Seiten

Dienstag, 23. Februar 2016

Die Katze und die Frau

Bei so einem regnerischen Wetter, man möchte nicht aus dem Haus, suche ich eine Fabel über Katzen und ich finde sie. Sie stammt aus Afrika und kommt unseren Fabeln sehr nahe. Wir lieben Katzen, so auch die Katzen uns, und warum die Katzen uns Menschen mögen, lese ich in dieser Fabel.

Die Katze und die Frau

Vor langer, langer Zeit lebte die Katze nicht in den Häusern der Menschen, sondern wild im Busch. Sie fühlte sich aber einsam und dachte, sie wolle sich einem starken und mächtigen Wesen anschließen. Zuerst schloss sie Freundschaft mit dem Hasen und begleitete ihn überall hin.

Eines Tages aber bekam der Hase Streit mit einem Hirsch; dieser kämpfte gegen den Hasen und tötete ihn mit dem Geweih. So zog die Katze mit dem Hirsch weiter. Eines Tages aber sprang aus einem Hinterhalt ein Leopard auf den Hirsch und brachte ihn um. Die Katze gedachte, sich an den Leoparden zu halten; als dieser sich aber an dem Fleisch des Hirschs gütlich tun wollte, erschien ein Löwe und vertrieb den Leoparden mit ein paar Prankenhieben. So lebte die Katze mit dem Löwen zusammen und glaubte, endlich den mächtigsten Begleiter gefunden zu haben. Eines Tages aber stießen Löwe und Katze auf eine Elefantenherde. Die Katze kletterte geschwind auf einen Baum, der Löwe jedoch wurde von den Elefanten zertrampelt. Die Katze dachte: »Größere und stärkere Tiere als die Elefanten gibt es nicht. Mit ihnen muss ich Freundschaft schließen.« Die Katze überlegte noch, wie sie das anstellen sollte, als ein Jäger aus einem Busch heraus einen

giftigen Pfeil auf den Elefanten abschoss: Tot sank dieser zu Boden und die restliche Herde raste in panischem Schrecken davon. Die Katze, immer noch auf dem Baum, dachte weiter nach: »Dieses seltsame zweibeinige Wesen sieht zwar nicht besonders stark aus - aber es hat doch den Elefanten überwunden. Ich muss versuchen, mit diesem Fremdling Freundschaft zu schließen.«

Also folgte sie, wenn auch in sicherem Abstand, dem Jäger bis zu dessen Haus. Sie wartete schüchtern einstweilen vor dem Haus, als der Jäger hineinging. Bald war aus dem Hause fürchterliches Schreien und Schimpfen zu hören: Die Tür flog auf, und heraus rannte der Jäger, hinter ihm drein die Frau, die ihn mit einer Holzkelle schlug. Da sagte sich die Katze: »Nun endlich habe ich das stärkste aller Lebewesen gesehen, das jenige vor dem sich auch jener, der den Elefanten überwunden hat, fürchtet! Mit diesem Wesen will ich zusammenleben!« Und ging ins Haus und in die Küche.



Herzlichst Margot

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hallo Pippa, guten Morgen, freue mich über dein Lachen.:-)

      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  2. Hallo Margot,

    schöne Geschichte, jetzt kenne ich auch die Hintergründe wie die Katze zum Menschen gekommen ist :)

    Lieben Gruß
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Björn, ich finde es schön zu wissen, wie die Katzen zu den Menschen gekommen sind. Sie haben uns gefunden und nicht wir sie.:-)

      Liebe Grüße, Margot.

      Löschen
  3. Liebe Margot,
    es ist schon erstaunlich, was die Fabeln
    uns alles lehren.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Irmi, ich finde es auch schön, dass Fabeln uns zu neuen Erkenntnissen führen. Wir müssen nur daran glauben. :-)
      Wünsche dir einen schönen Tag und grüße dich herzlichst, Margot.

      Löschen
  4. Liebe Margot,
    ich musste herzlich lachen. So also sind wir Menschen zur Katze gekommen. Allerdings hat sich die Katze den Menschen zum Untertan gemacht, denn Katzen brauchen immer Personal :-)
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Astrid,
      die Fabel ist auch zum Lachen. Ja, ich hatte eine Katze und weiß, sie hatte uns als Personal. :-)
      Wünsche dir einen schönen Tag und sende liebe Grüße, Margot.

      Löschen