Heute nur eine Kurzgeschichte und ein paar Sprüche in meinem Beitrag. Die Zeit läuft mir weg, weil ich auch noch Biathlon schauen muss. :-) Diese Sportart ist für mich eine große Freude. Da kann ich sogar aufs Essen verzichten ... nur wenn es unbedingt sein muss. :-)
Das wohlfeile Mittagessen
Es ist ein altes Sprichwort: »Wer andern eine Grube gräbt, fällt selber darein.« – Aber der Löwenwirt in einem gewissen Städtlein war schon vorher darin. Zu diesem kam ein wohlgekleideter Gast. Kurz und trotzig forderte er ein Stück Rindfleisch und ein Gemüse – für sein Geld. Der Wirt fragte ganz höflich ob ihm nicht auch ein Glas Wein beliebe? »O freilich ja!« ,erwiderte der Gast, »wenn ich etwas Gutes haben kann für mein Geld.«

Dieser Einfall war eigentlich nicht weit her. Es gehörte nur Unverschämtheit dazu und ein unbekümmertes Gemüt, wie es am Ende ablaufen werde. Aber das Beste kommt noch.

Das sagte er, weil er mit seinem Nachbarn, dem Bärenwirt, aus Brotneid in Unfrieden lebte und einer dem andern jeglichen Tort und Schimpf gerne antat und erwiderte. Aber der schlaue Gast griff lächelnd mit der einen Hand nach dem angebotenen Geld, mit der andern vorsichtig nach der Türe, wünschte dem Wirt einen guten Abend und sagte: »Bei Eurem Nachbarn, dem Herrn Bärenwirt, bin ich schon gewesen. Und eben der hat mich zu euch geschickt und kein anderer.«
So waren im Grunde Beide hintergangen – und der Dritte hatte den Nutzen davon. Abe der listige Kunde hätte sich noch obendrein einen schönen Dank von Beiden verdient, wenn sie eine gute Lehre daraus gezogen und sich miteinander ausgesöhnt hätten. Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt.
Johann Peter Hebel
Was ein Wort bedeutet, kann ein Satz nicht sagen.
Ludwig Wittgenstein (1889-1951), östr. Philosoph
Ein Vornehmer schämt sich, wenn seine Worte besser sind als seine Taten.
Konfuzius (551-479 v.Chr.), chin. Philosoph,
China
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.
Mark Twain
Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen.
Samuel Butler
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