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Samstag, 6. Dezember 2014

Gedanken einer Kerze

Heute möchte ich noch einmal schreiben, ich mag Gedichte, auch wenn ich sie nicht auswendig lerne. Ich mag Zitate, wenn ich auch viele davon vergesse, aber es ist schön, sie zu lesen und darüber nachzudenken. Sie bereichern mein Wissen und es macht mir Spaß, über sie zu sinnen. Gerade jetzt zur Adventszeit und auch zur Weihnachtszeit gibt es viele schöne Gedichte, die mir gefallen. Wie zum Beispiel das Nachfolgende ... und die Geschichte über die Gedanken einer Kerze.


Foto: Pixabay


Vier Kerzen im Advent


Die erste Kerze brennt für Stille,
für Ruhe und Gemütlichkeit
für Herzlichkeit und für den Willen,
zu leben in Behaglichkeit.

Die zweite Kerze brennt für Hoffnung,
für die Kraft und für den Glauben,
für Vernunft und für die Achtung
und für die weißen Friedenstauben.

Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand
und für's eigene Gemüte.

Die vierte Kerze brennt für Liebe,
für das Wichtigste auf dieser Welt,
es gäbe nichts, das uns noch bliebe,
wär nicht sie an Nummer Eins gestellt.

© Horst Rehmann (*1943), deutscher Publizist, Maler, Schriftsteller und Kinderbuchautor


Foto: Pixabay


Gedanken einer Kerze


«Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton - sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.

Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton - unangerührt, vergessen, im Dunkeln - oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.
Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen....

Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch - und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.
Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.
Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir, einer winzigen, kleinen Kerze.»
Autor unbekannt.


Herzlichst Margot

Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Geschichte und ein sehr wahrer Vergleich.
    Das habe ich auch selber schon so erfahren, denn früher war ich eher ein Eigenbrötler. Darum kann ich jeden einzelnen Satz nur unterstreichen!

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Ja Sonja so ist es, man muss auf den Menschen zugehen um Freude zu empfangen, aber auch um zu geben. Dieses Gefühl ist sehr schön.

      Vielen Dank für deine ständig guten Worte. Wünsche dir einen schönen Nikolaustag. Liebe Grüße, Margot.

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  2. Hallo Margot,

    vielen Dank für die schönen Gedichte :) schön wie Du sie immer genau passend findest.

    Ich wünsche Dir ein freudiges Adventswochenende :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Danke lieber Björn, deine Worte bestätigen meinen Beitrag. Sie sind wohltuend und schön. Vielen Dank, und auch dir ein schönes Adventswochenende
      Liebe Grüße, Margot..

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  3. Liebe Margot, der Mensch, er soll nicht einsam sein, er soll sich besser mit anderen Menschen an schönen Dingen erfreuen. Das ist leider für viele gar nicht mehr möglich. Wir leben in einer gefühlsarmen Zeit. Wir können ja als gutes Beispiel dienen :-) , liebe Freundin. Im steten, verständnisvollen Austausch liegt unsere Freude und wir wissen immer, da ist ein offenes Ohr für mich. Das würde ich allen Menschen gönne, es ist so wichtig, herzliche Grüße von Deiner Freundin ClauDia.

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    1. Liebe Freundin Claudia, deine Worte gefallen mir, weil sie ehrlich sind. In dieser gefühlsarmen Welt sind deine Zeilen wohlklingend und wohltuend. Sie geben mir ein gutes Gefühl, denn ich weiß, du hast immer ein offenes Ohr für mich. Und, es ist für mich sehr wichtig, um ein gutes, harmonisches Leben zu führen. Vielen Dank.
      Ganz liebe Grüße kommen von deiner Freundin Margot.

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