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Dienstag, 23. Juli 2013

Der Blinde und der Lahme ...

... auf diese Geschichte bin ich gekommen, weil ich mich, bei 33° im Schatten, so richtig lahm fühle.  Gestern war ich ja noch etwas heiter, aber heute vergeht meine Heiterkeit durch die ständige Nässe meines Körpers, man nennt es auch Schwitzen oder Transpirieren. Meine Vernunft lässt mich nicht aus dem etwas kühleren Zimmer und meine Intuition sagt mir, schreibe doch mal diese gefundene Geschichte: Sie spielt sich im Wald ab und ich hoffe, da ist es Kühler und die Intuition enttäuscht mich nicht ...

Der Blinde und der Lahme. Oder: Die Integration von Vernunft und Intuition



Ein Blinder irrt orientierungslos durch den Wald. Plötzlich stolpert er über etwas am Boden und fällt der Länge nach hin. Als der Blinde auf dem Waldboden herumtastet, entdeckt er, dass er über einen Mann gefallen ist, der am Boden kauerte. Dieser Mann ist ein Lahmer, der nicht laufen kann.
Die beiden beginnen ein Gespräch miteinander und klagen sich gegenseitig ihr Schicksal.
“Ich irre schon seit ich denken kann in diesem Wald herum und finde nicht wieder heraus, weil ich nicht sehen kann.” ruft der Blinde aus.
Der Lahme sagt: “Ich liege schon, seit ich denken kann, am Boden und komme nicht aus dem Wald heraus, weil ich nicht aufstehen kann.”
Und während sie sich so unterhalten, ruft der Lahme plötzlich aus: “Ich hab’s! Du nimmst mich auf den Rücken, und ich werde dir sagen, in welche Richtung du gehen musst. Zusammen können wir aus dem Wald herausfinden.”

Laut Aussage des alten Geschichtenerzählers symbolisiert der Blinde die Rationalität, der Lahme die Intuition. Auch wir werden aus dem Wald nur herausfinden, wenn wir lernen beide zusammenzubringen.

Kommentare:

  1. Ach liebe, Margot. Heute fällt auch mir das Denken sehr schwer. Wenn das Wetter so schwül wird ist es auch bei mir vorbei mit den Sommerfreuden, die ich sonst immer empfinde!

    Ich kannte diese Geschichte schon und mag sie sehr, weil sie sehr symbolhaft ist. Ich wusste nicht, dass sie die Rationalität und die Intuition symbolisieren sollte. Für mich stellte es immer das Zusammenarbeiten von Menschen dar. Eine optimale Zusammenarbeit, wo keiner mit seinen Schwächen hadert oder gehänselt wird, sondern, wo auf die Stärken des Einzelnen gebaut wird. Jeder erhält die Aufgabe, die er am besten bewältigen kann und wie Zahnräder ineinanderreifen arbeiten die Menschen zusammen.

    Ich wünsche Dir noch viel Durchhaltevermögen bei der Hitze. Ganz liebe Grüße
    Sonja

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    1. Liebe Sonja, heute muss ich dir sagen, es fällt nicht auf, dass dir das Denken schwerfällt. Es sind gute Worte über eine optimale Zusammenarbeit, indem man die Fähigkeiten des Einzelnen einbindet. Eingebung und rationales Denken gehören aber unbedingt dazu, um eine gute und effektive Arbeit zu leisten. So greift eins ins andere und bietet auch bei schweren Bedingungen gute Lösungen an die zum Erfolg führen.

      Ich wünsche dir auf alle Fälle noch viele Sommerfreuden, auch ohne diese schwüle Hitze.
      Ganz liebe Grüße, Margot

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  2. Tropf, tropf, tropf, was fällt von meinem Kopf? Der Schweiß er rinnt, nichts mache ich geschwind. Ich habe Deine wunderbare Geschichte ganz langsam gelesen und schmeiße mich jetzt auf den Boden. Ich bin zwar nicht lahm, im Sinne von, ich kann nicht laufen, aber ich bin ganz lahmar..... bei diesen Temperaturen.Kein blinder muss mich tragen, ich bleibe einfach mal ein Weilchen liegen. Liebe schwitzige Grüße von Claudia.

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    1. Liebe Claudia, das hast du aber gut geschrieben und so wahr. Deine Worte: Tropf, tropf, tropf, was fällt von meinem Kopf, kann ich auch heute nachvollziehen. Und über meine Lahmar ...igkeit, möchte ich nicht einmal nachdenken. Und egal wie es ist, ich möchte nicht, dass sich ein anderer für mich den Buckel krumm macht. :-))
      Du machst es richtig, bleib ein bisschen liegen. Ob ich wohl auch ... ;-)

      Ganz liebe Grüße, Margot

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  3. Liebe Margot,
    mich hat es heute von den Beinen "gehauen". Ich wurde heute morgen wachen und hatte das Gefühl gar nicht richtig wach zu sein, mein Kopf hämmerte und meine Hände und Füße waren geschwollen. So kenne ich das nicht - ich habe mich ins Büro geschleppt, wurde aber umgehend wieder nach Hause geschickt (bzw. zum Arzt).
    Der stellte dann einen Blutdruck von 190/120 fest und von da an wunderte mich gar nichts mehr. Natürlich bekam ich sofort Blutdruck senkende Mittel und jetzt geht es mir auch schon ein wenig besser, aber ich muss wohl ein bisschen auf mich aufpassen.

    Das Gleichnis vom Blinden und Lahmen gefällt mir sehr - zusammen kann man eben doch etwas mehr bewirken als allein!

    Herzliche Grüße und eine gute Nacht dir
    Regina

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    1. Liebe Regina,
      ich kann dein von den Beinen "hauen" nachempfinden. Dieses extreme Wetter, zurzeit große schwüle Hitze, macht auch gesunden Menschen zu schaffen. Es war sehr vernünftig von deinen Mitarbeiter/innen, dass man dich gleich zum Arzt geschickt hat und du die entsprechenden Arzneimittel bekommen hast. Mit hohem Blutdruck ist wirklich nicht zu spaßen, deshalb schränke bitte auch deine Garten-Tätigkeiten ein. So gerne du auch Wuseln möchtest.
      Ich freue mich sehr, dass es dir jetzt ein bisschen besser geht und hoffe, es wird noch besser. Du musst aber wirklich mehr auf dich aufpassen und alle Tätigkeiten, die nicht unbedingt nötig sind, einschränken. Diese Geschichte vom Blinden und Lahmen ist im Moment unwichtig, werde du bitte nur sehr schnell gesund. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen und sende dir liebe Grüße mit den besten Genesungswünschen.
      Herzlichst Margot

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  4. Liebe Margot
    sitze gerade auf meinem nicht fertigen Balkon (es fehlt noch ein richtiges Geländer) und genieße die Abendluft
    Endlich mal schöne Temperaturen.
    Die Geschichte finde ich sehr schön denn jeder hat Dinge die er nicht kann und die andere besser können. Gegenseitig füreinander einstehen ist für mich das Salz dieser Erde.
    Hoffe bei Dir ist es auch etwas kühler
    Liebe Grüße
    Tina

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    1. Liebe Tina,
      am späten Abend hatte es sich auch bei uns abgekühlt. Und jetzt am Morgen ist es auch auszuhalten, doch wie lange.
      Deine Worte, über diese Geschichte, lese ich gerne. Gegenseitig füreinander einstehen, so ist es, es bereichert auch mein Leben.
      Danke und liebe Grüße.
      Herzlichst Margot

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