrachte, es ist keine Unzufriedenheit in mir und ich kann nicht sagen, ich habe etwas versäumt. Vielleicht, weil ich nicht zu große Wünsche hatte und habe. Die Welt wollte ich durch Gott verändert haben, falls es ihn gibt, auch nicht durch mich, denn ich weiß, ich bin zu klein und zu schwach. Nein, auch nicht durch Gewalt, sie ist das Schlimmste auf der Welt. Sie wird bleiben, solange es Menschen gibt.
Die Politiker aller Länder, die es vielleicht könnten, Unheil zu verhindern, sind in meinen Augen nur Schwätzer. Sie waren und sind, nicht nur, auf Landgewinn aus und glauben, sie sind die Größten. Meine Meinung: Ihre Größe liegt im Versagen an die Menschlichkeit. 

Nun kommt die Geschichte, die mich zum Reden verleitet hat. Sie war eine gute Anregung für mich ... auch wenn ich mich nicht verändern möchte.


Es gibt keinen Weg zurück

In jenen Tagen als der heilige Jeremias schon ein alter Mann mit weißem Bart war und auf ein langes Leben zurückblicken konnte, saß er mit seinen Freunden im Kaffeehaus zusammen und erzählten aus ihrem Leben.

“Als junger Mann hatte ich ein feuriges Temperament und es drängte mich die Welt zu verändern. Täglich betete ich zu Gott mich mit außergewöhnlichen Kräften zu segnen, damit ich die Menschen bekehren und die Welt zu einem besseren Ort machen könne.”, sagte der heilige Jeremias und fuhr nach einer nachdenklichen Pause fort: “Doch in meinen mittleren Lebensjahren wachte ich plötzlich auf und erkannte, dass die Hälfte meines Lebens vorbei war, ohne dass ich die Welt verändert hatte. Von nun an bat ich Gott mir Kraft zu schenken, um all die Menschen zu erretten, die mir nahe standen und es am Nötigsten brauchten.” wieder schwieg er eine Weile.”

Jetzt, da ich ein alter Mann bin und meine Tage gezählt sind, ist meine Bitte an Gott bescheidener geworden. Mein einziges Gebet lautet nun:“Herr, gewähre mir die Gnade, mich selbst zu verändern.” Wäre das nur von Anfang an meine Bitte gewesen, ich hätte mehr erreicht.”


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