... wünsche ich allen. Es ist der letzte Ostertag und ich muss an die Welt und ihre Grausamkeiten denken. Möchte kein Unglück hervorheben, was in der letzten Zeit vonstatten ging. Nur an eine kleine Geschichte musste ich denken, die ich in den vergangenen Tagen gelesen habe. Sie machte mich sehr nachdenklich ...
Der klitzekleine Planet
Eine nachdenkende Geschichte für große und kleinere Leute

Es war ein schöner, bunter Planet, dessen Felder mit Blumen übersät waren, auf deren Blüten sich die prachtvollsten Schmetterlinge niederließen. Die Tiere lebten noch so, wie Mutter Natur es sie gelehrt hatte und unzählige Jahre gingen ins Land, da niemand versuchte, sich in den Unterricht der Natur einzumischen, etwa die Wälder, Täler und Flüsse, oder gar die Tiere, um ihre Welt zu verändern.
Das geschah aber dann doch eines Tages. Nämlich an jenem Tag, da zweibeinige, menschenähnliche Wesen plötzlich auf dem kleinen Planeten erschienen, sich die Ärmel hochkrempelten und beschlossen, den Lehrplan von Mutter Natur mal grundlegend zu ändern.

Vielen Tieren nahm man nach und nach alles das weg, was sie zum Leben brauchten und gab ihnen dann ersatzweise Wohnungen, die sie mit den Zweibeinern teilen mussten und manchmal sogar nur Käfige, damit sie von allen Seiten bestaunt werden konnten. Die wunderschönen Schmetterlinge landeten aufgespießt in Glaskästen und ganze Tiervölker mussten in engen Ställen ihr Leben verbringen. Sie wurden zu sogenannten Nutztieren. Also man benutzte sie. Benutzte sie so, wie man eine Sache, ein Ding benutzt, das man kauft, sich hinstellt und wenn man es nicht mehr braucht, dann einfach wegwirft. Das ging so weit, dass selbst die Kinder der Zweibeiner sich kleine Tiere anschafften, mit denen sie spielen konnten und wenn sie dann genug von der Spielerei hatten, diese kleinen Tiere einfach wegwarfen. Es war ihnen inzwischen egal, was dann mit den kleinen Hunden, Katzen, Hasen, Hamstern und vielen anderen Tieren passierte, die dann ganz verloren, verängstigt und hungernd herumliefen und jemanden suchten, der ihnen ein Stückchen Liebe und Geborgenheit schenken würde.

speiende Krater rot glühende Lava über das Land spuckten. Diese Wutanfälle traten immer öfter auf und eines Tages geriet Mutter Natur außer Rand und Band, da sie es nicht mehr ertragen konnte, was aus ihrem klitzekleinen Planeten geworden war. Sie schlug wild um sich, war nicht mehr aufzuhalten und begrub alles was da kreuchte und fleuchte unter ihrem maßlosen Zorn, der auch die menschenähnlichen Zweibeiner in den Abgrund riss.
Jahrtausende vergingen, dass der kleine Planet restlos verwüstet war. Doch dann, eines Tages, da steckte das erste, kleine Blümchen - ich glaub es war ein Gänseblümchen - sein Köpfchen aus der harten Kruste und es dauerte dann auch nicht mehr lange, dass alles wieder so wurde, wie vor der großen Katastrophe.

Hallo Margot,
AntwortenLöscheneine sehr schöne Geschichte, weshalb werde ich da bloß an unseren blauen Planeten erinnert ;) Die Gier treibt die Menschen um und die Sucht nach "immer höher und weiter und besser" anstatt einfach inne zu halten und zu genießen :)
Lieben Gruß und noch einen schönen Ostermontag wünsche ich Dir
Björn :)
Lieber Björn, ich begrüße deine Worte. Sie stimmen mit meinen Gedanken überein. Wir sollten wirklich innehalten.
LöschenLiebe Grüße, Margot.