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Mittwoch, 8. April 2015

Der Esel, der Rabe und der Hirt


Gestern habe ich 3 Fabeln erzählt und möchte es auch heute tun. Doch vorher möchte ich mich an den herrlichen Sonnenschein erfreuen. Trotzdem es noch kühl ist, aber schon alleine der Anblick der Sonne erfreut mein Herz. Es ist kein Vergleich mit den Worten von Robert Redfort gesprochen, er sagte: 
"Früher fielen die Frauen bei meinem Anblick fast in Ohnmacht. Heute sagen sie eher: "Ach, den gibt es noch?" 

Davor muss keiner Angst haben, einmal zu fragen," Ach, die Sonne gibt es noch?" Sie wird es immer geben und des Menschen Herz erfreuen. Ich hoffe nun, dass euch auch die 3 Fabeln erfreuen.

Der Esel, der Rabe und der Hirt 

Auf einer Wiese weidete ein Esel, der sich den Rücken wund geschunden hatte. Dies sah ein Rabe, flog auf den Esel zu, setzte sich auf dessen Rücken und fing an, mit dem Schnabel in das rohe Fleisch zu picken. 

Dies schmerzte den Esel sehr, und obgleich er sich bemühte, den lästigen Gast los zu werden, gelang es ihm nicht. 


Wenige Schritte davon lag sein Hüter, der mit einem Worte den Raben hätte vertreiben können. Der aber ergötzte sich an den tollen und possierlichen Sprüngen und Gesichtern, welche der Esel von Schmerz getrieben machte, und lachte laut dazu. 

"Oh!" rief der Esel aus, "jetzt fühle ich wirklich meine Schmerzen doppelt, weil mich auch der verlacht, der mir helfen könnte und sollte." 

Statt Hilfe Hohn zum Schaden schmerzt doppelt. 

Der Hirt und der Wolf

Ein Hirte, der einen erst kurz geworfenen jungen Wolf gefunden hatte, nahm ihn mit sich und zog ihn mit seinen Hunden auf. Als derselbe herangewachsen war, verfolgte er, sooft ein Wolf ein Schaf raubte, diesen auch zugleich mit den Hunden. Da aber die Hunde den Wolf zuweilen nicht einholen konnten und deshalb wieder umkehrten, so verfolgte ihn jener allein und nahm, wenn er ihn erreicht hatte, als Wolf ebenfalls teil an der Beute; hierauf kehrte er zurück. Wenn jedoch kein fremder Wolf ein Schaf raubte, so brachte er selbst heimlich eines um und verzehrte es gemeinschaftlich mit den Hunden, bis der Hirte, nach langem Hin- und Herraten das Geschehene inneward, ihn an einen Baum aufhängte und tötete. 

Die Fabel lehrt, dass die schlimme Natur keine gute Gemütsart aufkommen lässt.  

Zwei Freunde und ein Bär  

Zwei Freunde gelobten sich gegenseitig, sich in allen Fällen treu beizustehen und Freud und Leid miteinander zu teilen. So traten sie ihre Wanderschaft an. 

Unvermutet kam ihnen auf einem engen Waldwege ein Bär entgegen. Vereint hätten sie ihn vielleicht bezwungen. Da aber dem einen sein Leben zu lieb war, verließ er, ebenso bald vergessend, was er kurz vorher versprochen hatte, seinen Freund und kletterte auf einen Baum. Als sich der andere nun verlassen sah, hatte er kaum noch Zeit, sich platt auf den Boden zu werfen und sich tot zu stellen, weil er gehört hatte, dass der Bär keine Toten verzehre. 

Der Bär kam nun herbei, beleckte dem Daliegenden die Ohren, warf ihn mit der Schnauze einige Male herum und trabte dann davon, weil er ihn für tot hielt. 

Sobald die Gefahr vorüber war, stieg jener vom Baume herab und fragte seinen Gefährten voll Neugierde, was ihm der Bär zugeflüstert habe? 

"Eine vortreffliche Warnung", antwortete dieser, "nur schade, dass ich sie nicht früher gewusst habe."  

Man solle sich nicht mit Menschen einlassen, die ihre Freunde in der Not verlassen.  
  
  
Herzlichst Margot

Kommentare:

  1. Ja das stimmt, in guten Zeiten hat man viele Freunde, doch in schlechten sind es dann nur noch wenige. Aber dann weiß man auch wer die wahren Freunde sind. So ist es eben und so wird es wohl auch immer bleiben.
    Ich wünsche Dir zu allen Zeiten gute Freunde
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid deine Worte sind wohl richtig, aber man kann Freunde auch in guten Zeiten verlieren, auch wenn man nicht weiß, warum. Danke für deine guten Wünsche, doch ich mag keine Freunde mehr im Sinne des Wortes.
      Wünsche dir wenigstens für heute, einen frohen, sonnigen Tag. Liebe Grüße, Margot.

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  2. Hallo Margot,

    so ist es leider, wer den Schaden hat braucht sich um den Spott nicht zu Sorgen.
    Ob sich es jemals ändert?

    Liebe Grüße aus dem Odenwald
    Björn :)

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    1. Nein Björn, es wird immer so bleiben, der Mensch hat sich in tausenden von Jahren nicht geändert, warum also jetzt?

      Doch dir wünsche ich einen wundervollen Abend. Liebe Grüße, Margot.

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